Arbeitsgemeinschaft Heimtiere

Paul-Maar-Schule in Sudweyhe bewirtschaftet ein Aquarium und ein Vogelhaus

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Die Viertklässler überprüfen im Vogelhaus, ob die Tiere ausreichend Futter haben.

Sudweyhe - Von Sigi Schritt. Vögel üben in der Schule eine gewisse Anziehungkraft aus: Für die KGS Leeste hatte der promovierte Mediziner Bernd Falke ein Diorama aus ausgestopften gefiederten Tieren gestiftet, was insbesondere Besucher bei Veranstaltungen neugierig betrachten.

Etwas Ähnliches gibt es auch in einer Grundschule: In Sudweyhe setzt Rektorin Ingrid Lühmann nicht auf ausgestopfte Tiere in einem Schaubild, sondern auf höchstlebendige. Wer den Flur vom Lehrerzimmer in Richtung Aula läuft, kommt zwangsläufig an der Vogelvoliere vorbei: Der Käfig ist von einem feinmaschigen Draht umschlossen. Es gibt auf der Grundfläche von etwa sechs Quadratmetern einen Innen- und einen Außenbereich. Die Tiere können durch permanente Zugänge am Boden und in der Höhe hin- und herwechseln. Im Inneren leben Wellensittiche, Kanarienvögel, Zebrafinken und Wachteln.

An jedem zweiten Tag schaut Dörte Precht, pädagogische Mitarbeiterin der Schule, zusammen mit Schülern der Arbeitsgemeinschaft Haustiere nach den Vögeln. „Die Kinder sind zwischen acht und zehn Jahre alt. Sie lernen verantwortungsbewusstes Handeln, Fürsorge und Tierhaltung“, sagt sie. Die Aufgabe: Futter und Wasser auswechseln, das Haus säubern, Sitzgelegenheiten und Streugut für eine Sandbank austauschen. „Die Tiere seien für das Schulklima förderlich. Die Plätze in der AG sind heißbegehrt“, sagt Lühmann.

Förderverein schießt jährlich 100 Euro zu

Der Viertklässler Erik (9) hält zu Hause zwei Meerschweinchen und eine Katze, für die er Sorge trägt. Ihm macht es Spaß, sich für die Tiere einzusetzen. Er hat einen besonderen Bezug. „Mein Opa war es, der die Zebrafinken gezüchtet hatte.

Der Viertklässler Aron aus der Parallelklasse hilft dieses Mal mit, Wachteleier zu suchen. Sie befinden sich allerdings nicht im Innen- sondern im Außenkäfig. Unter aufgestellten Dachplatten haben die Tiere die Eier abgelegt. „Die Eier werden gesammelt, aber nicht gegessen“, sagt Lühmann und verweist auf gültige Vorschriften.

Die Tiere sind Folgen des Wirkens eines ehemaligen Hausmeisters, der jahrzehntelang als gute Seele der Bildungsstätte galt, so die Rektorin. „Einige Kinder möchten in den eigenen vier Wänden Tiere halten, sie dürfen es aber nicht. So können sie sich hier erfreuen. Und in der Tat: Es vergeht keine Pause, in der nicht Schüler sich für ihre gefiederten Freunde interessieren. Sie geben ihnen auch lustige Namen.

In den Ferien betreuen entweder die pädagogischen Mitarbeiter oder das Schulpersonal die Tiere. Neben den Vögeln können sich die Kinder auch Fische anschauen, die in einem Aquarium gegenüber schwimmen.

Zur Finanzierung des Futters schießt der Förderverein der Ganztagsgrundschule jährlich 100 Euro hinzu, der Rest wird von Spendengeldern bestritten, sagt die Schulsekretärin Anja Meyer.

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