Auftragsarbeit: Katrin Vossmann und Marvin Mattfeld besprühen Schulwand

Modersohn-Becker-Kunst im Street-Art-Gewand

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Katrin Vossmann aus Leeste hat zusammen mit Marvin Mattfeld aus Heiligenfelde (nicht auf dem Bild) im Rahmen einer Auftragsarbeit eine Außenwand der Erichshofer Paula-Modersohn-Becker-Grundschule verschönert.

Erichshof - Von Sigi Schritt. Street-Art trifft auf ein expressionistisches Werk der Künstlerin und Namensgeberin der Erichshofer Ganztagsgrundschule Paula Modersohn-Becker: Mit ihrem Graffiti-Werk haben Katrin Vossmann (17) und Marvin Mattfeld (19) bewiesen, dass der Spagat zwischen den Stilrichtungen gelingen kann. Und ganz nebenbei haben sie eine verunstaltete Wand der Schule in ein farbenfrohes Kleid gehüllt.

Die Initiatorin der Aktion, die Weyher Kunstbeauftragte Tina Fischer, sowie die Rektorin Susanne Paetsch sind ebenso voll des Lobes über die gelungene Auftragsarbeit wie die Pädagogin Heike Sommer. Die farbige Wand hat bereits viele Bewunderer, und zahlreiche Spaziergänger haben ihre Handys gezückt und Fotos gemacht.

Man muss das Werk etwas länger betrachten, dann offenbart es seinen Tiefgang, sagen die Pädagogen. „So sieht man erst auf den zweiten Blick, dass der Name unserer Schule zu lesen ist“, erklärt die Rektorin. Außerdem verwendeten die beiden Künstler auch die Farben, die auch die Worpsweder Malerin benutzt hatte. Perfekt integriert hätte das Duo auch das Schullogo – ein Bild der Malerin Paula Modersohn-Becker, das einen Knaben an einer Birke zeigt.

In nur sieben Stunden haben kürzlich die Leester KGS-Schülerin und der Abiturient aus Heiligenfelde in Gemeinschaftsproduktion das etwa 20 Quadratmeter große Wandbild fertiggestellt.

Neben dem Schulnamen bauten die beiden außerdem noch das neue Logo für das nächste Street-Art-Festival ein. Dieses Kunstprojekt, das besonders junge Menschen anspricht, hatte Tina Fischer aus der Taufe gehoben. Dort haben sich auch Mattfeld und Vossmann kennengelernt.

„Ich bin dankbar für die jungen Wilden“, sagt Fischer schmunzelnd. Über die Weyherin sagt sie, dass ‚Kati‘ ein Naturtalent sei. Sie habe ein „gutes Farbgefühl“ und „ein glückliches Händchen für Formen“, lobt die Kulturbeauftragte und sieht großes Talent bei der jungen Weyherin. Die 17-Jährige will sich nach dem Abi in Leeste beruflich in Richtung Medien- und Grafikdesign entwickeln. „Ich habe schon früher mit Bleistiften, Finelinern, Filzstiften und Markern Bilder gemalt, später kamen Öl und Acryl dazu.“ In der fünften und sechsten Klasse habe sie sich für Werken genauso interessiert wie für Häkeln und für die Verarbeitung von Stoffen. Nun schöpft Katrin Vossmann ihr kreatives Potenzial im Kunstleistungskurs bei Karin Reske aus. Als sie beim Festival vor einem Jahr das erste Mal eine Sprühdose in die Hand bekommen hatte, sprang der Funke für diese Kunstform über.

Bei der nächsten Auflage, am Sonnabend, 10. Oktober auf einem Parkplatz der Bahnhofstraße (hinter dem ehemaligen Maddox) will die angehende Abiturientin wieder dabei sein und möglicherweise selbst in den Wettstreit an der sogenannten Battlewand treten.

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