Dreyer Milchautomat der Familie Kuck

Ärger über Eier- und Kartoffeldiebe

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Die Blumen blühen, die Temperaturen steigen – und auch die Zahl der Kunden im Verkaufsstand erhöht sich. 

Dreye - Von Katharina Schmidt. Vor rund fünf Monaten haben Gerrit und Wiebke Kuck am Weserdeich in Dreye den ersten Milchautomaten in der Gemeinde Weyhe in Betrieb genommen. Zeit für eine Bilanz: Laut dem Paar könnte das Geschäft etwas besser laufen – bisher hätten sie aber auch kaum Werbung für die Selbstbedienungshütte gemacht. Mit den Temperaturen steige zudem die Zahl der Kunden. Einen Grund zum Ärgern gebe es allerdings: Eier- und Kartoffeldiebe.

Im Durchschnitt fehlen rund drei Prozent von dem, was eigentlich in der Kasse sein müsste, berichtet Gerrit Kuck auf Anfrage dieser Zeitung. Der Verlust halte sich somit zwar im Rahmen, sei aber dennoch lästig. An den schlimmsten Tagen würden bis zu zehn Euro fehlen.

Laut Kuck stehlen die ungebetenen Gäste vorwiegend Kartoffeln und Eier. Diese können sich Besucher – anders als die durch einen Automaten ausgeschenkte Milch – direkt nehmen. Das Geld dafür kommt in eine Milchkanne, die als Kasse dient. Eigentlich. Gerrit und Wiebke Kuck schätzen, dass hinter den unbezahlten Lebensmitteln nicht immer böse Absicht steckt. Manche Kunden würden vielleicht vergessen, Pfand für die Milchflaschen zu zahlen. Oft könnten sie allerdings genau nachrechnen, dass jemand zum Beispiel einen großen Sack Kartoffeln geklaut hat.

Das Ehepaar spielt mit dem Gedanken, eine Kamera zu installieren – von dem Geld, den sie durch nicht bezahlte Lebensmittel schon verloren haben, hätten sie sich bereits eine solches Gerät anschaffen können, vermutet Wiebke Kuck.

„Die Eier, die laufen sehr gut“

Auf dem Hof am Weserdeich leben etwa 30 Kühe. Mit ihrer Milch befüllen die Kucks jeden Tag ihren Milchautomaten in der kleinen Verkaufshütte. In den derzeit angeschlossenen Tank passen 100 Liter, aber auch ein 200-Liter-Tank steht bereit. Die Rohmilch, die am Ende des Tages übrig bleibt, bekommen die Kälber.

An den besten Tagen verkaufen sie mehr als 50 Liter, erzählt Gerrit Kuck. An manchen Tagen seien es hingegen nur 15. Mit etwas Werbung und Sonne erhofft er sich eine Steigerung, der Verkaufsstand sei immerhin noch recht jung. „Die Eier, die laufen sehr gut“, sagt er. Am vergangenen Sonntag habe er 240 Stück verkauft. „Der beste Tag bisher.“ Eier und Kartoffeln beziehen die Hofbesitzer von ausgewählten Betrieben, die teilweise zur Verwandschaft gehören.

Die meisten Käufer sind Stammkunden. Insgesamt ist Kuck zufolge an Wochenenden deutlich mehr los. Das könnte mit dem Standort direkt am Weserradweg zusammenhängen. Für den Standort des Automaten spricht auch die nahegelegene und viel genutzte Umgehungsstraße. Die Türen des Verkaufsstands sind täglich von 5.30 bis 22 Uhr geöffnet.

Mehr Infos auf dem Facebook-Profil der Familie Kuck: www.facebook.com/Hof.Kuck.am.Deich

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