Musikalisches Zugpferd: Antilopen Gang

Aufmucken: Von Post-Punk bis Rap

Traten bereits auf dem Wacken-Festival auf und kommen nach Weyhe: Die Mitglieder von Watch Out Stampede. - Foto: Lars Wieters

Weyhe - Von Sigi Schritt. Für das Festival „Aufmucken gegen Rechts“ am Freitag, 15. Juni, hat das Kulturbüro der Gemeinde alle Bands zusammen, die auf dem Mühlenkamp auftreten sollen. Die Verträge seien unter Dach und Fach, hat die Kulturbeauftragte Tina Fischer jetzt verkündet. Das Organisationsteam hatte insgesamt fünf Formationen verpflichtet. Es gibt aber noch eine sechste Band, die auf die Bühne tritt. Welche Formation die Gelegenheit bekommt, soll bei einem Wettbewerb im Jugendhaus Trafo entschieden werden.

Das musikalische Zugpferd des Aufmucken-Festivals ist die bundesweit bekannte Formation „Antilopen-Gang“, die im vergangenen Jahr eine Tournee durch ausverkaufte Klubs und Hallen absolviert hat. Sie soll auch Besucher über die Grenzen der Region hinaus anlocken (wir berichteten).

Die Jungs von „Watch out Stampede“ aus der nahen Hansestadt Bremen bereichern ebenfalls das Aufmucken-Festival: Sie sind laut eigener Darstellung auf den Bühnen der Republik unterwegs und eine feste Größe innerhalb der innerhalb der sogenannten Post-Hardcore-Szene in Deutschland. Nachdem die Band um die beiden Frontmänner Andreas Hildebrandt und Dennis Landt (Vocals, Gitarre), ergänzt von Bassist Stefan Poggensee, Gitarrist David Werner und Trommler Tolga Özer, im Jahr 2011 in Eigenregie mehrere Songs zu einem EP-Werk zusammen fassten und veröffentlichten, folgte 2013 ein Cover. Die Musiker nahmen sich den US-Hit „Die Young“ von Kesha vor und erregten überregional einige Aufmerksamkeit. Nun plant die Band ihr erstes Studioalbum „Reacher“. Inhaltlich setzen sich die zehn Songs mit dem Thema Beziehungen auseinander: Dabei geht es den Jungs nicht nur um die Beziehung zwischen Mann und Frau, sondern auch zwischen Freunden untereinander und den gemeinsamen Wunsch, zusammen etwas zu erreichen.

„Anne.für.sich“ ist der Name einer Rockband, die auch aus Bremen stammt. In ihre Lieder fließen laut Fischer Indie und Rap ein. „Die Texte sind wortwitzig und ironisiert.“ Es dreht sich inhaltlich zum Beispiel um Gewohnheits-Alkoholismus. Ebenfalls im Rampenlicht steht an diesem Abend die Berliner Rapperin Sookee. Ihre Themen? Linke Politik und Sexismus, um Beispiele zu nennen.

Pop-Punk mit einer Portion Spielfreude und Humor serviert das nordische Trio Montreal. Die Melodien sind eingängig, und die Songs machen gute Laune.

Karten gibt es im Vorverkauf im Rathaus. Sie kosten bis zum 1. Mai 14 Euro, Abendkasse: 23 Euro. Tickets gibt es auch in allen Geschäftsstellen der Kreiszeitung.

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