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Ehemaligenbörse: Schüler informieren sich über die Arbeitswelt

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Die Referenten stellen sich im Kulturforum vor.

Leeste - Von Anika Bokelmann. Ob nach der Hauptschule, mit Realschulabschluss oder Abitur – das Leben nach der Schule wirft bei jungen Leuten ähnliche Fragen auf. Welche Möglichkeiten habe ich zum Berufseinstieg, wo kann ich was machen und was erwartet mich überhaupt nach der Schule? Antworten bekamen Schüler am Samstag bei der Ehemaligenbörse an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste.

36 Dozenten beziehungsweise ehemalige Schüler und Externe hatten die Veranstalter um Sonja Eden, Vorsitzende des Förderkreises der KGS Leeste, eingeladen. Entsprechend breit war das Spektrum der Berufe an den Ständen in der Pausenhalle sowie der Informationsgehalt, den die Referenten bei ihren Vorträgen im Forum vermittelten. Im Forum hatte zur Eröffnung das Rock-Pop-Orchester der Schule unter der Leitung von Meike Diedrichs die Gäste begrüßt. Für die KGS-Schüler ist die Ehemaligenbörse eine Pflichtveranstaltung, denn „Hilfe bei der Berufsfindung gehört zu unserem Bildungsauftrag“, betonte Wolfram Boberski als didaktischer Leiter der Schule.

Die KGS Leeste sieht sich als Vorreiter der Ehemaligenbörse. So ist es nicht verwunderlich, dass die Veranstaltung bereits zum zehnten Mal über die Bühne ging. Wie es in Zukunft mit diesem Teil der Berufsorientierung weitergeht, ist derzeit noch offen. Denn das bisherige Organisationsteam mit der Förderkreisvorsitzenden Sonja Eden, Lehrerin Rita Nause und Wolfram Boberski als Beauftragtem für Berufsorientierung zeichnete dieses Mal zuletzt für die Börse verantwortlich. „Als zweite Vorsitzende werde ich natürlich weiter als Unterstützung zur Verfügung stehen“, sicherte Eden mit Blick auf ihren Rücktritt zu, ihren Nachfolger Peter Gesell zu beraten, wenn es um die Ehemaligenbörse im kommenden Jahr geht. Wie sich die Dinge entwickeln, müsse man sehen, so Eden.

Schüler mit Einrichtung verwurzelt

Zum runden Geburtstag der Ehemaligenbörse hatten die Organisatoren zusammen mit den Wirtschaftsprofilkursen des zehnten Jahrgangs viel Zeit investiert. „Die Schüler lernen einiges über Vorbereitungen, Korrespondenz und die praktische Arbeit zum Ausrichten eines solchen Events“, sagte Rita Nause.

„Die Ehemaligenbörse zeigt, wie sehr die Schüler mit unserer Einrichtung verwurzelt sind“, freute sich Sonja Eden, dass wieder zahlreiche ehemalige Absolventen der KGS den Weg zurückgefunden hatten. Während die Planungen viele Monate im Voraus beginnen, hatte Celina Fleischer erst am Freitagnachmittag erfahren, dass sie an einem Stand über ihre Ausbildung berichten soll. „Ich bin gerne spontan eingesprungen“, so Fleischer, die 2014 ihren Realschulabschluss an der KGS gemacht hat. Jetzt ist sie im ersten Lehrjahr an der Ludwig-Fresenius-Schule in Delmenhorst und lernt den Beruf der Ergotherapeutin. „Wir begleiten Patienten bei der Wiedergewinnung von täglichen Handlungsfähigkeiten“, erklärte die junge Frau am Stand und verdeutlichte dies an ihren Arbeitsmitteln wie Bastelbüchern und Geschicklichkeitsspielen, die Schlaganfallpatienten helfen, ihre Motorik zu fördern.

Begeisterung für den Beruf weitergeben

„Für mich ist es schön, die Begeisterung für den Beruf weiterzugeben“, so Celina Fleischer. Helke Meyer hatte sich als Schülerin der KGS gewünscht, dass Handwerksberufe vorgestellt werden. Jetzt berichtete sie von ihrer Lehre zur Tischlerin: „Man ist unglaublich kreativ und am Ende des Tages habe ich das Ergebnis meiner Arbeit in der Hand“, schwärmte Meyer. Nach ihrer Ausbildung im Sommer strebt sie eigenen Angaben zufolge die Meisterschule an. Den Interessierten riet sie, ein Praktikum zu machen, um einen Einblick zu bekommen. Sie selber habe auf diese Weise sogar ihren Ausbildungsvertrag bekommen.

Die Auszubildenden aus dem Kranken- und Pflegebereich, die im Eingangsbereich ihren Stand aufgestellt hatten, führten ebenso intensive Gespräche mit einzelnen Schülern wie die Polizeibeamten, Studenten, Erzieher und angehenden Lehrer. „Wir bieten ein niederschwelliges Angebot, weil die Schüler Bekannte als Ansprechpartner haben“, unterstrich Eden. Vor größerem Publikum sprachen Referenten zu Themen wie Auslandspraktikum und Betriebsrat. So erhielten die rund 400 KGS-Schüler und Gäste zahlreiche Eindrücke, die sich in der Cafeteria bei Getränken und den beliebten Knusperstangen, vom Förderkreis finanziert, besprechen ließen.

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