Artenreiches Waldgebiet wird im kommenden Jahr 20 Jahre alt

Grüne Lunge in Weyhe

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Ulf Panten vom Naturschutzbund zeigt eine Gruppe von Birken.

Melchiorshausen - Von Sigi Schritt. Zwischen den Straßen Böttcherei und der Melchiorshauser Straße befindet sich ein Areal mit hohen Bäumen, das bei Hundehaltern, Erholungssuchenden, Wanderfreunden, Reitern und Joggern gleichermaßen sehr beliebt ist. Das war nicht immer so. Nach rund zwei Jahrzehnten ist ein richtiger Wald entstanden. Das bietet einen Anlass zu einem Fest. Dazu regen Alt-Bürgermeister Edmund Irmer und Ulf Panten vom Naturschutzbund Weyhe für das nächste Jahr an.

Bis Mitte der 1990er-Jahre war das Gebiet noch eine durch die Landwirtschaft genutzte Fläche. Sie gehörte einer Leester Familie, erinnert sich Edmund Irmer. „Die Gemeinde hat die 12000 Quadratmeter umfassende Fläche gekauft.“

Der ehemalige Weyher Verwaltungschef begründet den Ankauf mit dem Umstand, dass der Rat vor zwei Jahrzehnten den Waldanteil der Wesergemeinde erhöhen wollte. Deshalb entschlossen sich die Ratsmitglieder zu einem größeren Aufforstungsprojekt in der Nähe des bereits bestehenden Landschaftsschutzgebietes Böttchers Moor.

Die Gemeinde hat daraufhin 1996 mehr als 50000 Stecklinge gepflanzt, berichtet Ulf Panten. „Und zwar in Baumgruppen um einen Artenreichtum zu gewährleisten.“

Unter der Regie des Forstamtes Syke entschloss sich die Gemeinde zu einer sogenannten Mosaikpflanzung. Bei einer wilden Mischung, so Panten, unterliegen die konkurrenzschwachen den -starken Bäumen. Das habe man damals aber nicht gewollt. Deshalb entschied sich die Gemeinde, unterschiedliche Baumarten wie Eiche, Birke, Lärche und Buche in einer Gruppe als Quartier zusammenzufassen. „Konkurrenzschwache Bäume werden zumindest im Zentrum ihrer Gruppe groß“, benennt Panten den Vorteil.

Es sei sogar nach vielen Jahren noch sichtbar, dass damals eine Maschine die Pflanzen im Abstand zwischen 100 und 150 Zentimetern in die Erde gesetzt hat. Denn die Natur hat Baumreihen entstehen lassen, zwischen denen die Erholungssuchenden tief in den Wald sehen können. Außerdem sind die alten Pflanzverbände sichtbar – die Rechnung ging also auf, einen Artenreichtum zu schaffen.

Das große Gebiet hat sich im Laufe der Zeit zu einer grünen Lunge in Leeste entwickelt. Die gilt es im nächsten Jahr zu feiern.

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