Airbus und DLR School Lab schließen Verträge mit Hundertwassergrundschule

Begeisterung für die Weiten des Weltalls wecken

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Götz Anspach von Broecker (Airbus Defence and Space) sowie Dr. Dirk Stiefs, Leiter des School Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, und Rektorin Ingrid Delgehausen unterzeichnen in der Schulaula Kooperationsverträge.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Als Captain Future mit seiner Comet oder Captain Kirk mit der Enterprise via Bildschirm ins All düsten, weckten diese TV-Serien den Wunsch vieler Schüler, sich mit dem Weltraum zu beschäftigen und beispielsweise später Physik oder Ingenieurswissenschaften zu studieren. Kinder schauen heute nicht mehr den Star-Trek-Crews zu, sondern schalten den Baumeister Bob oder Castingshows ein. Die Hundertwasserschule geht deshalb seit Jahren einen in Deutschland einmaligen Weg, um bei Schülern das Interesse an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu wecken und zu fördern. Die Bildungsstätte kooperiert mit dem School Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Unternehmen Airbus Defence and Space. Gestern haben deren Vertreter entsprechende Verträge unterzeichnet und die Partnerschaft offiziell bestätigt.

„Je früher wir das Interesse wecken, desto besser, zumal in der Oberstufe die Entscheidungen längst gefallen sind, ob ein Schüler einen Beruf mit naturwissenschaftlichem Hintergrund anstrebt“, sagt Dirk Stiefs. Der promovierte Wissenschaftler leitet in Bremen eines von insgesamt zwölf Schülerlaboren in Deutschland. Üblicherweise sind seine jungen Gäste erheblich älter. Bis jetzt. Grundschüler seien auch begeisterungsfähig, das habe das Pilotprojekt mit der Hundertwasserschule gezeigt, so Stiefs. Die Leester hätten beispielsweise mit Papierfliegern und Hubschraubern exakt die gleichen Versuche in der Turnhalle veranstaltet wie der Astronaut Alexander Gerst auf der Raumstation ISS, berichtet der Forscher. Außerdem hätten die Weyher erfolgreich im DLR-Labor durch Experimente überprüft, ob sich ihre vor einem Versuch geäußerten Annahmen bestätigten oder nicht.

Die Airbus-Vertreter Peter Heckmann und Götz Anspach von Broecker von Airbus sehen in den Grundschülern enormes Potenzial. „Sie stellen gute Fragen“, sagt Heckmann, der das Projekt ins Rollen gebracht hatte. Er hofft, dass die Elternvertretung und der Schulvorstand der KGS Leeste den eingeschlagenen Weg fortsetzen.

Die Verträge regeln, dass alle Schüler der Grundschule in der dritten Jahrgangsstufe die Möglichkeit bekommen, das DLR School Lab zu besuchen. Außerdem unterstützt Airbus im Rahmen dieser Kooperation die Lehrkräfte, die sich spezifisches Wissen im Hinblick auf die Raumfahrt aneignen wollen, etwa durch Führungen oder Fortbildungen. Auch die Hilfe bei der Erstellung von Lehrmaterial, die Förderung von Arbeitsgemeinschaften und Projekttagen sind geplant.

Götz Anspach von Broecker will das Leester Leuchtturmprojekt in der Metropolregion Bremen/Oldenburg versuchen, mit Hilfe einer Stiftung bekannter zu machen, damit auch andere Grundschulen sich für Raumfahrt und Besuche bei Airbus interessieren.

Der Airbus Defence and Space-Standort Bremen ist das europäische Kompetenzzentrum für bemannte Raumfahrt, Trägerraketen und Weltraumrobotik. Der traditionsreiche Standort im Norden Deutschlands ist mit rund 1.000 hochqualifizierten Mitarbeitern verantwortlich für wesentliche Beiträge Europas zur Raumfahrt.

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