ADFC reinigt rege frequentierten Knotenpunkt in der Leester Marsch

Schottersteine in der Größe von Hühnereiern

+
Diese Schottersteine gefährden Radler.

Leeste - Mit Schaufel und Besen haben Aktive des Allgemeinen deutschen Fahrradclubs (ADFC) Weyhe eine Gefahrenstelle für Radfahrer in der Leester Marsch beseitigt. Fünf Mitglieder reinigten am Sonnabend den seit Monaten mit Schotter übersäten Kreuzungsbereich zwischen der Weidenstraße und der Querverbindung Kirchweyhe – Brinkum. Der Knotenpunkt ist vorerst wieder gefahrlos befahrbar.

Schottersteine bis zur Größe von Hühnereiern lagen am Kreuzungspunkt der intensiv genutzten Radverkehrsverbindungen Leeste – Arsten und Kirchweyhe – Brinkum. „Die Wege durch die Leester Marsch werden von sehr vielen Fahrrad-Berufspendlern und Freizeit-Radlern benutzt. Im Winter hätte der ADFC 100 Nutzer gezählt, im Sommer seien es deutlich mehr, sagt ADFC-Mitglied Holger Opitz.

„Weil die mit Schotter verunreinigte Kreuzung eine offensichtliche Gefahrenstelle war, haben wir kurzerhand zur Selbsthilfe gegriffen und die Kreuzung freigeräumt“, berichtet Opitz.

Der Fahrradclub führt die gefährliche Situation auf mangelhafte Bauarbeiten im Anschluss an das Verlegen von Internet-Kabeln zurück. „Dort wurden im Auftrag eines Kommunikationsunternehmens Glasfaser-Leitungen vergraben. Seit dem Abschluss der Bauarbeiten liegt der Schotter in der Kurve“, sagt Sprecher Dieter Verhey.

Die Firma habe die Fahrbahn lediglich mit einer wenig haltbaren Decke und Schotter verschlossen. Sobald Trecker um die Kurve führen, lösten sich die Steine aus der Decke heraus und würden von den Reifen mitten auf die Fahrbahn geschleudert. Mit der Zeit bilde sich dann ein gefährliches Geröllfeld genau dort, wo die Radfahrer um die Kurve fahren, sagen die ADFCler. „Da alle Wege in diesem Bereich asphaltiert sind, rechnen Radfahrer nicht unbedingt damit, dass nun gerade in der Kurve, wo Bodenhaftung ganz besonders wichtig ist, Schotter in großen Mengen auf der Fahrbahn liegt“, sagen Verhey und Opitz.

Verhey rechnet nach Abschluss der Säuberungsarbeiten damit, dass der Fahrradclub die Aktion bald wiederholen muss: „Jeder Trecker wühlt wieder neuen Schotter in die Kurve.“

Die Weidenstraße und auch der kreuzende Weg befindet sich im Eigentum des „Realverbands Leester Marsch“. Die Wege sind laut der Radler-Organisation dennoch „quasi-öffentlich“, das bedeute, jedermann dürfe dort nach dem niedersächsischen Gesetz über die Landschaft und die Forsten mit dem Rad fahren, auch müsse man in Kauf nehmen, dass ein solcher Weg nicht immer im besten Zustand ist oder dass er auch mal verdreckt sein kann. Gleichwohl stelle der mitten an die Kurve gekippte Schotter eine Gefahr auf dem vom öffentlichen Verkehr intensiv genutzten Weg dar, kritisieren die Aktiven.

Der ADFC bittet Radfahrer, die an dieser Stelle gestürzt sind, sich an den Fahrradclub zu wenden.

ps/pk

www.adfc-weyhe.de

Mehr zum Thema:

Geheimdienst-Kontrolleure: Umgang mit Gefährdern neu ordnen

Geheimdienst-Kontrolleure: Umgang mit Gefährdern neu ordnen

Tim Wiese gibt Autogrammstunde in Apotheke

Tim Wiese gibt Autogrammstunde in Apotheke

Trump wendet sich radikal vom Klimaschutz ab

Trump wendet sich radikal vom Klimaschutz ab

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

Meistgelesene Artikel

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Frage zum Frühlingserwachen: „Wer braucht schon Moore?“

Frage zum Frühlingserwachen: „Wer braucht schon Moore?“

Frühjahrskonzert mit musikalischer Reise 

Frühjahrskonzert mit musikalischer Reise 

Unfallszenario mutet auf den ersten Blick etwas rätselhaft an

Unfallszenario mutet auf den ersten Blick etwas rätselhaft an

Kommentare