Schützenpräsident kommentiert Diskussion um Verschärfung des Waffenrechts

„Aber lasst uns unsere Sportgeräte“

Die „Regierungsspitze“ des Schützenvereins Kirchweyhe (v.l.): Adjutant Sven Kläning, Vizekönig Michael Moritz und Schützenkönig Jürgen Hahn. - Foto: Büntemeyer

Kirchweyhe - Von Heiner Büntemeyer. Die gemeinsamen Umbauarbeiten an der Kirchweyher Schützenhalle haben unter den Kirchweyher Schützen offenbar auch für einen positiven Schub im Vereinsleben gesorgt, denn Vorsitzender Herbert Jung hatte beim Wettbewerb um die Königswürde sogar „ein gewisses Gerangel“ unter den Schützen gespürt. Jürgen Hahn ging aus diesem „Gerangel“ schließlich als neuer Schützenkönig hervor.

Für seinen Vorgänger Sven Kläning blieb der Posten des Adjutanten – Michael Moritz wurde Vizekönig.

Bei der „Entkrönung“ von Sven Kläning bedauerte der Vorsitzende, dass ihm nur ein sehr kurzes Königsjahr vergönnt gewesen sei, weil der König im vorigen Jahr wegen der Bauarbeiten erst im November gekrönt werden konnte. Aber immerhin sei es dem Verein gelungen, die Schützenhalle zu sichern, aus der die Schützen sonst spätestens 2018 hätten ausziehen müssen. „Ob wir dann wieder ein neues Domizil gefunden hätten, ist sehr fraglich“, begründete Jung noch einmal die Investition für den Kauf des Grundstückes, auf dem die vereinseigene Halle einst errichtet worden war.

Zur Proklamation begrüßte er auch große Delegationen der Nachbarvereine Sudweyhe und Lahausen sowie Horst Heitmann, den Präsidenten des Bremer Schützenbundes und Walter Huntemann, den Präsidenten des Schützenkreises Niedersachsen-Weyhe.

Während Heitmann zahlreiche Kirchweyher Schützen für langjährige Mitgliedschaft oder für besondere Verdienste auszeichnete, kritisierte Huntemann die wieder auflebende Diskussion um eine Verschärfung des Waffengesetzes. Schützen brauchten keine automatischen Waffen, sie lehnen auch Schreckschusswaffen ab, die wie echte Waffen aussehen. „Aber lasst uns unsere Sportgeräte“, forderte er, Schützen seien „Musterknaben“ im Bereich der Sicherheit.

Bevor Vorsitzender Jung und Sportleiter Peter Schiebahn den neuen König proklamierten, zeichneten sie die Gewinner des Firmen- und Pokalschießens aus. Dabei habe es eine „überragend gute“ Beteiligung gegeben. Einige dieser ungeübten Schützinnen und Schützen hätten durchaus das Zeug, erfolgreiche Sportschützen zu werden, lobte der Vorsitzende Jung.

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