Amphibienzäune sollen Tiere auf dem Weg zum Laichplatz schützen

Ulf Panten bittet um Rücksicht: Krötenwanderung kündigt sich an

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Tiere nehmen mitunter einen langen Weg auf sich, um zu ihren Laichplätzen zu kommen. Der Umweltbeauftragte Ulf Panten skizziert die Strecke.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Rechtzeitig zum Frühlingsanfang am Sonntag steigen die Temperaturen. Die für das Wochenende angekündigte milde Witterung weckt wieder die alljährlichen Wanderungsbestrebungen von Kröten, Fröschen und Molchen.

Wie der Umweltbeauftragte Ulf Panten gestern schilderte, begeben sich die Tiere nach Sonnenuntergang auf Wanderschaft und legen dabei schon mal Strecken von bis zu einem Kilometer zurück.

Der Rathausmitarbeiter bittet Autofahrer insbesondere an den Straßen Böttcherei und Am Weidufer für die nächsten drei Wochen um Rücksicht: Freiwillige Helfer haben Amphibienschutzzäune und Eimer aufgestellt, in die die Tiere hineinplumpsen sollen. Die Helfer sind auch nachts unterwegs und leeren die Eimer auf der anderen Straßenseite aus. Hat das Panten-Team im Jahr 2014 insgesamt 3300 Tiere gezählt, ist die Anzahl im vergangenen Jahr um 100 auf 3400 gestiegen.

Auch wenn manche Spaziergänger helfen wollen, ist es Dritten jedoch nicht gestattet, die Tiere in Eigeninitiative aus den Fangeimern zu entfernen, weil sie laut Panten zuvor erfasst werden müssen. Das sei wichtig für den Naturschutz. Auch der Stock, den Spaziergänger immer wieder aus den Eimern entfernen, müsse drin bleiben. „Er dient als Kletterhilfe für Mäuse und Käfer“, erklärt der Umweltbeauftragte.

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