Bürgerversammlung im Rathaus 

GS Agri: Baubeginn im Frühjahr geplant

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Noch ist hinter dem Baum ein Acker. Ab dem Frühjahr soll auf diesem Areal eine Getreideannahmestelle der Genossenschaft Agri errichtet werden. 

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Genossenschaft Agri kommt dem geplanten Wechsel des Standorts innerhalb Weyhes ein Stück näher. Es zeichnet sich ab, dass das Unternehmen aus Schneiderkrug (Kreis Cloppenburg) ein Gelände in Melchiorshausen beziehen wird. Allerdings nicht mehr eines an der Bundesstraße 6, sondern – wie von einer Bürgerinitiative – vorgeschlagen eines an der Ristedter Straße. Das hat der zuständige GS-Agri-Bau- und Projektmanager Jürgen Focke auf Anfrage bestätigt.

„Wir möchten möglichst bald mit dem Vorhaben starten. Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 angesetzt. Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, lässt sich jetzt noch nicht sagen“, so Focke.

Die Gemeinde hatte sich in den vergangenen Monaten eine entsprechende Ackerfläche gesichert (wir berichteten). Es geht um zwei Flurstücke (160/3 und 160/5 der Flur 13 der sogenannten Gemarkung Leeste). „Wir halten den Standort an der Ristedter Straße für sehr gut geeignet und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde als auch mit den betroffenen Nachbarn und Anliegern“, sagt der Bau- und Projektmanager.

Da für dieses Gebiet aber kein Baurecht besteht, hatte der Verwaltungsausschuss in einer nichtöffentlichen Sitzung den Beschluss gefasst, den Bebauungsplan Nr. 28 (67/111) „Ristedter Straße“ aufzustellen. Außerdem hatte das Gremium die 13. Änderung des Flächennutzungsplanes in einem Parallelverfahren angeschoben.

„Wir halten nach wie vor an dem Neubau fest“

Zum aktuellen Sachstand wollen Gemeinde und das Unternehmen auf einer Bürgerversammlung informieren. Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 22. November, um 18 Uhr im Rathaus.

„Wir halten nach wie vor an dem Neubau einer landwirtschaftlichen Geschäftsstelle mit Düngemittellagerhalle, Getreidelager und Verkaufsräumen für Haus- und Gartenmarktartikel sowie für landwirtschaftliche Produkte fest“, erläutert Focke auf Anfrage. „Auf dem Gelände soll ein Getreidelager in Form von Rundsilos entstehen, das eine zügige und emissionsarme Ernteabwicklung sicherstellen soll“, so Focke weiter. Es sei noch nicht klar, wie viele Türme benötigt werden. Die Zahl, die Katharina Krause von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Genossenschaft nennt, variiert zwischen vier und sechs. Inklusive aller technischen Anlagen soll die Höhe rund 30 Meter nicht übersteigen. Eine Zeichnung könne das Unternehmen deshalb noch nicht mitschicken, weil sie sich noch in der Entwicklung befinde und daher noch nicht freigegeben sei, erläutert Krause. Auf dem Gelände wird laut Focke künftig auch eine sogenannte AHL-Flüssigdünger-Tankstelle und eine Tanksäule für Dieselkraftstoff betrieben.

Genossenschaft nimmt die Sorgen der Bürgerinitiative ernst

Die Genossenschaft nimmt die Sorgen der Bürgerinitiative ernst: „Der Bau eines Mischfutterwerks ist nicht geplant und auch für die Zukunft ausgeschlossen“, sagt der Projektleiter.

Was ist mit den Arbeitsplätzen in Leeste? „Alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle ziehen zum neuen Standort um und müssen sich einarbeiten. Ob weitere Arbeitsplätze dazukommen, wird sich zeigen, ist zumindest nicht ausgeschlossen.“

Die Bürgerinitiative Melchiorshausen bittet Interessierte, sich auf der Versammlung über den aktuellen Stand der Dinge und die Auswirkungen der GS-Agri- Ansiedelung zu informieren.

Bei weiteren Fragen zu der Versammlung können sich Interessierte auch telefonisch unter Ruf 04203/71101 oder per E-Mail an silberhorn@weyhe.de an die Gemeinde wenden.

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