Mutmach-Projekt für Kinder

Waikiki-Bären: Erfolgsidee aus Barenburg

Die jungen Künstlerinnen und Künstler. Hintere Reihe, von links: Mats Sandmann, Maximilian Plenge, Neele Läkamp und Larissa Martiny. Sitzend, von links, Daniel Gercke, Jule Bockhop und Rebecca Martiny.
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Die jungen Künstlerinnen und Künstler. Hintere Reihe, von links: Mats Sandmann, Maximilian Plenge, Neele Läkamp und Larissa Martiny. Sitzend, von links, Daniel Gercke, Jule Bockhop und Rebecca Martiny.
  • Sylvia Wendt
    vonSylvia Wendt
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Barenburg – Manche Menschen haben im Shutdown eine Delle ins Sofa gesessen, andere wurden durch die Einschränkungen noch kreativer als sonst: Auf die erste Idee, aus buntem Stoff, vorzugsweise aus dem eigenen Kleiderschrank entrümpelt, ein farbenfrohes Patchwork zu fertigen, folgte das Nähen von sogenannten Alltagsmasken, mit denen Ariane Meyer und ihr Team zahlreichen Institutionen und Schulen bedachte. „Ich habe bei 1000 Stück einfach aufgehört zu zählen. Und Masken nähen wir ja heute noch“, sagt die dreifache Mutter aus Barenburg.

Die Grundidee der farbenfrohen Patchwork-Decke basierte auf therapeutischem Nutzen: Der plötzlichen Beschränkung im Bewegungsradius, weil die Vorgaben zu Beginn der Pandemie das so vorsahen, wollte Ariane Meyer eben mit diesem Projekt kreativ die Stirn bieten.

Dann kamen die Masken, dann die Waikiki-Bären. Das Projekt wuchs, aus einer Idee entstand eine neue. Die Bären standen plötzlich auf der Matte in Barenburg, wo Ariane Meyer wohnt und ihr (auf kreatives Recycling spezialisiertes) Geschäft „Second Rose“ betreibt, weil Meyer als Mutter und Erzieherin mitbekommen hat, dass sich viele Kinder Sorgen machen: Sie können ihre Freunde nicht treffen, nicht in die Kita, nicht Omas und Opas besuchen. Vieles ist verboten, manches nur unter Auflagen erlaubt.

In Ariane Meyer reifte die Geschichte um Elliot, der besonders große Angst hat. In „Der Zauber der Waikiki-Bären“ beschützen die Fellbrüder um Oberbär Johnny, zu erkennen an einem roten Kreuz, die Kinder im Menschendorf und wollen sie wieder fröhlich machen. So entsteht ein Zauberrohr, durch das die Kinder ihre Omas und Opas sehen können.

Die Bären kümmern sich auch um die Virenbande, die im Menschendorf viel Unfug anrichtet. Vor diesem Unfug kann man sich unter anderem schützen durch die Gesund-Bleib-Masken, wenn die Menschen sie tragen.

„Wie aber sollte ich diese Geschichte umsetzen?“ Das fragte sich Ariane Meyer. Es entstand eine erste Audio-Datei, die verschickt werden konnte. Mittlerweile hat Ariane Meyer die Geschichte als Hörbuch eingelesen, es gibt bereits CDs.

Und schnell war aber auch die Idee gereift, ein Buch aufzulegen. Denn: „Die Rückmeldung aus den Kindergärten und den Eltern war überaus positiv. Die Geschichte kam sehr gut an“, berichtet Meyer. Über ihre Facebook-Seite rief sie Kinder dazu auf, Bilder passend zur Geschichte zu malen. Die Resonanz sei überwältigend gewesen: Über 100 Kinder haben ihre Malstifte ausgepackt und sich ans Werk gemacht.

Sieben Gewinner sind nun ausgewählt worden – ihre Werke werden im Buch dazu beitragen, die Geschichte vom „Zauber der Waikiki-Bären“ zu illustrieren. Ausgewählt wurden die Bilder von Mats Sandmann (sechs Jahre), Maximilian Plenge (neun Jahre), Neele Läkamp (sechs Jahre), Larissa Martiny (zwölf Jahre), Daniel Gercke (neun Jahre), Jule Bockhop (neun Jahre) und Rebecca Martiny (sieben Jahre). Als Dank erhalten sie einen Waikiki-Mutmach-Bären aus Stoff, eine CD mit der Geschichte.

Beides kann bereits käuflich erworben werden – die Hälfte des Erlöses geht an das Kinderheim „Kleine Strolche“ in Asendorf. Die andere Hälfte soll der Finanzierung des Buches dienen. Vorbereiten wird Ariane Meyer die Geschichte auch als Theaterstück. Und eine Fortsetzung der Mutmachgeschichte sei nicht ausgeschlossen...

Von Sylvia Wendt

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