Arbeiten an gemeindeeigenen Sporteinrichtungen kurz vor dem Abschluss

„Wir freuen uns, dass wir jetzt dran sind“

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Die Melchiorshauser Vereinsvorsitzende Birgit Sündermann und ihr Mann, Fußballspartenleiter Herwig Sündermann (r.), freuen sich über die neuen Duschen im Sportlerheim. Von der Gemeinde haben Ninos Jeddo (2.v.l.) und Fabian von Weyhe die 200000 Euro teuren Arbeiten betreut.

Melchiorshausen - Von Philipp Köster. Lange Jahre war Herwig Sündermann, Spartenleiter Fußball und einer der besonders Aktiven im TSV Melchiorshausen, nicht gut auf die Gemeinde zu sprechen. Aus dem Rathaus komme zu wenig Unterstützung. Der Verein müsse fast alles in Eigenregie machen, beklagte er sich. So hat der Verein zum Beispiel zwei der drei Fußballplätze selbst gebaut. Doch dieses Unbehagen dürfte jetzt Geschichte sein.

Denn seit dem Frühjahr lässt die Gemeinde das Sportnebenzentrum herrichten. Die Umkleiden für Tennis- und Fußballabteilung erstrahlen in neuem Glanz, die alten Duschen aus der Mitte der 1960er-Jahre sind neuen Anlagen gewichen, es gibt zusätzliche Abstellräume und Toiletten sowie neue Fenster. , sagt Sündermann. Das habe er auch schon den Parteien im Rat mitgeteilt, als die Politiker die 200000 Euro für die Sanierung bewilligt hatten. Nach Abschluss der Arbeiten in Kürze werde das Nebenzentrum „super in Schuss“ sein, zumal auch rund um den Hauptplatz neu gepflastert werde. Der werde 2016 neu gemacht.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte würdigt das ehrenamtliche Engagement der TSV-Sportler. „Es muss dann aber auch was von der Gemeinde kommen. Das wirkt sich auf die Stimmung im Verein aus.“ Umgekehrt wird man laut Sündermann „noch ärgerlicher, wenn man alles selbst erledigen muss. Und das Vereinsheim konnten wir nicht in Eigenregie modernisieren“.

Zufriedene Gesichter wird es in Kürze auch bei Sudweyher Sportlern und Schülern geben. Denn die Gemeinde saniert ebenfalls für 200000 Euro die 50 Jahre alte Sporthalle an der Grundschule. Der Dachboden wurde mit OSB-Platten verlegt, nachdem es vorher nur einen schmalen Steg gab, berichtet Astrid Bruns vom Fachbereich Bau, Planung und Umwelt. Die Asbestfaserzement-Eindeckung ist samt Rückständen verschwunden, die alte Konstruktion entfernt und das 800 Quadratmeter große Dach mit sogenannten Isopaneelen versehen, die bereits eine Dämmung enthalten. „Ein Paneel ist ein Meter breit, elf Meter lang und wiegt 120 Kilogramm. Es musste also ein Spezialkran kommen, der die einzelnen Elemente direkt aufs Dach gehoben hat“, sagt Bruns.

Weil nach der Ausschreibung noch ein wenig Geld übrig war, gibt es sogar noch eine neue Verglasung.

In der Halle hat eine Ahlener Firma den Parkettboden abgeschliffen und versiegelt ihn dieser Tage. Es folgen noch die Spielfelmarkierungen. Die Halle wird voraussichtlich am 12. September wieder freigegeben. Diese Arbeiten schlagen mit 17500 Euro zu Buche, die aus Instandhaltungsmitteln stammen.

Schon April waren Bruns zufolge drei Räume – Schulleitung, Sekretariat und ein Klassenzimmer – mit elektrisch betriebenem Sonnenschutz versehen worden. Kosten: 11300 Euro.

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