Cho(h)rwurm und Solosängerin Petra Müller begeistern in Nordwohlder Kirche / Von „Santa Luzia“ bis „Another Rock an Roll Christmas“

Weihnachtslieder besinnlich, klassisch und rockig

+
Cho(h)rwurm der Kreismusikschule begeisterte in Nordwohlder Kirche. ·

Nordwohlde - Von Dieter NiederheideEin guter Ruf eilt ihm voraus und dem wurde am Sonnabend in der Nordwohlder Kirche der gemischte Chor mit dem außergewöhnlichen Namen „Cho(h)rwurm“ mehr als gerecht.

Das kann auch ohne Einschränkung von Petra Müller geschrieben werden. Die klassische Sängerin (Alt) war mit den Weihnachtsliedern aus der Feder von Peter Cornelius (1824–1874), der sich selbst als einen „Dichterkomponisten“ bezeichnete, eine Bereicherung des Abends.

Mit dem Syker Hermann Böttcher am E–Piano hatte Petra Müller einen musikalischen Begleiter zur Seite, mit dem sie seit Jahren zusammenarbeitet. Die gesangliche und musikalische Harmonie des Duos war bei Cornelius' Werken wie „Die Hirten“, „Der Christbaum“ oder „Christkind“ deutlich hörbar. Es war ein Genuss, den gemischten „Cho(h)rwurm“ unter dem Dirigat von Sabine Kanitz, Musikpädagogin mit Hochschulabschluss, vor dem Altar der Saalkirche (Ursprung um 13. Jahrhundert) zu hören und die Freude der Chormitglieder am Gesang zu erleben.

Sabine Kanitz hat den Chor der Kreismusikschule seit seinem Bestehen 1998 als Dirigentin zu einem Klangkörper geformt, der die Spannbreite von besinnlich-geistlich bis temperamentvoll, von klassisch bis rockig beherrscht. Letzteres wurde am Sonnabend unter anderem deutlich bei „Another Rock and Roll Christmas“. Der Einzug des Chores mit dem Kanon „Magnificat“ wurde zu einer feinen Einstimmung auf das Konzert.

Neben „Tochter Zion“ (Georg Friedrich Händel) und „Gebor’n ist uns Emanuel“ (Michael Praetorius) war es eine Freude am Konzertbeginn Händels „Freue dich, Welt“ zu hören. Zu einem Erlebnis wurde auch das „Ach, mein herzliebes Jesulein“ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Mit dem neapolitanischen Lied „Santa Luzia“ (unter anderem bekannt vom Luziafest skandinavischer Länder) machte der Chor (dem auch Mitglieder aus Bassum angehören) auf seine ganz besonderen Qualitäten aufmerksam. Gekonnt – nicht nur der Sprachbeherschung wegen – die Vorträge des altfranzösischen Weihnachtsliedes „Il est ne‘, le divin Enfant“ und des Spirituals „Glorious Kingdom“. Mit einem langanhaltendem Beifall dankten die Zuhörer. Der Cho(h)rwurm“ verabschiedete sich unter anderem mit dem Engel-Kanon. Ver-ständlich, dass man sich in Nordwohlde und umzu auf den nächsten Auftritt des Chores freut.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Multiplayer-Postapokalypse: "Fallout 76" im Test

Die Multiplayer-Postapokalypse: "Fallout 76" im Test

Azubis kicken in der Rotenburger Bodo-Räke-Halle für den guten Zweck

Azubis kicken in der Rotenburger Bodo-Räke-Halle für den guten Zweck

In Malé zeigen sich die Malediven von einer anderen Seite

In Malé zeigen sich die Malediven von einer anderen Seite

Pressestimmen zum letzten DFB-Spiel des Jahres: „Hauch vom Confed Cup“

Pressestimmen zum letzten DFB-Spiel des Jahres: „Hauch vom Confed Cup“

Meistgelesene Artikel

2 500 Burpees – Schwitzen für das Hospiz Zugvogel

2 500 Burpees – Schwitzen für das Hospiz Zugvogel

Dorfgebiet wird Wohngebiet: Stadt ändert Bebauungsplan „An der Grawiede“

Dorfgebiet wird Wohngebiet: Stadt ändert Bebauungsplan „An der Grawiede“

Frank Holle will Nachfolger von Niels Thomsen werden

Frank Holle will Nachfolger von Niels Thomsen werden

Pastorin Christina Ernst verlässt Twistringen

Pastorin Christina Ernst verlässt Twistringen

Kommentare