Dietmar Wischmeyer stattet Ströher Landjugend einen Kurzbesuch ab

„Wenn die Jugend nichts macht, läuft nix“

Die alten Wände der Bushaltestelle hat die Ströher Landjugend bereits entfernt. Bis Sonntag müssen die neuen stehen.

Ströhen – Die 72-Stunden-Aktion der niedersächsischen Landjugend ist auch in Ströhen in eine neue Runde gegangen und hat die Ströher Landjugend sowie zahlreiche Helfer vor neue Herausforderungen gestellt (wir berichteten). Ob und wie diese gemeistert werden, davon überzeugte sich am Freitagmittag „Günter, der Treckerfahrer“ alias Dietmar Wischmeyer, Schirmherr der Aktion, höchstpersönlich an der ersten „Großbaustelle“ in Butzendorf (Einmündung Bürgermeister-Stamme-Straße).

Hier gilt es, ebenso wie in Oberauerort (Kreuzung Oberauerort/Bürgermeister-Kropp-Straße) das nahezu baufällige Bushaltestellenhäuschen zu sanieren und Abstellbügel oder Stangen für Fahrräder der Grundschulkinder zu errichten.

Bis auf das Dach und die tragenden Balken fand der treckerfahrende Satiriker die Schutzhütte bereits entkernt vor. „Einfacher wär’s gewesen, Ihr wärt mit dem Trecker gegen die ganze Bude gefahren“, unkte er mit seiner unverwechselbaren Direktheit, um kurze Zeit später in Ungläubigkeit zu verfallen. „Eine Bushaltestelle, wo eigentlich kein Bus fährt?“, fragte er und zog die Augenbrauen hoch. Denn der „aktuelle“ Fahrplan stammt aus dem Jahr 2015.

Bürgermeister Matthias Kreye klärte auf. Diese Haltestelle werde ausschließlich für den Grundschulverkehr genutzt. Der öffentliche Busverkehr sei in dieser Region spärlich.

„Dann macht Ihr das hier quasi für Euch. Wenn Ihr die Hütte jetzt in ein Jugendzentrum umwandelt, solltet Ihr auch an vernünftiges WLAN denken“, riet er und zeigte großes Interesse an der optimalen Funklochversorgung in der Region.

Die Sanierung des Wartehäuschens hätte längst passieren sollen, sagte der Schirmherr. „Aber da sieht man es mal wieder: Wenn die Jugend nix macht, läuft nix. Da braucht es schon ein solch ein ,Freiwillige for Future-Projekt‘.“

Er wolle als Schirmherr einfach mal sehen, was junge Leute in solch einem kurzen Zeitraum reißen könnten, begründete Dietmar Wischmeyer seine Stippvisiten in den verschiedenen Orten. Interessiert fragte er, wie sich diese Aktion mit der Berufstätigkeit einiger Aktiver vereinbaren lasse. „Viele haben sich freigenommen, andere kommen später hinzu“, erklärten die Engagierten. Mit dem bisherigen Ergebnis in Ströhen zeigte sich Wischmeyer sehr zufrieden.

Neben den beiden Bushaltestellen stehen noch zwei weitere Herausforderungen an: Auf dem Dorfplatz sollen neben einer Umgebungskarte eine Veranstaltungstafel oder ein Schaukasten errichtet werden. Die dritte Aufgabe – die Gestaltung einer Internetseite – ist freiwillig. Zeit für die komplette Umsetzung aller Teilprojekte hat die Ströher Landjugend noch bis Sonntagabend, 18 Uhr. Dann muss pünktlich der Hammer fallen.  art

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