Schnuckelige gute Stube bis 2021

Abrissarbeiten am alten Leester Rathaus beginnen im Oktober

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Das Luftbild zeigt es: Wenn bald eine Sottrumer Firma das alte Rathaus und die dahinter liegenden Nebengebäude abreißt, können die Leester Kirchengemeinde und die Werbegemeinschaft auf einem großen Platz den Weihnachtsmarkt feiern.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Leester müssen sich im Oktober von ihrem alten Rathaus verabschieden. Wie Stadtplaner Christian Silberhorn am Freitag auf Anfrage berichtete, richtet das Sottrumer Unternehmen ATR ab dem 9. Oktober die Baustelle für das Gebäude samt Garagen und Nebenanlagen ein. Eine Woche später sollen die Bagger rollen.

In unmittelbarer Nähe der Kirche verliert der Ortsteil nach dem Abbruch des Pfarrhauses zwar ein weiteres Haus, es gewinnt allerdings bis zum Jahr 2021 zusammen mit dem neuen Kultur- und Bildungszentrum eine schnuckelige gute Stube.

Gemeindebibliothek kommt an die Leester Straße

„Wir sind noch in der Planungsphase Null“, sagt Stadtplaner Christian Silberhorn und begründet, weshalb derzeitige Pläne des Landschaftsarchitekten-Büros Kilian und Frenz Vorentwürfe sind. Sie geben jedoch einen Eindruck, wie der neue Platz gestaltet werden kann.

Die neue Leester Mitte wird begrenzt von der Marienkirche, der Alten Wache, dem Gemeindehaus und dem Augenzentrum mit Operationsräumen des Ärztepaares Klatt aus Bassum (samt Apotheke und Optikergeschäft) sowie dem neuen Kultur- und Bildungszentrum. Für dieses Ensemble hinter der Alten Wache – das Haus mit der „Sonderbar“ und dem Bauernhaus daneben – hat die Gemeinde den Kauf noch nicht abgeschlossen, sei aber auf bestem Weg, versichert Silberhorn. In das Gebäude mit dem Schaufenster soll die Gemeindebibliothek im nächsten Frühjahr einziehen. „Zunächst provisorisch mit eingeschränkten Betrieb, doch dann ist sie bereits am neuen Standort.“ In einem halben Jahr kommt sie also an die Leester Straße, und sie ist sichtbar. „Das wird neue Nutzer animieren, einen Blick hineinzuwerfen.“ Besonders im Winter blieb die Leester Gemeindebibliothek über viele Jahre in der ersten Etage der KGS versteckt, kritisierten die Nutzer.

Bürgermeister-Stellvertreterin Ina Pundsack-Bleith und Planer Christian Silberhorn stellen die Leester Mitte vor.

Für Silberhorn ist eine Bibliothek nicht nur eine Einrichtung mit einer Buchausleihe, sondern ein modernes Medienzentrum.

Architekturwettbewerb für das Mediencafé

„Bücher sind Kulturgüter und bieten haptisches Vergnügen. Wir möchten Menschen mit Literatur und Medien in Kontakt bringen.“ Ob die Nutzer wie die in der neuen Stuttgart-21-Bibliothek am Mailänder Platz auch Originale oder Drucke von Künstlern ausleihen können? Details stehen in dieser Planungsphase noch nicht fest, so Silberhorn. Das Mediencafé, das sich an dieses Ensemble anschließt, wird erst gebaut. Wie es aussieht, entscheidet ein Architektenwettbewerb, kündigt der Rathausmitarbeiter an. Ein größerer Veranstaltungsraum sei nicht vorgesehen, weil es schon einen im Gemeindehaus der evangelischen Kirche gibt.

So könnte einmal der neue Henry-Wetjen-Platz aussehen. Das Augenzentrum in der oberen Ecke wird eine Nummer kleiner ausfallen.

Da das Augenzentrum nach bisherigem Stand eine Nummer kleiner als ursprünglich geplant ausfällt, entsteht möglicherweise ein Bildungsboulevard. Er könnte die Front des Mediencafés mit einem Gebäude der Volkshochschule verbinden. Denn das könnte am Rand des Parkplatzes des langjährigen Ärztezentrums laut Silberhorn errichtet werden. Hinter dem Augenzentrum soll Platz für 100 Parkplätze geschaffen werden. Autos dürften auf dem neu gestalteten alten Henry-Wetjen-Platz parken. Zwei Bauminseln sollen stabile Beton-Kanten mit einer veränderten Höhe bekommen, die gleichzeitig als Sitzgelegenheiten dienen. Der freie Raum bietet die Möglichkeit, ein großes Schützenzelt aufzubauen. Doch wer denkt, dass es in der guten Stube Remmidemmi wie auf dem Weyher Marktplatz geben soll, der irrt. „Es werden keine lauten Open-Air-Veranstaltungen werden“, kündigt Silberhorn an.

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