31-Jährige prüft nach Vandalismusschäden Regressansprüche

Maren-Kathrin Diekmann neue Justiziarin im Rathaus

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Die neue Justiziarin der Gemeinde, Maren-Kathrin Diekmann, an ihrem Schreibtisch im Rathaus. Sie beerbt die Matthias Lindhorst im Amt.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Maren-Kathrin Diekmann heißt die neue Justiziarin der Gemeinde, die Matthias Lindhorst im Amt beerbt hat. Lindhorst, jetzt neuer Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, und Bürgermeister Andreas Bovenschulte haben die 31-Jährige gestern im Rathaus vorgestellt.

Die Volljuristin hat ihren neuen Job im August angetreten. Sie habe sich bereits gut in die Verwaltungsvorgänge eingearbeitet, lobt ihr Vorgänger Lindhorst. Neben der Prüfung von Kaufverträgen und Bescheiden wie zum Thema Gewerbesteuer, vertritt die 31-Jährige die Kommune auch bei Gericht. Das sei in den vergangenen drei Monaten bereits ein Mal vorgekommen, sagt sie. „Vor Gericht bin ich eher diplomatisch“, erläutert Diekmann ihre Vorgehensweise. Wenn es bei der Rechtsfindung mehrere Möglichkeiten gibt, zum Ziel zu kommen, bespricht sie den Fall mit dem Leiter des Fachbereichs 1 und – wenn das Thema in die nächste Ebene gehen sollte – mit dem Verwaltungsvorstand. Maren-Kathrin Diekmann hat kompetente Ansprechpartner, denn wie sie sind auch Lindhorst und Bovenschulte Verwaltungsjuristen. Die Ausbildung habe er ja nicht vergessen, so Bovenschulte. Im Unterschied zur juristischen Aufarbeitung eines Falls durch die neue Rathausmitarbeiterin sieht Bovenschulte seine Aufgabe darin, eine Gesamtsicht zu erstellen, die auch die politische Komponente beinhaltet. Maren-Kathrin Diekmann kann laut Bovenschulte viel tiefer in ein Thema einsteigen: „Sie hat eine ganz andere Prüfdichte.“

Die Weichen für einen Dienst in der Gemeinde hat Maren-Kathrin Diekmann früh gestellt. Geboren 1984 in Achim, hat sie nach dem Abitur in der Nachbarkommune ein Freiwilliges Soziales Jahr auf Kreta absolviert, um nach eigenen Angaben in einem Tagungszentrum Deutschen das Thema Orthodoxie näher zu bringen. In Göttingen studierte sie Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Öffentliches Recht.

Sie arbeitete im Rahmen ihres Referendariats in Oldenburg bei der Rentenversicherung und als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Uni Osnabrück. Dort promoviert sie derzeit zum Thema „Menschenrechtliche Grenzen des Rückführungsverfahrens in Europa“. „Das ist ein sehr aktuelles Thema“, lobt Bovenschulte.

Derzeit bearbeitet Diekmann Regressansprüche der Gemeinde. Jugendliche hatten an Himmelfahrt Vandalismusschäden an der Kirchweyher KGS und Grundschule verursacht. Es geht bei den Graffiti-Schäden (wir berichteten) um einen Betrag in Höhe von 4000 Euro, den die Gemeinde von den Verursachern zurückfordert, hieß es.

Im Fall der zerschlagenen Scheiben an der KGS sei die Justiziarin noch bei der Ermittlung der Schadenshöhe, die sie ebenfalls gegenüber dem Verursacher geltend machen will.

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