„aufMUCKEn gegen Rechts“ in Leeste

1500 Musikfans rocken gegen Rassismus und Diskriminierung

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Montreal begleiten das „aufMUCKEn“ seit 2016 regelmäßig - und freuten sich dementsprechend, wieder mit dabei  zu sein.

Leeste - Von Marvin Köhnken. Neuer Ort, neue Dimension: Das „aufMUCKEn gegen Rechts“-Festival in Weyhe hat am Freitag 1500 Fans zum Mühlenkamp-Gelände nach Leeste gelockt. Mit dabei waren unter anderem die Antilopen Gang und die Berliner Rapperin Sookee.

Zuletzt zog das 2001 erstmals organisierte Rock-Festival aus der Mehrzweckhalle auf den Weyher Marktplatz (2014) und auf den Parkplatz vor der ehemaligen Diskothek „Maddox“ (2016). In jenen Jahren spielten die Bands im Rahmen des Gemeinde-Jubiläums beziehungsweise als Teil des vierten „StreetArt“-Festivals.

Nun hieß es am Freitag also: „Zurück zu den eigenen Wurzeln“ - nur dass diesmal ein ausgewachsenes Open-Air-Festival den Rahmen bildete. Mit Bands, die teilweise gemeinsam mit dem Festival über die Jahre hinweg groß geworden sind - oder die bewusst als bundesweit bekannte Zuschauermagneten nach Weyhe gelotst wurden.

Montreal im 360-Grad-Panorama:

Entsprechend groß war das Interesse der Musikfans - deutlich mehr als jemals zuvor. Alte „aufMUCKEn“-Wegbereiter standen Seite an Seite mit neuen Freunden des Festvials. Ab 17 Uhr - und wegen einiger technischer Schwierigkeiten ein wenig länger als geplant - betraten nacheinander sechs Bands die 60 Quadratmeter große Bühne.

„aufMUCKEn gegen Rechts 2018“ mit Sookee und der Antilopen Gang

aufMUCKEn gegen Rechts 2018 mit Sookee und der Antilopen Gang

Contest-Gewinner Maelføy aus Ganderkesse und Anne.Fuer.Sich aus Stuhr machten den Auftakt, Watch Out Stampede und Montreal - die beide für „aufMUCKEn“-Fans alte Bekannte sind - legten gemeinsam mit Sookee nach, um den Headlinern der Antilopen Gang einen gelungenen Auftritt zu ermöglichen.

Sookee gab dem Festival eine gute Note: „Mir geht es nicht um Orte, mir geht es um die Leute“, betonte die Rapperin aus Berlin, die sich in ihren Texten oft mit Sexismus und Diskriminierungen auseinandersetzt. „Also auf jeden Fall Lob an die Veranstalter heute vom "aufMUCKEn", dass sie das auch schon so viele Jahre durchziehen.“ Ein wenig Kritik gab es aber auch: „Ein paar mehr weibliche Acts fänd' ich nicht verkehrt, muss ich sagen. Aber das ist ja einfach auch ein Lernprozess.“

Bestes Wetter, gelungenes Ambiente

Bestes Wetter, eine Festival-gerechte Auswahl an Speise- und Getränkebuden sowie einige Stände, an denen die Besucher Merchandise-Artikel kaufen und sich über politische Aktivitäten informieren konnten, spielten den Organisatoren vom „Aktionsbündnis gegen Rechts Weyhe“ und der Weyher Kulturbeauftragten Tina Fischer ebenfalls in die Karten.

„aufMUCKEn“ - der Abend mit der Antilopen Gang

 © Sigi Schritt
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aufMUCKEn gegen Rechts - das Festival auf dem Mühlenkamp

 © Sigi Schritt
 © Marvin Köhnken
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 © Marvin Köhnken
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 © Köhnken
AufMUCKEn 2018 in Weyhe
 © Yasmine Goldschmidt
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AufMUCKEn 2018 in Weyhe
 © Yasmine Goldschmidt
AufMUCKEn 2018 in Weyhe
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Organisator Robert Steinbicker zeigte sich positiv vom Erfolg überrascht: „Früher hatten wir im Schnitt 500 bis 700 Besucher, dazu das neue Gelände. Das ist alles mindestens zwei Nummern größer und eine komplett andere Hausnummer.“ Sowohl sein Team als auch Bands und Zuschauer seien seines Wissens nach hochzufrieden.

 „Unser Ziel sollte es wieder sein, die Leute dazu zu bringen, zum „aufMUCKEn“ zu kommen, weil sie unser Festival geil finden - selbst wenn sie keine der Bands zu ihrem Favoriten zählen.“ Ob die nächste Gelegenheit dazu bereits in einem Jahr ansteht, konnte Steinbicker noch nicht bestätigen: „Wir stehen dem offen gegenüber, wollen uns aber erst im Lauf der Nachbetrachtung im Detail damit beschäftigen.“

Bürgermeister begrüßt mögliche Neuauflage

Auch bei der Polizei waren bis Samstagmittag keine Meldungen über negative Ereignisse im direkten Zusammenhang mit dem Festival gemeldet worden. Einzig Anrufe wegen der hohen Musiklautstärke und kleinere Delikte, die im Zusammenhang mit dem „aufMUCKEn“ stehen könnten, standen da zu Buche: Müll im Umfeld des Geländes und eine beschädigte Ampel, heißt es auf Nachfrage von kreiszeitung.de. Ein Gast sorgte weit nach Ende des Festivals unweit des Bahnhofs Kirchweyhe für Ärger und verletzte zwei Polizisten.

Weyhes Bürgermeister und Festival-Gast Andreas Bovenschulte warf bereits einen Blick in die Zukunft des Events und stellte eine Neuauflage im nächsten Jahr in Aussicht - wenn denn die Organisatoren wieder Lust zum „aufMUCKEn“ haben.

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