Theater-Gruppe des „Juhama“ übt das Stück „Die drei Zeitdetektive“ ein

Nur der Wecker möchte eine gute Uhr sein

Nehmen sich viel Zeit für die Proben: die Mitglieder der Theater-Gruppe. ·
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Nehmen sich viel Zeit für die Proben: die Mitglieder der Theater-Gruppe. ·

Martfeld - Warum haben die Eltern keine Zeit mehr für ihre Kinder? Dieser Frage gehen „Die drei Zeitdetektive“ in dem gleichnamigen Theaterstück nach. Zurzeit probt die Theater-Gruppe des Jugendhauses Martfeld (Juhama) fleißig, damit bei der Aufführung am Sonntag, 14. April, um 16 Uhr im Mehrzweckraum der Grundschule alles sitzt.

Die pensionierte Grundschul-Lehrerin Heide-Marie Kasper leitet die Gruppe. Sie hat auch das Stück geschrieben. Die Schüler der zweiten, dritten und vierten Klassen der Grundschule durften selber entscheiden, welchen Charakter sie darstellen möchten. Und so sind alle mit viel Eifer dabei. Das gilt ebenfalls für drei weitere Erwachsene, die Leiterin Kasper unterstützen: Helga Radtke kümmert sich um die Kostüme, Sabine Aue fungiert als Souffleuse, und Uka Mild übt mit den acht Mädchen und vier Jungen ein wenig Percussion und einen kleinen Rap ein.

Einmal die Woche trifft sich die ganze Gruppe zum Üben. Zusätzlich gibt es Szenenproben, bei denen Kasper mit einzelnen Kindern bestimmte Szenen immer wieder durchspielt. „Das bringt sehr viel“, ist ihre Erfahrung. Mit Grundschülern ein Theaterstück einzustudieren macht Kasper großen Spaß. „Die Kinder lernen schnell, dass sie laut und deutlich sprechen müssen und keine Silbe verschlucken dürfen“, sagt sie. „Wir machen auch Übungen, bei denen sie zum Beispiel etwas durch den ganzen Raum rufen müssen.“ Auf der Bühne zu stehen sei gut für das Selbstbewusstsein und das Auftreten der Kids.

Im ersten Teil des Stücks wollen mehrere Kinder unabhängig voneinander etwas mit ihren Eltern unternehmen. Um die Erwachsenen darzustellen, nutzen die jungen Schauspieler Handpuppen. Franziska und Saskia möchten mit ihrer Mutter in den Zoo gehen, so wie sie es ihnen versprochen hat. Doch die Mutter hat keine Zeit. Ähnlich ergeht es den anderen Mädchen und Jungen. Die zwei Erzähler unterbrechen die Story: „Das erleben die Kinder in dem fernen Land fast jeden Tag.“

Wie gut, dass es die drei Zeitdetektive Timo, Pia und Maxi gibt. Sie wollen rausfinden, wer dafür verantwortlich ist, dass den Eltern ihre Zeit gestohlen wird. Sind Zeitdiebe am Werk? Läuft die Zeit davon? Oder ist es die Schuld der Uhren?

Pia bringt die Zeitmesser schließlich in einem Kasten in ihrem Kinderzimmer unter. Aber so leicht lassen sich die Uhren nicht stoppen. Pia träumt von ihnen – und dann wird es richtig chaotisch. Die Uhren wehren sich dagegen, für den Zeitmangel der Erwachsenen verantwortlich zu sein. Weil Maxi die Zeitmesser ursprünglich zerschlagen wollte, wird er gefesselt und in einen Stein verwandelt. Timo und Pia wollen ihrem Freund helfen – doch das ist gar nicht so einfach. Nur der Wecker hält zu den Kids, er will eine gute Uhr sein.

„In den zweiten Teil sind auch viele Ideen der Kinder eingeflossen“, sagt Heide-Marie Kasper. Es gebe witzige Szenen, aber das Thema Zeit stimme die Schüler auch nachdenklich. Die Leiterin spricht von einem „turbulenten Stück mit ernster Botschaft“. Es dürfte sich also lohnen, sich die Zeit für die Aufführung zu nehmen. · juh

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