Sanierung der KGS Leeste

Architektin Tanja Remke: Nur noch Restarbeiten im Hattesohl-Trakt

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Ein Teil der ersten Etage der KGS Leeste ist bereits entkernt.

Leeste – Von Sigi Schritt. Die Kompaktsanierung der KGS Leeste ist in vollem Gang.

Architektin Tanja Remke vom Büro „Remke Partner Innenarchitekten“ gibt Auskunft zum Sachstand.

Was passiert momentan in der KGS Leeste?

Die Bauarbeiten laufen aktuell im sogenannten ersten Bauabschnitt, also dem Bereich des zukünftigen Kulturforums samt darüber liegendem Musikbereich. Die Abbrucharbeiten sind nahezu fertiggestellt, einige Restarbeiten werden in diesem Monat erledigt. Es beginnt nun der Trockenbau, und die neue Fassade wird voraussichtlich Ende des Monats eingebaut werden können.

Tanja Remke

Können Sie noch gut schlafen? Wie behalten Sie den Überblick?

Im Moment sind wir zwei- bis dreimal pro Woche für die Bauleitung vor Ort, um den Baufortschritt engmaschig zu begleiten. Weiterhin haben wir nach wie vor wöchentliche Jour fixe im Projektteam, hier werden alle Themen zeitnah besprochen und entschieden. Kombiniert mit entsprechender Projektmanagement-Software können wir so alle Themen im Überblick behalten.

Liegen die Arbeiten im Zeitplan?

Ja, wir liegen im Moment gut im Zeitplan und hoffen, dass das auch so bleibt. Die Unwägbarkeiten beim Bauen im Bestand bergen natürlich immer ein gewisses Risiko. Wir planen, in den Sommerferien mit dem ersten Bauabschnitt fertig zu werden.

Im Hattesohl-Trakt sind die meisten Kochplatten bereits angeschlossen.

Liegen die Kosten im Rahmen?

Wir hatten uns in der Planungsphase dazu entschieden, fast alle Gewerke für das Gebäude und nicht für jeden Bauabschnitt einzeln auszuschreiben. Das hat das Projekt für mögliche Auftragnehmer aufgrund der Auftragsgrößen sehr interessant gemacht und wir können positiv vermelden, dass die Kosten aktuell sehr genau im Rahmen liegen. Aber auch hier ist aufgrund des Bauens im Bestand sehr viel Wachsamkeit und eine sehr präzise Kostenverfolgung notwendig.

Welche Herausforderungen müssen Sie momentan bewältigen?

Wichtig ist für uns die Koordination der Gewerke vor Ort. Uns ist es wichtig, dass der erste Bauabschnitt sehr gut läuft und wir hier die Abläufe und Prozesse für alle weiteren Abschnitte festlegen. Daher suchen wir intensiv die Kommunikation und die fachliche Abstimmung mit den jeweiligen Gewerken.

Welche Erkenntnisse haben Sie überrascht? Und wie sind sie damit umgegangen?

Überrascht trifft es vielleicht nicht ganz, da wir ja wissen, dass es bei einer Bestandssanierung immer zu unerwarteten Erkenntnissen kommen kann. Wir haben zum Beispiel im Zuge der Abbrucharbeiten trotz eines Schadstoffkatasters an einigen Stellen Schadstoffe gefunden und haben natürlich sofort entsprechend reagiert und die Sicherheitsmaßnahmen nach Vorschrift angepasst. Aktuell beschäftigt uns die Ausführungsplanung der technischen Gewerke. Aufgrund durchaus „interessant“ angeordneter Regeldurchbrüche in den Betondecken müssen wir gemeinsam mit den Fachplanern sehr kreativ sein, um die Leitungsführung zu planen.

Sanierungsarbeiten an der KGS Leeste

 © Sigi Schritt
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Die erste Etage, in der sich einmal die Bücherei befand, wirkt wie ein Parkhaus ohne Markierungen. Wie geht es mit dem entkernten Gebäude in diesem Abschnitt weiter?

Hier werden ein Teil des Musikbereiches sowie Unterrichtsräume für die Jahrgangsstufe zehn entstehen.

Kommunikation ist Ihnen wichtig. Sie führten Schüler herum, die Mädchen und Jungen fungieren als Baustellen-Botschafter. Welche Rückmeldungen haben Sie von den Kindern und Jugendlichen erhalten?

Die Schüler sind sehr interessiert an den Vorgängen auf der Baustelle. Im Vorfeld sind wir oft gefragt worden, wann es denn mit den Baustellen-Botschaftern endlich losgehe. Das freut uns sehr, da es schon jetzt von einer Identifikation der Schüler mit ihrer neuen Schule zeugt. Dabei reichen die Fragen vom W-LAN-Netz über die Gestaltung der Räume bis hin zu dem Verbleib des Klaviers aus dem Forum. Wir werden diese Rundgänge regelmäßig durchführen, da uns auch hier der enge Austausch mit den Schülern am Herzen liegt.

Im Hattesohl-Trakt gibt es im zweiten Obergeschoss bereits eine fertig eingerichtete Küche mit Induktionsherden, Backöfen und Mikrowelle. Was ist noch zu tun, damit die Räume bezogen werden können?

Es sind noch kleinere Restarbeiten durchzuführen, unter anderem laufen noch Elektroarbeiten. Viel ist es aber nicht mehr, wir planen die Übergabe an die Schule zum kommenden Montag, sodass dort spätestens zum neuen Schulhalbjahr der Unterricht beginnen kann.

Ein Stockwerk tiefer sind die Schränke bereits montiert, sonst sind die Räume noch leer. Wie werden sie gefüllt?

Für die Ausstattung bedienen wir uns an den Bestandsmöbeln der Schule. Die bereits montierten Schränke kommen aus dem alten Textilbereich. Sie sind noch völlig intakt und geben den Räumen mit ihrem 70er-Jahre-Stil einen besonderen Charme. Auch die Möblierung aus Stühlen und Tischen wird übernommen, so können wir Kosten sparen.

Was wird bis zum Jahresende 2019 erledigt sein?

Gemäß Bauzeitenplanung werden wir im Sommer mit dem neuen Kulturforum und zum Ende des Jahres auch mit dem zweiten Bauabschnitt, dem Bereich Werken und Technik und der Oberstufe, fertig sein. Dafür muss alles reibungslos laufen, aber das gesamte Team hat dieses Ziel fest im Blick.

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