Wechsel an der Grünen-Fraktionsspitze

Annika Bruck löst Elmar Könemund ab

Die neue Fraktion der Grünen: (v.l.) Elmar Könemund, Sprecherin Annika Bruck, Hannelore Roitsch-Schröder und Wilfried Brasch. Es fehlt Alfred Schröder. - Foto: Partei

Weyhe - Von Philipp Köster. Elmar Könemund ist nicht mehr Vorsitzender der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen im Weyher Gemeinderat. Auf der konstituierenden Sitzung der fünfköpfigen Gruppe für die neue Ratsperiode verlor er am vergangenen Donnerstag die Abstimmung zur Wahl des Fraktionssprechers – wie es die Grünen nennen – gegen Annika Bruck. „Ich hätte gerne noch weitergemacht. Aber das Ergebnis ist voll in Ordnung“, unterstreicht der 61-Jährige.

Der Parteivorsitzende Könemund stand der Fraktion mehr als 15 Jahre vor. Außer in den drei jüngsten Ratsperioden von 2001 bis 2016 auch zuvor schon für einige Zeit, als er Maria Rychter abgelöst hatte. In den vergangenen fünf Jahren leitete der Sudweyher den Bauausschuss. Auch diese Zeit wird vorbei sein. Aufgrund des Wahlergebnisses haben die Grünen keinen Zugriff mehr auf einen Ausschussvorsitz. Sie verfügen in der kommenden Periode nur noch über fünf statt bisher acht Mandate. Die beiden großen Fraktionen hätten auch keine Anstalten gemacht, den Grünen den Posten anzubieten, sagt Könemund. „Ich persönlich hätte aber sowieso nicht weitergemacht, weil man als Ausschussvorsitzender nicht inhaltlich zur Debatte Stellung nehmen darf. Und das hat mich gestört.“

Auch einen ehrenamtlichen Bürgermeister werden – anders als voraussichtlich in Stuhr – die Weyher Grünen nicht stellen. Wollten sie vor fünf Jahren nicht, stünden die Zeichen aktuell nicht darauf, dass eine Kandidatur von den anderen Parteien unterstützt würde. „Wir haben darüber diskutiert und hätten es auch gemacht, aber wir haben keine positive Rückmeldung bekommen.“

Der Kreistagsabgeordnete Elmar Könemund wird aber aller Voraussicht nach dem Kreis-Bauausschuss vorstehen.

Die neue Fraktionssprecherin Annika Bruck unterstreicht, dass es keine atmosphärische Störung innerhalb der grünen Ratsgruppe gebe. Sie habe aber einen Generationswechsel an der Fraktionsspitze angestrebt, bestärkt auch durch die Tatsache, dass sie deutlich mehr Stimmen als Könemund bekommen habe. Das sei eine „Aussage“. „Es ist aber gut, dass Elmar noch da ist.“ Hintergrund: Könemund möchte in fünf Jahren sein kommunalpolitisches Engagement beenden. Die vierfache Mutter indes ist bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Zwar hatte sie nicht für den Kreistag kandidiert („Dafür ist mein Jüngster eben erst sieben Jahre alt“), doch für die Zukunft will die 40-Jährige das ebenso wenig ausschließen wie eine erneute Kandidatur für den Landtag.

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