Per Knopfdruck Gutes getan

1700 Euro an Lions Club: Kirchweyher Edeka-Kunden spenden Pfandbons

Kleiner Zettel, große Hilfe: Manuela Kayser (links) und Andreas Schreckenberg freuen sich über einen hohen Betrag, der durch Pfandflaschen-Spenden erwirtschaftet wurde.
+
Kleiner Zettel, große Hilfe: Manuela Kayser (links) und Andreas Schreckenberg freuen sich über einen hohen Betrag, der durch Pfandflaschen-Spenden erwirtschaftet wurde.

1700 Euro haben die Kunden des Edeka-Marktes Husmann in Kirchweyhe in den letzten neun Monaten per Knopfdruck am Pfandautomaten dem Lions Club Bremer Süden gespendet. Der will damit karitative Projekte in der Gemeinde unterstützen und zieht nach einem durchwachsenen Jahr Bilanz. 

Kirchweyhe – Auf dem unscheinbaren Flaschenpfand-Bon, den Manuela Kayser in der Hand hält, steht ein noch unscheinbarerer Geldbetrag: 30 Cent. Doch die stellvertretende Marktleiterin des Edeka Husmann in Kirchweyhe weiß, dass auch kleine Beträge in Summe Großes bewirken können. Und genau das taten der Markt und der Lions Club Bremer Süden in den letzten Monaten.

Wobei sowohl Kayser als auch Dr. Andreas Schreckenberg, Präsident des Lions Clubs, die Lorbeeren nicht für sich selber einheimsen wollen. Diesen Ball spielen beide denjenigen zu, die letztlich mit ihren Spenden hauptsächlich dafür gesorgt haben, dass der Lions Club von nun an weitere 1 700 Euro für seine karitativen Projekte zur Verfügung hat: den Kunden des Marktes. „Einfach toll von den Kunden“, sagt Andrea Kayser, die darauf verweist, dass die schwere Corona-Zeit jeden treffe.

Spende per Knopfdruck ein „glücklicher Zufall“

Und genau deshalb kam ursprünglich auch der Kontakt zwischen Edeka und Lions Club zustande, wie Lions-Club-Pressesprecher Jürgen Lemmermann zusammenfasst: „Durch die Pandemie sind uns viele Einnahmequellen weggebrochen.“ Bedeutet für die Lions: Kein Weinfest im August, kein Frühlingsmarkt mit angeschlossener Tombola, auch keine Möglichkeit, sich sonst öffentlich zu präsentieren und für die eigene Sache zu werben. Von daher sei die Kooperation am Pfandautomaten für den Club ein „glücklicher Zufall“, zeigt sich Lemmermann dankbar und erleichtert.

Und so lief die im März gestartete Aktion ab: Kirchweyher Edeka-Kunden hatten nach der Abgabe ihres Pfandgutes die Möglichkeit, vom Automaten keinen Bon ausdrucken zu lassen, sondern den Betrag per Knopfdruck im System als Spende hinterlegen zu lassen. Darauf weist auch eine ausführliche Beschilderung an den Geräten hin.

1304 Einzelspenden

Die Bilanz nach einem guten Dreivierteljahr liest sich gut: 1 495 Euro in 1 304 Einzelspenden landeten im System und nun in den Händen von Andreas Schreckenberg – nicht jedoch, bevor Marktleiter Florian Husmann den Betrag auf runde 1 700 Euro aufstockte. „Für einen Verein, der hauptsächlich von regionalen Aktivitäten lebt, ist das sehr hilfreich“, weiß der Mediziner Schreckenberg das Engagement des Marktes und dessen Kunden zu schätzen.

Regionale, überregionale und internationale Projekte

Doch auch wenn das Corona-Jahr 2021 den Lions einige Striche durch die Rechnung gemacht hat, blickt der Verein auf eine unter diesen Umständen beachtliche Bilanz an Hilfsprojekten im vergangenen Jahr zurück. Besonders berührend ist die Geschichte einer Weyher Familie, deren Neugeborenes sich aus medizinischen Gründen in einem kritischen Zustand befunden hat und in einem Spezialkrankenhaus dringend behandelt werden musste. Der Lions Club Bremer Süden half, indem er der Familie durch die Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten in dieser Zeit ermöglichte, bei seinem jüngsten Familienmitglied zu sein. Die Geschichte hatte ein Happy End, das Kind konnte nach erfolgreicher Behandlung wieder nach Hause.

Regional unterstützte der Verein zudem die Anschaffung eines Transporters für die Syker Tafel. Am Transport von Sachspenden nach Madona in Lettland, der Partnerstadt Weyhes, organisiert durch den Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Weyhe und Madona, beteiligten die Lions sich ebenfalls finanziell. Und auch die Weihnachts-Kinder-Hilfsaktion „Familien in Not“, von Lemmermann als „unser Klassiker“ bezeichnet, fand in 2020 wieder Anklang; über 200 Kinder profitierten.

Überregional verteilte der Lions Club gemeinsam mit der Bahnhofsmission Bremen Weihnachtspakete an Obdachlose und Hilfsbedürftige. Zudem unterstützte der Club eine Handwerkergruppe bei ihrem Einsatz nach der Flutkatastrophe im Ahrtal. Und international half er an Aids erkrankten Kindern eines Kinderheimes im kenianischen Nairobi.

Pfandbon-Aktion läuft weiter

Das Geld, das durch die Pfand-Spenden der Weyher Bürgerinnen und Bürger zusammengekommen ist, soll allerdings in Weyher Projekte fließen. „Das Geld geht in die Gemeinde“, verspricht Schreckenberg.

Übrigens: Auch in Zukunft können Kirchweyher Edeka-Kunden ihre Bons per Knopfdruck dem Lions Club und damit dem guten Zweck zugutekommen lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Radfahrer in Barver: Angefahren. Liegen gelassen. Tot.

Radfahrer in Barver: Angefahren. Liegen gelassen. Tot.

Radfahrer in Barver: Angefahren. Liegen gelassen. Tot.
Claudia Meyer ist neue Kita-Leiterin

Claudia Meyer ist neue Kita-Leiterin

Claudia Meyer ist neue Kita-Leiterin
Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte
Urologie Diepholz: 9.000 Patienten und neuer „Zertrümmerer“

Urologie Diepholz: 9.000 Patienten und neuer „Zertrümmerer“

Urologie Diepholz: 9.000 Patienten und neuer „Zertrümmerer“

Kommentare