Fertigstellung für Spätsommer 2018 geplant

Augenzentrum Leeste: Bauarbeiter rücken in wenigen Tagen an

Ein Schild zeigt, wie das Augenzentrum einmal aussehen soll. Es macht auf die baldigen Bauarbeiten aufmerksam. - Fotos: Ehlers

Leeste - Von Katharina Schmidt. In den nächsten Tagen beginnen die Bauarbeiten am neuen Augenzentrum Klatt am Henry-Wetjen-Platz in Leeste. Wo derzeit noch eine Wiese ist, soll laut Stadtplaner Christian Silberhorn bis zum Spätsommer 2018 ein Neubau entstehen, der Platz für die Praxis des Mediziner-Ehepaares Klatt, den Optiker Axel Hilkenbach und eine Apotheke bietet.

Zwei Geschosse, überwiegend graue Klinker, vereinzelte weiße Fassadenflächen und lange Fensterfronten: Der Entwurf des etwa 45 Meter langen Gebäudes wirkt gradlinig und modern. Das Augenzentrum wird insgesamt eine Nummer kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Konkrete Gründe für diese Änderung nennt Stadtplaner Christian Silberhorn auf Anfrage nicht. „So etwas kommt immer mal wieder vor“, erklärt er. Im Zweifel sei es eine wirtschaftliche Entscheidung.

Ein zunächst vorgesehenes Staffelgeschoss mit Wohnungen wird es den aktuellen Planungen zufolge zunächst nicht geben. Die Statik ermöglicht es laut Silberhorn theoretisch, diese zu einem späteren Zeitpunkt auf das zweite Geschoss aufzubauen.

Einige Weyher dürfte freuen, dass das Augenzentrum auf den Skizzen geschrumpft ist. Sie hatten bezüglich eines früheren Entwurfs Bedenken geäußert, dass ein zu wuchtiges Gebäude die Kirche überrage und das Ortsbild verschlechtere.

An der Zahl der Personen, die durch das Zentrum versorgt werden können, hat sich laut der Praxismanagerin Melanie Hoffmann durch die Umplanungen nichts geändert. Die Behandlungs- und Operationsräume sollen Kapazität für 100 bis 150 Patienten bieten. Dadurch entstehen neue Arbeitsplätze. „Momentan sind zehn Stellen ausgeschrieben“, informiert Hoffmann. Sie ist zuversichtlich, dass das Team darüber hinaus noch weiter wachsen wird.

Wo derzeit noch Wiese ist, sollen schon bald Augenärzte mit neuester Technik ihren Patienten helfen.

„Der operative Sektor ist für Weyhe eine große Veränderung.“ Chirurgische Eingriffe hatte die Praxis Klatt bisher nur an ihrem Standort in Bassum angeboten.

Die Planung und Ausführungen des Neubaus übernimmt das Leipziger Bauunternehmen Freyler. Zu dem geplanten Gebäude gehört ein großer Parkplatz an der Kirchstraße.

„Auf gutem Wege, mehr Parkraum zu schaffen“

Außerdem ist die Gemeinde derzeit dabei, den Verkehr rund um den Platz neu zu strukturieren. Sie ist nach Angaben von Christian Silberhorn auf „gutem Wege, zusätzliche öffentliche Parkplätze zu schaffen.“

Das Augenzentrum wird die südliche Kante am neuen Henry-Wetjen-Platz bilden. Alle Arbeiten an der neuen Leester Mitte laufen laut dem Stadtplaner „Hand in Hand“. „Im nächsten Jahr wird der Platz in neuem Glanz erstrahlen“, kündigt er an – vorausgesetzt, das Wetter spiele mit, es tauchten bei den Arbeiten keine archäologischen Funde auf, und auf der Baustelle passiere auch sonst nichts Unvorhergesehenes.

Eine Ausnahme in dem Zeitplan bildet das Kultur- und Bildungszentrum, das ebenfalls am neuen Henry-Wetjen-Platz angesiedelt werden soll. Bei diesem stehen die Planungen noch am Anfang.

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