Entscheidung für Ende Juni angekündigt

Aus für Commerzbank-Filiale Weyhe?

Eine Baustelle.
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Stundete innerhalb von 48 Stunden Finanzierungen: Die Commerzbank.

Weyhe – Bleibt die Filiale der Commerzbank in Kirchweyhe bestehen? Eine Antwort auf diese Frage kann niemand geben. Vor einigen Wochen hatte der Vorstandsvorsitzende Manfred Knof nach Medienberichten einen Plan präsentiert, wonach fast jede zweite Filiale von der Schließung betroffen sei. Eine Anfrage dieser Zeitung zum Thema hat die Commerzbank nicht beantwortet.

Auf der Jahrespressekonferenz haben der für Weyhe zuständige Leiter Jan Neumann und der Leiter Unternehmenskunden, Matthias Schmidt, keine konkrete Aussage über die Zukunft getroffen. Derzeit verhandele die Unternehmensleitung mit dem Betriebsrat. Eine Entscheidung soll bis Ende Juni erfolgt sein.

Bekanntlich wurde das Filialnetz in Weyhe einmal ausgedünnt: Ältere Bürger wissen, dass die Commerzbank eine Anlaufstelle an der Leester Straße in genau dem Gebäude unterhalten hatte, in dem derzeit das Büro des Unternehmens Creativ planen & bauen zu finden ist. Die Banker zogen nach Kirchweyhe in einen Neubau und fusionierten mit dem Kirchweyher Team. 2018 wurden Weyhe und Achim zu einem sogenannten Marktbereich zusammengezogen. Wie Neumann erläutert würden Kompetenzen gebündelt. Die Commerzbank setze in beiden Kommunen auf Synergieeffekte. Außerdem würde nur eine Leitung benötigt.

Auf der Jahrespressekonferenz berichteten Jan Neumann und Matthias Schmidt, dass ihr Marktbereich im vergangenen Jahr insgesamt 250 neue Kunden dazugewonnen hat. Damit habe sich der Stamm gegenüber dem Vorjahr für Weyhe auf 4700 Kunden und für Achim auf 6900 Kunden vergrößert. Neumann merkt an, dass der Großteil der Kunden Geschäftsstellen nicht benötigt. Die Pandemie habe es gezeigt, dass Kunden verstärkt auf digitale Bank-Dienstleistungen zurückgreifen, die sogar rund um die Uhr verfügbar seien. Er glaubt, dass sich dieser Trend fortsetzt. „Wir können Beratungen per Video anbieten.“ Die Bank habe keine haptischen Produkte, man könne zudem alles per E-Mail regeln. Auch das Thema kontaktlose Bezahlung habe 2020 einen Sprung nach vorne gemacht. Eine Zahl könne Neumann für Weyhe zwar nicht nennen, aber es sei jetzt normal, auch kleinere Beträge zum Beispiel die Brötchen beim Bäcker mit der Karte zu bezahlen.

Hat die Liquidität der Weyher Kunden in der Corona-Zeit gelitten? Wie Neumann sagt, habe die Commerzbank sämtliche Arten von Krediten, also von der Hausfinanzierung bis zum Investitionskredit, auf Wunsch innerhalb von 48 Stunden ausgesetzt. Die Kunden hätten aber trotz Kurzarbeit keine Probleme gehabt, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Tilgung sei ausgesetzt worden, Kunden hätten nur die Zinsen bedienen müssen. Die Liquidität habe sich kontinuierlich verbessert.

Sorgen der Kunden stellten sich als unbegründet heraus. Im Bezirk Achim/Weyhe habe die Bank im Corona-Jahr 80 Familien in ein Eigenheim gebracht. Das Neugeschäft für Weyhe habe sechs Millionen betragen, der Bestand 40 Millionen. Zum Vergleich: In Achim betrug im gleichen Zeitraum das Neugeschäft acht und der Bestand 50 Millionen.

Von Sigi Schritt

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