Westwind plant Repowering in Wagenfeld-Neustadt

Windpark: Planentwurf wird ausgelegt

Drei Altanlagen im Windpark Neustadt sollen durch zwei leistungsstärkere ersetzt werden.
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Drei Altanlagen im Windpark Neustadt sollen durch zwei leistungsstärkere ersetzt werden.
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Wagenfeld – Das Kirchdorfer Unternehmen Westwind Projektierungs GmbH plant wie berichtet im Windpark Neustadt in Wagenfeld drei 131 Meter hohe Windkraftanlagen durch zwei 200 Meter hohe Anlagen mit deutlich höherer Leistung zu ersetzen. Da der Bebauungsplan aber nur eine maximale Höhe von 180 Metern erlaubt, soll er geändert werden. Der Gemeinderat fasste am Dienstagabend einstimmig den Aufstellungsbeschluss.

Planer Michael Schwarz empfiehlt, im Bebauungsplan künftig ganz auf eine Höhenbeschränkung zu verzichten und stattdessen einen Mindestabstand von der dreifachen Höhe der Anlage zu Wohngebäuden festzusetzen. Im aktuellen Fall wären das 600 Meter. Neben einigen weiteren kleineren Änderungen (wir berichteten) wurde ein Passus aufgenommen, der sicherstellt, dass nördlich der durch den Windpark führenden Hochspannungsleitung die zwei alten Anlagen abgebaut werden, bevor eine neue errichtet wird. Im südlichen Bereich muss vor einer Neuerrichtung jeweils eine alte Anlage abgebaut werden. So sei sichergestellt, dass künftig nur noch fünf statt aktuell sechs Anlagen in dem Windpark stehen, erläuterte Schwarz. Eine Anwohnerin hatte in der Fachausschusssitzung auf eine derartige Regelung gedrängt, weil sie fürchtete, dass eine der drei Altanlagen vielleicht doch weiterbetrieben werden könnte.

In der Ratssitzung fragte die Anwohnerin nach Möglichkeiten, den Mindestabstand noch weiter zu erhöhen. 600 Meter seien bei so großen Anlagen lächerlich. Schwarz verwies auf die seit vielen Jahren praktizierte Rechtsprechung, die einen Abstand der dreifachen Höhe in der Regel als ausreichend bewertet. „Die Gemeinde tut gut daran, dieser Rechtsprechung zu folgen“, so der Planer. Zwar könnten grundsätzlich auch größere Abstände rechtssicher sein, das sei aber eher in dünn besiedelten Gebieten der Fall, in denen zwischen zwei Siedlungen viel Platz ist.

Der Planentwurf wird in Kürze öffentlich ausgelegt. Bürger haben dann die Möglichkeit, Bedenken oder Anregungen zu äußern.

Von Melanie Russ

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