Neue Führung ab 1. August im Amt

Witte und Riedemann leiten Feuerwehr

Neues Führungsduo offiziell im Amt: Wagenfelds Gemeindebrandmeister Holger Witte (links) und sein Stellvertreter Denis Riedemann.
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Neues Führungsduo offiziell im Amt: Wagenfelds Gemeindebrandmeister Holger Witte (links) und sein Stellvertreter Denis Riedemann.
  • Melanie Russ
    vonMelanie Russ
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Wagenfeld – Das Feuerwehr-Gen haben Holger Witte und Denis Riedemann im Blut. Beide sind nicht die ersten in ihren Familien, die blau tragen, und beide sind seit ihrem zehnten Lebensjahr dabei. Ab dem 1. August bilden sie als Gemeindebrandmeister und stellvertretender Gemeindebrandmeister das neue Führungsteam der Feuerwehr Wagenfeld.

An den Gedanken, künftig mehr Verantwortung zu tragen, konnten sich die beiden Hauptlöschmeister schon länger gewöhnen. „Ich wurde im August letzten Jahres gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte“, erinnert sich Gemeindebrandmeister Holger Witte. „Ich habe dann natürlich erst mal mit meiner Familie besprochen, ob sie das mitträgt.“

„Die Familie ist das Wichtigste“, bestätigt Denis Riedemann. „Und auch der Arbeitgeber muss mitmachen.“ Bei ihm habe die Feuerwehrführung schon bei seiner Ernennung zum stellvertretenden Ströher Ortsbrandmeister im März vergangenen Jahres angefragt, erinnert sich Riedemann. Damals war er noch etwas zurückhaltend. „Ich wollte erst mal in die Aufgaben eines Brandmeisters reinschnuppern.“ Als die Frage ein halbes Jahr später ein zweites Mal kam, sagte er zu.

Von Jugendwart zu Gemeindebrandmeister

Holger Witte trat 1983 in die Jugendfeuerwehr ein. „Ich wurde von meinem Cousin Heino angesprochen, ob ich nicht mitmachen will.“ Er folgte der Einladung, schnupperte rein und fand Gefallen an der Jugendfeuerwehr. Als er mit 18 Jahren in die aktive Wehr wechselte, übernahm er dort gleich Verantwortung – zunächst als Jugendbetreuer, von 1994 bis 1997 als erster stellvertretender Jugendwart. Später schlug Witte die Gruppenführerlaufbahn ein und absolvierte nach und nach die Lehrgänge, die ihn nun zum Gemeindebrandmeister befähigen. Nur der Verbandsführerlehrgang steht noch aus, wird aber nachgeholt, sobald ein Platz verfügbar ist.

Als Gemeindebrandmeister ist Witte nun auch der „Chef“ von Wagenfelds Ortsbrandmeister. Er kann sich noch gut daran erinnern, wie Amon Windhorst als kleiner Steppke bei ihm anfragte, ob er bei der Jugendfeuerwehr mitmachen dürfe. „Er war damals schon Feuer und Flamme.“ Vor gut sechs Jahren wurde Windhorst als Ortsbrandmeister sein Chef. Nun sind die Rollen wieder vertauscht.

Als stellvertretender Ortsbrandmeister überzeugt

Denis Riedemann trat 1995 in die Jugendfeuerwehr ein. „Mein Bruder war schon drin. Mein Vater war auch ganz aktiv.“ Da lag es nahe, dass der damals Zehnjährige es auch mal versucht. Wie Witte schlug auch er die Gruppenführerlaufbahn ein. „Das habe ich dann wohl so gut gemacht, dass man mich zum stellvertretenden Ortsbrandmeister von Ströhen gemacht hat“, so Riedemann. Dass ihm seine Kameraden nun auch den Posten des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters zutrauen, freut ihn sehr. „Wenn man von der Mannschaft gewählt wird, gibt einem das noch mal einen Schub“, ergänzt Witte. Denn dann wisse man, dass sie hinter einem stehe.

Für beide ist die Feuerwehr inzwischen zu einer zweiten Familie geworden. „Man fühlt sich wie zu Hause. Das liegt vor allem an den Kameraden. Die sind alle super“, so Riedemann.

Große Veränderungen planen beide nicht. „Sicherlich gibt es immer Sachen, die man verbessern kann“, so Witte. Aber eine konkrete Liste mit „Baustellen“ hat er nicht. Ihre Vorgänger Reinhold Summann und Horst Fahrenkamp hätten gute Arbeit geleistet, betont er.

Corona-Krise begleitet Feuerwehr-Alltag

Aktuell ist die Corona-Krise das Thema, dass die Kameraden am meisten beschäftigt. Die regelmäßigen Übungsdienste sind nach wie vor ausgesetzt. Das bedeutet zwar nicht, dass die Feuerwehrleute ihr Handwerk verlernen, „aber wenn man viel übt, hat man einfach mehr Routine“, weiß Witte. „Wir haben in Wagenfeld viele Fahrzeuge. Da verinnerlicht man besser, welches Rohr wo auf welchem Fahrzeug liegt, wenn man regelmäßig übt“, nennt Riedemann ein Beispiel.

In absehbarer Zeit sollen die Übungsdienste darum wieder aufgenommen werden. Die Gemeindeverwaltung hat ein Hygienekonzept erstellt, an dessen Umsetzung die Feuerwehrführung gerade arbeitet. Es sieht unter anderem die Unterteilung in feste Gruppen mit jeweils maximal zehn Feuerwehrleuten vor.

Außerdem steht die Neubesetzung der durch ihre Beförderungen vakanten Posten im Feuerwehrkommando an. Kandidaten haben Witte und Riedemann schon ins Auge gefasst, konkret sei aber noch nichts.

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