Weyhe will „Café Kinderwagen“ realisieren / Angebot für Eltern mit Säuglingen

Alles rund ums Baby

Das Café Kinderwagen soll im Haus der Krippenkinder in Kirchweyhe umgesetzt werden.
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Das Café Kinderwagen soll im Haus der Krippenkinder in Kirchweyhe umgesetzt werden.
  • Lara Terrasi
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Kirchweyhe – Gute Nachrichten für Mütter, Väter oder Eltern mit Säuglingen, die sich mit anderen austauschen wollen: Die Gemeinde Weyhe möchte auch bei sich ein „Café Kinderwagen“ realisieren. „Das ist safe“, teilt Beate Pilath vom Fachbereich Bildung und Freizeit der Gemeinde mit.

Das Konzept habe sich in Bassum, Stuhr, Barnstorf, Bruchhausen-Vilsen und Sulingen gut bewährt, sodass es auch in  Weyhe umgesetzt werden solle. In Diepholz sei ebenfalls eins in Planung, verrät Pilath.

„Im vergangenen Jahr haben wir im Rahmen eines Treffens des Netzwerkes ,Frühe Hilfen‘ entschieden, es hier anzubieten.“ Zusammen mit der Netzwerkkoordinatorin Antje Glaser habe sie das Ganze in Schwung gebracht und organisiert.

„Circa Mitte Oktober wollen wir damit starten. Wir schauen natürlich, wie die Lage dann coronabedingt ist“, so Pilath. „Aber Oktober wäre toll. Wir scharren schon mit den Hufen“, fügt sie mit einem Lachen hinzu.

Das Café Kinderwagen ist ein kostenloses Angebot. Es richtet sich an Mütter und Väter oder Eltern mit Kindern, die zwischen 0 und einem Jahr alt sind. Anmeldungen seien nicht nötig, sagt Pilath. Es solle ein Ort sein, an dem die Familien beraten, unterstützt und informiert werden. Sei es bei Fragen zur Ernährung, der Gesundheit, der Entwicklung oder der Schlafgewohnheiten des Kindes.

Ort und Zeitraum stehen ebenfalls fest: jeweils mittwochs von 14.30 bis 16 Uhr im Bewegungsraum des Hauses der Krippenkinder an der Kirchweyher Heide 2.

„Es ist dann so getimt, dass die Krippenkinder in der Zeit in ihren Räumen sind.“ So seien die Gruppen voneinander getrennt. „Es soll gemütlich sein, und bei Trinken und etwas zu Knabbern sollen sie in den Austausch kommen und ihre Fragen stellen.“ Das Ziel sei, dass die Menschen die kommen, sich willkommen fühlen – und das in einer „netten Atmosphäre“.

Die Kinder können Kontakt zueinander aufnehmen und zusammen spielen. Die Kosten für Spielzeug, Bücher und Krabbeldecken übernehme der Landkreis. Die Stillberaterin und Krankenschwester Hannelore Otto sowie die Erzieherin Sylvia Fehner-Gaumann hätten sich zur Verfügung gestellt und werden vor Ort sein, um die Familien in den anderthalb Stunden zu beraten. Otto werde vom Landkreis finanziert, Fehner-Gaumann von der Gemeinde. Pilath lobt das Engagement der Erzieherin: „Sie arbeitet schon lange in der Gemeinde. Da sie in dem Haus der Krippenkinder arbeitet, kennt sie sich dort gut aus. Wir freuen uns, dass sie diese Extrastunden macht. Es ist toll, solche Leute im Team zu haben.“ Pilath erklärt: „Andrea Niemann ist die Leiterin des Hauses der Krippenkinder und hatte die Idee, das Haus auch für andere zu öffnen. Sie ist auch in dem Netzwerk und hatte für das Café die Räume angeboten.“

Wieso richtet sich das Angebot an Babys im ersten Lebensjahr? „Im Landkreis gibt es wenig Angebote für dieses Alter. Danach gibt es reichlich. Wir haben eine Lücke und die möchten wir schließen“, sagt Pilath. Sie betont, dass es keine kostenlose Krabbelgruppe sein soll. Sie glaube, dass der Bedarf in der Gemeinde Weyhe da ist. „Es muss sich natürlich auch erst mal rumsprechen und das wird, denke ich, etwas dauern.“ Sie ergänzt: „In den Krippen wurde die Erfahrung gemacht, dass Eltern mit Kleinkindern Fragen hatten.“

Sie freut sich auf das Café Kinderwagen:. „Ich bin ganz gespannt, wie das angenommen wird und was für Fragen kommen. Ich möchte auf jeden Fall den Start mitbekommen“, sagt Pilath mit einem Lächeln. Und wenn Corona es erlaubt und „wir mit vielen Leuten da sein dürfen, dann will ich beim ersten Mal auch dabei sein“. Laut Pilath ist es auch möglich, dass ein Mitarbeiter des Fachteams für Integration der Gemeinde bei Bedarf dabei ist. „Dazu gehören Fachberater, Physiotherapeuten und Logopädinnen. Die begleiten die Kinder, die ein Handicap haben in den Integrationsgruppen.“ Im Café Kinderwagen könnten Jungen und Mädchen also auch Sprach- und Physiotherapie sowie heilpädagogische Unterstützung bekommen, „wenn Interesse daran besteht“. Pilath hoffe, dass der Regelbetrieb am 1. August wieder aufgenommen werden könne. „Und wenn das Land ,ja‘ sagt, dann wollen wir auch an den Start gehen.“

Von Lara Terrasi

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