Reuter und Collmoor expandieren

Zwei Betriebe wollen erweitern

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Hinter der vorhandenen Halle möchte der Unternehmer Reuter eine zweite errichten. Gleich nebenan plant der Landwirt Collmoor eine Umstrukturierung: Die Schweinehaltung wird aufgegeben, die Rinderhaltung ausgebaut.

Wagenfeld - Gleich zwei Vorhaben an der Straße „Am Reuterhof“ beschäftigten am Mittwochabend den Wagenfelder Bau-, Wege-, Planungs- und Umweltausschuss. Zum einen möchte der Unternehmer Reuter seinen Betrieb auf dem östlich an die Solaranlage angrenzenden Grundstück erweitern. Zum anderen möchte sein Nachbar Collmoor seinen landwirtschaftlichen Betrieb umstrukturieren. Beide Vorhaben erhielten die Zustimmung der Ausschussmitglieder.

Wie Planer Michael Schwarz in der Sitzung erläuterte, möchte der Unternehmer Reuter unter anderem hinter der vorhandenen eine weitere Halle bauen sowie an der südwestlichen Grundstücksgrenze einen Schuppen zur Holzverarbeitung errichten. Um die Maßnahmen umsetzen zu können, sind die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans „Gewebegebiet Am Reuterhof II“ erforderlich.

Die Kompensation für den Eingriff in die Natur soll im hinteren Teil des Grundstücks, der an die Wagenfelder Aue angrenzt, erfolgen. Laut Bebauungsplan müssen auf einer Fläche von mindestens 1500 Quadratmetern Baum-Strauch-Hecken mit mindestens fünf Metern Breite und zehn Metern Länge angepflanzt werden. Außerdem soll dort eine Streuobstwiese angelegt werden. Die Entwürfe der Flächennutzungsplanänderung und des Bebauungsplans werden in Kürze öffentlich ausgelegt.

Der Landwirt Collmoor hat beim Landkreis Diepholz eine Bauvoranfrage zum Neu- und Umbau eines Boxenlaufstalls, eines Güllebehälters, einer Siloplatte und den Umbau eines Schweinemaststalls in einen Kälberstall gestellt. Laut Planer Schwarz möchte der Landwirt die Schweinehaltung aufgeben und die Rinderhaltung ausbauen. Für die Genehmigung der Anlagen ist der Landkreis Diepholz zuständig, die Gemeinde Wagenfeld muss aber ihre Zustimmung erteilen. Nach Einschätzung Schwarzes spricht nichts dagegen. Zwar liege ein Immissionsgutachten noch nicht vor, durch die Aufgabe der Schweinehaltung würden sich die Geruchsimmissionen aber voraussichtlich verringern. Für die Nachbarn werde sich die Situation verbessern, ist Schwarz überzeugt.

Auch die Zahl der künftig gehaltenen Rinder steht noch nicht genau fest, sie soll aber nicht über die 600 Tiere steigen, die unter den aktuellen planerischen Voraussetzungen maximal zulässig sind. Wie viele Rinder aktuell gehalten werden und ob das Futter für die geplante höhere Rinderzahl auf eigenen Flächen des Landwirts angebaut werden kann, konnte er auf Nachfrage von Martina Rodax (UWG) nicht sagen. Er wies aber darauf hin, dass etwa die Hälfte der Tiere Kälber sein werden.

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