Seniorenbüro stellt Wohnformen im Alter vor / Häufigste Frage der Zuhörer: „Was kostet das?“

„Was uns fehlt, ist bezahlbares Wohnen“

Syke - Von Dieter NiederheideMit dem Angebot hatte das Seniorenservicebüro der Stadt Syke ins Schwarze getroffen: Heike Wilhelm von der Stadtverwaltung freute sich am Dienstag im Ratssaal über das hohe Interesse am Thema: „Wie wollen Sie im Alter in Syke wohnen?“

Die am häufigsten gestellte Frage an die Referenten, die in Syke vorhandene Wohnformen für Senioren vorstellten, lautete: „Was kostet das?“

Peter Cohrsen (Awo-Kreisverband) gab beim Thema „Betreutes Wohnen“ offen zu, dass diese Wohnform nicht billig ist. Für eine Einzelperson seien etwa 600 Euro Mietkosten zu erwarten, so Cohrsen, für ein Paar etwa 700 Euro. Individuelle Serviceleistungen kämen noch obendrauf. Zum Vergleich: Die so genannte „Eckrente“ in den alten Bundesländern liegt bei rund 1100 Euro monatlich. Zum Leben bliebe da nicht mehr viel. Gefragt ist das Awo-Angebot trotzdem: Die 22 Wohnungen im Betreuten Wohnen am Grevenweg in Syke sind vergeben.

Carsten Thäsler, der zum im Bau befindlichen Lebenshilfe-Projekt „Wohnen nach Maß“ an der Schlossweide referierte, versicherte, die Wohnungen dort seien auch für Menschen mit niedrigem Einkommen bezahlbar. Und es seien alle bereits vergeben.

Klaus Richter, der Vorsitzende des Seniorenbeirats, legte den Finger in die Wunde: „Was uns in Syke fehlt, ist bezahlbares Wohnen.“ Der Seniorenbeirat wolle das Thema bald mit allen Parteien im Rat der Stadt diskutieren.

Als Leiter des DRK-Seniorenheims Barrien skizzierte Richter die Entwicklung der Altenheime der 50er-Jahre mit Bettensaal bis in die heutige Zeit zum Wohnen mit eigenen Möbeln, mit gemeinsamen Ausflügen und Gemeinschaftsleben. Zur Kostenfrage wies er darauf hin, dass bei Pflegestufe III monatliche Zuzahlungen von rund 1300 Euro fällig würden. Jedoch: Wer diese Kosten nicht aufbringen könne, dem stünden die  Sozialträger zur Seite.

Die Tagesstätte für an Demenz erkrankte Personen (teilstationäre Wohnform der Diakonie seit Mai 2012) stellte Geschäftsführerin Christine Körbel vor. Die Einrichtung sei gedacht zur Entlastung von pflegenden Angehörigen. Die Kranken würden morgens per Bus abgeholt und abends per Bus heimgebracht. Die insgesamt im Haus vorhandenen zwölf Plätze seien schnell vergeben  gewesen.

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