Lions sind zufrieden mit ihrem Fest 

4. 000 Besucher kosten Wein für den guten Zweck

Das Weinfest zieht die Massen an, die Stimmung ist ausgelassen. - Fotos: Ehlers

Kirchweyhe - Von Maren Jensen. Halbtrockener Grauburgunder oder Chardonnay leicht nussig – Weinliebhaber und -kenner haben sich am Wochenende beim Weinfest des Lions Club Bremer Süden verwöhnen lassen. Zur 16. Auflage der Veranstaltung auf dem Kirchweyher Marktplatz kamen nach Angaben der Organisatoren mehr als 4 000 Gäste. Sie saßen am Freitag und Sonnabend bei guter Musik bis in die späten Abendstunden zusammen. Der Erlös des Wochenendes ist für Weyher Familien in Not gedacht.

Viele Besucher kamen aus der Umgebung. „Wir sind jedes Jahr mit dabei“, bekannte etwa Oliver Mandalka aus Heiligenrode. Der 53-Jährige findet besonders den Zweck der Veranstaltung klasse. Dem stimmte auch seine Frau Sabine zu. „Die Stimmung ist dadurch sehr angenehm“, sagte sie. Auch junge Familien ließen es sich auf dem Fest schmecken. Neben Brezeln, Flammkuchen, Gambas und holländischem Käse war auch Bier im Angebot, zum zweiten Mal erst bei dieser Veranstaltung.

„Das Fest ist sehr familienfreundlich“, fand Daniel Hartmann aus Leeste. Gemeinsam mit seiner Frau und Tochter verweilte der 37-Jährige lange auf dem Marktplatz. Sogar ein Junggesellinnenabschied wurde gefeiert. Mit pinkfarbenem Haar und ihrer sogenannten „Braut-Security“ – Freundinnnen aus Bassum, Wilhelmshaven und Schwaförden – feierte die aus Bramstedt kommende Hanka Weber (33) ausgelassen: „Hier ist viel los und gute Stimmung. Perfekt für einen Junggesellinnenabschied.“.

Winzermeister Hans-Peter Schneickert hatte den Weg aus Rheinhessen nach Kirchweyhe zurückgelegt. Mit seiner Frau leitet er das Familienweingut Schneickert. Besonders hohe Verkaufszahlen erzielte er mit den Weinsorten Riesling und Grauer Burgunder. Letzterer hat in Deutschland in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Den Gästen schien die eher sommerliche Weinsorte sehr gut zu schmecken.

Das Weinfest zieht die Massen an, die Stimmung ist ausgelassen. - Fotos: Ehlers

„Die Kirchweyher wissen eben, wie man feiert“, sagte Reinhard Birkholz aus Gessel und lachte. Seine Begleitung Bärbel Rolfs aus Barrien besuchte das Weinfest zum ersten Mal. „Besonders den Holländer finden wir gut“, erzählte sie. Mit herzhaften Käsespießen, holländischen Souvenirs und diversen Weinsorten lockten Freunde der Veranstalter aus Holland, der Lions Club Goor, viele Gäste an. „Wir helfen gerne den Familien im Norden, genau wie die Lions bei uns in Holland helfen, wenn wir sie darum bitten“, sagte Verkäufer Anton van der Strate. Er war zum sechsten Mal dabei. „Ich bin sehr glücklich, dass so viele Menschen da sind und uns in unserem Vorhaben unterstützen“, sagte er.

Mehr als 1. 500 Arbeitsstunden hatten allein die rund 30 Lions-Mitarbeiter in die Organisation der Veranstaltung gesteckt. Von der Beschaffung der Ware über den Auf- und Abbau bis hin zur Besetzung der Verkaufsstände waren die Lions für alles verantwortlich. Das Fest dehnt sich zunehmend aus. Innerhalb von sechs Jahren verdoppelte sich die Anzahl der Stände. In diesem Jahr waren es zwölf.

Einer der Initiatoren im Jahr 2001 war Jörn Krehl, Geschäftsführer des Weinladens „Viva“, der jedes Jahr mit seinem Stand vertreten ist. „Die Atmosphäre ist wirklich toll, und wir sind sehr dankbar für das tolle Wetter“, sagte er.

Ähnlich empfand es Hans-Peter Schneickert: „Was will man mehr als fachkundige, niveauvolle Gäste und eine angenehme Stimmung. Wir sind wirklich zufrieden.“

Auch der kurze Regenschauer am Freitagabend trübte die Stimmung nicht. Schnell schlüpften die Besucher unter die aufgebauten Zelte, tanzten und sangen mit einem Glas Wein in der Hand unbeirrt zur Musik.

Weinfest in Weyhe

„Die Leute sind sehr zufrieden, eine bessere Motivation gibt es nicht“, sagte der Pressesprecher des Lions Club Bremer Süden, Jürgen Lemmermann. Wie viel Geld letztendlich zusammengekommen ist, verraten die Lions traditionell nicht. Vor einem Jahr halfen sie mit dem Erlös beispielsweise Kindern mit Mangelerscheinungen. „Die Momente, in denen man merkt, dass man etwas bewegen kann, machen einen sehr glücklich“, sagte der ehemalige Vorsitzende und Präsident der Lions, Harald Böhnke. Der 69-Jährige legte selbst Hand ans Messer und lockte die Gäste mit zartem Serrano-Schinken zum edlen Wein. „Auf diese Weise helfen zu können, ist unbezahlbar.“

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