Gronauer Unternehmen nun unter dem Dach der AUWA Beteiligungs-Gesellschaft

Walter kauft Niehoffs Rösterei

Firmenchef Ulrich Walter mit einigen Kaffeesorten aus seinem Haus. Niehoffs Kaffee kam jetzt hinzu.

Diepholz - (up) · Die AUWA Beteiligungs-Gesellschaft, in der Ulrich Walter (Lebensbaum) seine Firmen und Beteiligungen bündelt, hat, wie Firmenchef Ulrich Walter in einem Gespräch mit unserer Zeitung mitteilte, Niehoffs Kaffeerösterei in Gronau übernommen.

Die Kaffeerösterei Franz Niehoff befasst sich seit 1933 mit Einkauf, Röstung, Verpackung und Vertrieb von Kaffeespezialitäten. Der wesentliche Schwerpunkt liegt im Bereich biologischer und fair gehandelter Kaffees, und genau deshalb, so Ulrich Walter, passe sie ausgezeichnet zu dem Diepholzer Unternehmen, das ja auch unter der eigenen Marke Lebensbaum biologischen Kaffee vertreibe. Beide Unternehmen sind Pioniere im Bio-Kaffee-Markt und kaufen seit mehr als 25 Jahren gemeinsam Kaffee direkt im Ursprung ein. Über die Geschäftspartnerschaft hinaus sind die Inhaber-Familien gut befreundet. Daher sieht die bisherige Inhaber-Familie Niehoff in der Übernahme nicht nur eine Stärkung der Kaffeerösterei, sondern ist sich auch sicher, dass sie in ihrem Sinne weitergeführt wird.

Unter dem AUWA-Dach solle die Marke Niehoff auf jeden Fall erhalten bleiben und dort, wo der Markt es zulasse, weiterentwickelt werden. Zukünftig sollen die Marketingaktivitäten von Diepholz aus gesteuert werden, wo eine Tochter der Familie Niehoff schon seit einigen Jahren tätig ist. Der frühere Firmenchef Franz Niehoff möchte sich aus dem aktiven Geschäft nach und nach zurückziehen, bleibe dem Unternehmen aber als Berater erhalten. Der bisherige Prokurist Thomas Busjan rückte als Geschäftsführer an die Niehoff-Spitze. Ansonsten plane er keine personellen Veränderungen, betonte Ulrich Walter. Auch der Stamm der 30 in Gronau beschäftigten Mitarbeiter solle nicht verändert werden. Produktion und Verwaltung bleiben in Gronau erhalten, die Arbeitsplätze der über 30 Festangestellten sind gesichert. Grundsätzlich bleibe alles beim alten, macht Ulrich Walter deutlich.

Das Unternehmen Niehoff röstet pro Jahr etwa 1 500 Tonnen Kaffee, der unter der eigenen Marke verkauft wird, und verarbeitet zusätzlich etwa weitere 1 500 Tonnen in Lohnröstung. Ausgelegt ist die Produktion für bis zu 6 000 Tonnen Röstkaffee pro Jahr.

Ulrich Walter verspricht sich von der Übernahme eine Erweiterung der Kaffee-Kompetenz für die Diepholzer Unternehmensgruppe und eine Sicherung auch des eigenen Kaffeegeschäftes. Geplant für die Zukunft sind Investitionen in das Gronauer Unternehmen und eine Modernisierung unter anderem in der Verpackungstechnologie. Das solle aber nicht heißen, so der Unternehmer, dass dort in der Vergangenheit nicht investiert wurde. Vielmehr sei die Rösterei Niehoff gut aufgestellt und die mit Familie Walter befreundete Inhaberfamilie Niehoff sehe durch diese Übernahme das (bisher) eigene Unternehmen gestärkt für die Zukunft. Ulrich Walter versicherte, er werde die Kaffeerösterei auf jeden Fall im Sinne der Familie Niehoff weiterführen.

Das Diepholzer Unternehmen Lebensbaum war vor genau 25 Jahren Vorreiter für den biologischen Kaffee in Deutschland. Heute bietet die Firma rund 20 Kaffeespezialitäten in Kaffee Ersatzextrakt, Kaffee Instant und Kaffee Pads in Bio-Qualität an.

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