Arbeitsgruppe Marktplatz: Ergebnisse sind nicht bindend

Das Fontänenfeld ist nicht vom Tisch

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Bürgermeister Andreas Bovenschulte findet das neue Marktplatzhochbeet als Alternative zur Maskenbrunnen-Ruine gelungen.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Das Fontänenfeld ist nicht vom Tisch. Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat auf Anfrage gestern deutlich gemacht, dass die Arbeitsgemeinschaft Marktplatz, die jetzt unter Ausschluss der Öffentlichkeit getagt hat, gar keine Entscheidungen trifft.

Die Wasserspiele bleiben zumindest weiterhin eine Idee, an der die CDU festhält. „Es wird nur ein Meinungsbild erstellt, damit die Verwaltung die Richtung kennt, in die sie planen soll“, sagt CDU-Chef Dietrich Struthoff. Ideen gibt es viele: Sie reichen von einem Biergarten bis hin zur Schaffung von mehr als 100 zusätzlichen Parkplätzen, die jedoch ebenso bewirtschaftet werden könnten wie die vorhandenen auf öffentlichem Grund. Wohlgemerkt, das sind nur Gedankenspielereien. Bei einer Sache scheint der Würfel gefallen zu sein: Das Hochbeet, also der bepflanzte Maskenbrunnen, kommt bei der Bevölkerung sehr gut an. Das hatte bereits im Sommer eine nicht repräsentative Umfrage dieser Zeitung ergeben. Diesen Eindruck hat auch der Verwaltungschef. Das Problem der Marktplatz-Ruine wäre damit also elegant gelöst. Obwohl Bovenschulte persönlich dafür ist, den Brunnen als Hochbeet zu erhalten, hat der Rat das letzte Wort. Davor können die Bürger die Ergebnisse der Arbeitgemeinschaft diskutieren und weitere Vorschläge zur Marktplatzumgestaltung und -belebung einbringen. Im Ausschuss würden derzeit nur „Meinungen und Ideen hochgeworfen“, bindend sei das alles jedoch nicht, so Bovenschulte.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Seidel spricht sich persönlich für Wasserspiele aus, die den Marktplatz beleben sollen: Ob es ein 50 mal 50 Meter umfassendes Feld oder nur ein Mini-Brunnen wird, das müssen die Diskussion und der Bürgerdialog zeigen. Den Maskenbrunnen als Beet wolle er persönlich ebenfalls erhalten wissen: „Weshalb sollte man ihn jetzt wegschieben?“

Auch Günther Borchers (FDP) spricht sich für den Erhalt der roten Backsteinumrahmung des ehemaligen Brunnens aus. „Nichts ist auf dem Tisch und nichts vom Tisch. Es wird nur gedacht.“ Deshalb ist für den Liberalen der Bürgerdialog wichtig. Er gibt ein Beispiel: Eine Weyherin hätte seine Fraktion angeschrieben und sich für das Aufstellen von Findlingen ausgesprochen. Die Steine könnten dabei in einen Wasserkreislauf eingebunden werden. Außerdem könnten Kinder darauf klettern, so Borchers.

Der Arbeitskreis hat sich hauptsächlich mit der Parkplatzsituation im Umfeld der guten Stube von Weyhe befasst. Ziel sei es, das Parken entspannter zu gestalten, erklärt der Christdemokrat. „Darüber macht sich der Planer der Gemeinde Gedanken.“ Bürger, die sich einbringen möchten, können sich an die Parteien wenden. Wer dies in öffentlichen Veranstaltungen tun möchte, muss sich gedulden. Die sind laut Bürgermeister ebensowenig terminiert wie die Bauausschusssitzung, in der über die Verschönerung des Marktplatzes beraten werden soll.

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