Hohe Auslastung am Bahnhof

Parkhaus und Werkstatt kommen bei Fahrrad-Pendlern gut an

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Wegen des äußeren Erscheinungsbildes nennt die Bevölkerung das Fahrradparkhaus liebevoll „Kartoffelkiste“.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Die Angst vor Diebstahl oder Vandalismusschäden hat früher so manche Pendler, die auf den Regionalexpress oder auf die Nordwestbahn angewiesen waren, davon abgehalten, ihre wertvollen Räder am Bahnhof abzustellen. Die Gemeinde hatte Abhilfe geschaffen: Seit 2012 gibt es am Kirchweyher Bahnhof nicht nur ein Fahrradparkhaus, sondern auch in der unmittelbaren Nähe eine Fahrradwerkstatt.

Seit fünf Jahren leitet Olaf Bollhorst die Werkstatt und ist auch Ansprechpartner für das Parkhaus. Er zieht ein positives Fazit: „Das Fahrradparkhaus mit seinen 266 Plätzen wird gut angenommen.“ Die Auslastung mit Nutzern, die ein Jahres-, Halbjahres- oder Monatsticket haben, liegt bei 70 Prozent, sagt Astrid Bruns von der Gemeindeverwaltung. Es bleibt also genügend Platz für Radler, die spontan ihr Gefährt in dem durch sechs Kameras geschützen Gebäude abstellen wollen. 

Die Zeugnisferien machen sich bemerkbar. Es ist noch viel Platz im Fahrradparkhaus. Foto: Sigi Schritt

Um es zu betreten, müssen sie stets 50 Cent bezahlen. „Besonders junge Menschen machen einen Sport daraus, mit mehreren Leuten gleichzeitig durch die Tür zu gehen, aber dann bemerken sie, dass ich damit nicht einverstanden bin“, sagt Bollhorst. Von seinem Arbeitsplatz aus hat er einen guten Blick auf das Geschehen in und vor der „Kartoffelkiste“ - so nennen Weyher nämlich dieses mit Holz verkleidete Gebäude. Der Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hat täglich alle Hände voll zu tun. Bis zu 15 Kunden nutzen einen besonderen Service. Wenn das Rad repariert werden muss, können die Pendler es morgens in der Werkstatt abgeben und abends wieder in Empfang nehmen. „Sollte ich noch nicht da sein, können die Kunden ihre Räder im Fahrradparkhaus abstellen. Ich hole mir das Rad dann raus“, sagt der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker. „Mich suchen täglich bis zu 15 Radler auf.“ 

Olaf Bollhorst überprüft den Luftdruck dieses Mountainbikes. Foto: Sigi schritt

Was er machen soll? Mal geht es darum, eine Kette zu spannen, mal muss die Gangschaltung gewartet werden. Er wechselt auch Tretlager, Pedale, Ketten und Zahnräder. Nur bei Bremsen macht Bollhorst eine Ausnahme. Die rührt er nicht an. Dafür nimmt er sich Zeit, um das Licht ebenso zu kontrollieren wie den Luftdruck der Bereifung. Gestern tauschte er bei einem Mountainbike das Vorderrad aus, weil der alte Stromerzeuger gegen einen Nabendynamo getauscht werden sollte. Außerdem codiert Bollhorst im Auftrag der Polizei die Rahmen. „Dadurch wird Hehlern der Verkauf der Räder erschwert.“

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