Zuchtschau in Wagenfeld / Ein edles Tier/Hunderasse seit 1750

Kurzhaar unter der Lupe

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Manfred Tuma aus Lemförde (rechts) erhielt für den Hund „Graf von der Königsleite“ von Heinrich Meyer den Formwert SG 4.

Wagenfeld - Edel, zuverlässig und pflegeleicht, diese Eigenschaften in Kurzversion werden dem Jagdhund Deutsch-Kurzhaar nachgesagt. Tatsächlich heißt der große Hund in Jäger- und Zuchtkreisen Deutscher kurzhaariger Vorstehhund und hat eine lange mit der Jagd einhergehende Geschichte bis ins Jahr 1750 zurück.

In Wagenfeld im Hof der Gaststätte Falldorf traf sich zur sechsten Zuchtschau der Deutsch-Kurzhaar Klub (DK-Klub) Diepholzer Moorniederung. Zu der Spezialausstellung kamen Gäste von Flensburg bis Köln angereist, aber auch Züchter und Eigentümer aus der Nähe: Wagenfeld, Lemförde, Drebber, Diepholz, Rehden und Stemwede outeten sich über die Teilnehmerliste.

Zur Gruppe der Vorstehhunde gehören Jagdhunderassen, die zum Auffinden und Anzeigen von Federwild gezüchtet wurden. Das Anzeigen, Vorstehen genannt, erfolgt durch das Anheben eines Vorderlaufs. Diese Eigenschaft der Jagdhunde, die reglos vor dem aufgestöberten Wild ausharren, bis der Jäger kommt, ist typisch für die sogenannten Vorsteher. Entsprechend lehnen sich auch die Bewertungskriterien für den vielseitig einsetzbaren Jagdgebrauchshund und die Tiere mit denen gezüchtet werden soll an.

Als Richterin konnte der Vorsitzende des Klubs, Dietrich Hollmann aus Rehden, Dr. Andrea Melchheier aus Olfen und als Zuchtschauleiterin Dr. Nicolin Niebuhr aus Asendorf gewinnen. Gerichtet wurden die 33 gemeldeten Hunde nach der Ausstellungsverordnung des Verbandes des Deutschen Hundewesens und dem FCI-Standard Nr. 119/D, dem Originalstandard aus dem Jahr 2000 des Deutsch-Kurzhaar. Hunde und ihre Eigentümer und Führer traten in den Klassen Jüngste, Jugend, Zwischenklasse, offene Klasse, Veteranenklasse, Gebrauchshundeklasse, alle jeweils beide Geschlechter, und in der Championklasse Hündin an.

In entspannter Runde saßen Eigentümer, Züchter und Vorführer rund um den Präsentationsparcours und warteten auf ihren Start. Fachsimpeln inklusive versteht sich. Manfred Tuma aus Lemförde, der in der offenen Klasse Rüden „Graf von der Königsleite“ von Heinrich Meyer aus Lemförde präsentierte, wertete die Schau so: „Hier ist es wirklich wunderschön und entspannt. Anders als in der Westfalenhalle in Dortmund mit über 2000 Hunden.“ Und so konnte Tuma mit Graf und einem Formwert SG 4 (sehr gut) nach Lemförde fahren. Erhält ein Hund diese Bewertung, sind ihm die typischen Merkmale seiner Rasse zuerkannt worden, von ausgeglichenen Proportionen und in guter Verfassung bei verzeihlichen kleinen Fehlern. Es sind jedoch keine morphologischen (äußere Gestalt betreffend) Fehler erkannt worden. Dieses Prädikat darf nur einem Klassehund verliehen werden. Die Hunde wiesen in der Anmeldeliste Siege, Auszeichnungen und Preise vor.

Für Laien sollte der Deutsch-Kurzhaar so sein: Ein edler, harmonischer Hund, dessen Körperbau Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit gewährleistet. Aufrechte Haltung, fließende Außenlinien, gut getragene Rute, glänzendes Fell und raumumgreifende Bewegungen unterstreichen seinen Adel. Ergebnisse folgen.

sbb

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