Renaturierung des Blanken Schlatts: NABU setzt sich für Erhalt der Artenvielfalt ein

Die Weiden fressen das Moor auf

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Mitten im nebeligen Moor kämpfen die aktiven NABU-Mitglieder Ulf Walek (l.) und Peter Jacobsen um die Erhaltung des einzigartigen Lebensraums im Blanken Schlatt. ·

Barrien - Dichte Nebelschwaden zogen gestern über das Übergangsmoor Blankes Schlatt, als Vertreter des NABU Syke und Umgebung Auskunft über das aktuelle Projekt in dem Barrier Landschaftsschutzgebiet gaben. Bereits seit September laufen die Arbeiten zur Renaturierung des Randbereichs des Moors.

Der größte Teil des etwa drei Hektar großen Areals ist im Übergang vom Nieder- zum Hochmoor und damit ein sehr wichtiger Standort für seltene Tier- und Pflanzenarten. Doch das Gebiet droht zu verlanden. Insbesondere Birken und Weiden nehmen den Torfmoosen und anderen moortypischen Pflanzen den Lebensraum.

Um die Artenvielfalt zu erhalten, sei es dringend notwendig, die Randbereiche des Blanken Schlatts zu renaturieren, erläutert Ulf Walek vom NABU Syke.

„Die Weiden breiten sich über das Wasser aus und schlagen Wurzeln. Sie fressen das Moor von außen auf.“ Aus diesem Grund investierten die ehrenamtlichen Mitglieder des NABU seit September etliche Arbeitsstunden und entfernten Weidebüsche mit ihren Wurzeln aus dem Graben und dem Moosbereich. Da das Vorhaben nicht allein in Handarbeit zu leisten war und ist, beteiligen sich einige Fachfirmen an diesem Projekt.

Damit die Bagger genügend Platz für das Herausreißen der Weidengebüsche haben, wurde am Rand des Gebiets zunächst eine freie Arbeitsfläche geschaffen. Ein Graben wurde mit Erde eines angrenzenden Walls aufgefüllt und ein alter Zaun abgebaut. Direkt vor Ort sägten und häckselten die Helfer dann das Holz, das nun als Brennmaterial verwendet werden soll.

„Es ist wichtig, dass wir die Maßnahmen in Abschnitten machen, um der Natur die Chance zu geben, sich weiterzuentwickeln“, erklärt Andreas Haschke vom Betrieb Josef Haschke Kultur- und Tiefbau, dessen Mitarbeiter Walter Hartmann mit geübter Hand gestern weiteres Weidengebüsch ausbaggerte.

Die Kosten für die Renaturierung belaufen sich laut Walek auf rund 20 000 Euro. Den Löwenanteil trägt die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung. Der NABU übernimmt 2 700 Euro in Eigenleistung. Auch der Landkreis Diepholz sowie die Stadt Syke beteiligen sich an der Finanzierung dieses Projekts. · kk

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