Zwei Vorstellungen:

Großer Beifall für die Mimen aus dem Sulinger Land

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Szene aus „Een beeten schwul is cool“.

Ströhen - Als Bertram Klapproth, eine eher ruhige und zurückhaltende Bürokraft beim Süßwarenhersteller „Scholetta“, bei dem mittelständischen Unternehmen vor der Entlassung steht, greifen er und sein freundschaftlich verbundener Kollege Martin Homeier aus der Betriebskantine zu einer List: Mithilfe seines schlitzohrigen Freundes schlüpft der Protagonist vorübergehend in die Rolle eines „warmen Bruders“ und setzt damit in seiner Firma eine Lawine von Wirrungen und Verwicklungen in Gang. Die teilweise turbulenten Vorkommnisse zeigen aber: „Een beeten schwul is cool“.

Mit dem gleichnamigen plattdeutschen Schwank von Helmut Schmidt begeisterte das Ensemble der Theatergruppe Gaue auf Einladung des Ströher Sozialverbandes am Wochenende im Tierpark-Restaurant (Ismer) mehr als 200 Besucher. Am Samstagnachmittag füllten gut hundert, am Sonntagvormittag noch einige Theaterfreunde mehr den Saal. Die Besucher kamen nicht nur aus Ströhen, sondern auch aus Senioreneinrichtungen der Region sowie von benachbarten und befreundeten Sozialverbänden.

Bei beiden Vorstellungen erhielten die Akteure immer wieder Beifall auf offener Szene und beim Abschied jeweils einen lang anhaltenden Schlussapplaus. Die erste Aufführung war mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken verbunden, bei der zweiten stärkten sich die Besucher vorab an einem vielfältig bestückten Frühstücksbüfett.

Wegen des großen Erfolges steht schon heute fest, dass die Theatergruppe Gaue auch in der Spielzeit 2017 mit zwei Aufführungen in Ströhen Station machen wird. „Wenn es Ihnen gefallen hat, erzählen Sie es weiter“, wünschte sich Maren Franke nach beiden Aufführungen.

Der Ströher Sozialverbandsvorsitzende Friedel Lorch bescheinigte den Akteuren, dass er immer wieder überrascht sei, mit welcher Leichtigkeit es den Mimen aus dem Sulinger Land gelinge, ihr Publikum zu begeistern.

Zum Stück: „Wir müssen das ganz geschickt anstellen, wir haben doch Phantasie“, überzeugt Kantinenhelfer Martin Homeier seinen Kollegen Bertram Klapproth von der Idee, sich als Schwuler zu outen. Der ist zwar alles andere als begeistert, lässt sich aber auf das vorgeschlagene Spiel seines Freundes ein.

Schnell entstehen ein paar eindeutige Selfies, die „zufällig“ auf den Schreibtischen der Kolleginnen Pauline Petersen und Beatrice Dannebaum landen, und schon verbreiten sich die Neigungen Klapproths wie ein Lauffeuer in der Firma.

Für Bertram Klapproth ist durch die neue Situation nicht nur die drohende Entlassung abgewendet, sein ganzes Leben ändert sich: Aus dem zu Depressionen neigenden Hinterbänkler wird ein kreativer, moderner und tougher Typ.

Die Rollen in dem Schwank der moderneren Art verkörpern Wilfried Bust (Bertram Klapproth), Maren Franke (Pauline Petersen), Melanie Tschöpe (Beatrice Dannebaum), Wilhem Stumpe („Scholetta“-Chef Theodor Jürgens), Tobias Laging (Kantinenhelfer Martin Homeier), Heinfried Siemers (stellvertretender Chef Stefan Schöneberger), Sarah Schardelmann (Bertrams Tochter) und Renate Schardelmann (Bertrams Ex-Frau). Unterstützt werden die Mimen bei ihren Aufführungen von einer ganzen Reihe stiller Akteure, die unter anderem für die Technik und den Bühnenaufbau verantwortlich sind. Die Spielleitung liegt in den Händen von Dörthe Schulze, den Souffleusen-Part übernimmt bei allen Vorstellungen Gudrun Sudmann.

Weitere fünf Aufführungen der Komödie gehen am 28. Februar (14.30 Uhr) im Gasthaus „Zum Klick“ in Kuppendorf, am 6. März (14.30 Uhr) im „Deutschen Haus“ in Siedenburg, am 12. März (18.30 Uhr) im „DGH“ in Schwaförden, am 13. März (14.30 Uhr) in der Parkgaststätte in Harmhausen und am 19. März (19.30 Uhr) im Sulinger Stadttheater über die Bühne.

Die ursprünglich für den 27. Februar im „Alten Speisesaal“ in Heimstatt geplante Vorstellung hat das Ensemble aus organisatorischen Gründen vom Spielplan genommen.

ges

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