Aldi und Rewe: Vertreter ziehen positive Bilanz nach Verlängerung der Parkzeit

Dauerparker verdrängt – Umsatz gesteigert

Schauen nach, ob in den Autos eine Parkscheibe liegt: Mitarbeiter des Unternehmens Fair Parken. Sie seien für diese Firma auch Ansprechpartner für Kunden.
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Schauen nach, ob in den Autos eine Parkscheibe liegt: Mitarbeiter des Unternehmens Fair Parken. Sie seien für diese Firma auch Ansprechpartner für Kunden.

Nach Protesten und nach einer Berichterstattung in dieser Zeitung haben sich Aldi und Rewe dafür entschieden, die Parkraumbewirtschaftung anzupassen.

  • Aldi und Rewe haben in Kirchweyhe eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt und damit Dauerparker auf ihrem Privatgelände verdrängt.
  • Der Rewe-Kaufmann Adnan Mayhoub berichtet, dass zu Spitzenzeiten Parkplätze frei sind. Das sei nicht immer so gewesen. Die Folge: Er habe Umsatzsteigerungen registriert.
  • Außerdem wurde Höchstparkdauer angepasst.

Weyhe – Wer auf dem Kirchweyher Aldi-/Rewe-Parkplatz seinen Wagen abstellt, muss eine Parkscheibe benutzen. Außerdem muss ein Fahrer oder eine Fahrerin seit Jahresbeginn die Höchstparkdauer beachten. Lag diese zur Einführung der neuen Regeln noch bei 1,5 Stunden, so ist sie nun auf 120 Minuten verlängert worden. Das zeigen die neuen Schilder, die der Parkraumbewirtschafter Fair Parken auf dem Privatgelände aufgestellt hat.

Kunden und Vertreter der Supermärkte ziehen nach der Korrektur der Parkhöchstdauer-Grenze eine positive Bilanz.

Selbst zu Stoßzeiten gebe es einen Parkplatz, sagen Kunden. Sie müssten nicht mehr herumkurven, sondern würden immer eine Lücke finden. Darum geht es, sagt Adnan Mayhoub, der den Rewe-Markt betreibt. Er hätte definitiv eine Umsatzsteigerung in den Spitzenzeiten am Freitag und am Samstag bemerkt, sagt er. Kunden würden es erleben, dass „sie sofort einen Parkplatz finden“.

Wer eine Parkscheibe vergisst, bekommt eine im Rewe-Geschäft

Wer eine Parkscheibe vergisst, könne eine bei ihm und seinem Team bekommen, so Mayhoub. Dass die Einführung der Parkraumbewirtschaftung in den Sozialen Medien diskutiert wurde, habe er mitbekommen. Seit der Verlängerung der Parkzeit habe Mayhoub jedoch keine negative Resonanz wahrgenommen.

„Es ging darum, Dauerparker fernzuhalten“

Es sei von Anfang an darum gegangen, Dauerparker, die mehrere Stunden einen Parkplatz belegen, fernzuhalten. Dieses Ziel sei erreicht. Durch die Verlängerung der Parkdauer sei es nicht nur möglich, in beiden Verbrauchermärkten einzukaufen, sondern es sei noch möglich, in Ruhe ein Eis zu essen oder bei Schüttert noch ein Buchgeschenk zu besorgen, so Mayhoub.

„Die Kunden haben sich in die Situation gut eingefunden“

„Die Kunden haben sich in die Situation gut eingefunden“, sagt Longinus Flenker, Leiter der Abteilung Immobilien und Expansion der Aldi Immobilienverwaltung. An ihn seien ebenfalls wie an den Rewe-Kaufmann Mayhoub keine negativen Äußerungen herangetragen worden. Er halte die Parkraumbewirtschaftung für eine „praktikable“ Lösung.

Sollen Automaten und Schranken aufgebaut werden?

Wer sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durchliest, bekommt den Eindruck, dass Automaten und Schranken aufgestellt werden sollen. Flenker stellt auf Nachfrage klar, dass das perspektivisch nicht angedacht sei. Kunden sollen jederzeit eine ausreichend große Menge an Parkplätzen zur Verfügung haben. Nur darum gehe es.

Auch das Unternehmen Fair Parken bewertet die Anhebung der Parkhöchstdauer positiv, wie Sabine Klaas von der zuständigen Agentur Makefield auf Anfrage berichtet. Autofahrer in Kirchweyhe würden sich an die Regeln halten. „Für viele Kunden von Supermärkten und Handelsketten ist es mittlerweile selbstverständlich, die Parkscheibe während des Einkaufs sichtbar ins Auto einzulegen“, so Klaas.

Rewe-Kaufmann Adnan Mayhoub sagt, dass Kunden, die mal die Parkscheibe vergessen, und ein Ticket bekommen hätten, sich bei ihm melden, den Bon zeigen. Dann würde der Betrag bei Fair Parken storniert. Stimmt das? „Das ist richtig. Mit einer kulanten Stornierungsregelung kommt Fair Parken Kunden entgegen, die einmal vergessen haben, die Parkscheibe ordnungsgemäß einzulegen. Wenn der betroffene Fahrer nachweisen kann, dass sie oder er zum entsprechenden Zeitpunkt einkaufen war, gibt es klare Kulanzregelungen. Als Nachweis gilt ein Kassenbeleg des Einkaufs“, so die Unternehmenssprecherin. Sollte es einmal zu Beschwerden kommen, so könnten die Kunden sich direkt an die Parkraumbewirtschaftungsfirma wenden. Das Service-Team sei unter der Telefonnummer 0211 / 95 43 37 11 von Montag bis Samstag erreichbar. Alternativ sei auch eine Kontaktaufnahme per E-Mail an info@fairparken.com möglich. Auch die Mitarbeiter vor Ort – zu erkennen an ihrer blauen Dienstkleidung – seien laut Sabine Klaas Ansprechpartner für alle Rückfragen.

Von Sigi Schritt

Um 30 auf 120 Minuten erhöht: Die Höchstparkdauer.

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