14 Kilometer lange Gleisstrecke

Nachfolger für den touristischen Draisinen-Betrieb gesucht

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Sven Schröder von der Gemeinde Wagenfeld (links) und Lena Meyer von der Stadt Rahden suchen einen Nachfolger für Dietmar Koors, der den touristischen Draisinenbetrieb übernimmt.

Wagenfeld/Rahden – Die gut 14 Kilometer lange Draisinenstrecke auf einem stillgelegten Gleisabschnitt der Deutschen Bahn zwischen dem ostwestfälischen Rahden und der Ortschaft Ströhen auf niedersächsischer Seite gehört seit etwa zehn Jahren zu den naturnahen touristischen Angeboten in der Region. „Insbesondere Gruppen und Familien fragen die Fahrten auf den Fahrrad-Draisinen nach“, so Lena Meyer, Tourismusbeauftragte der Stadt Rahden, und Sven Schröder, als zuständiger Fachbereichsleiter im Wagenfelder Rathaus. Damit die Strecke auch weiter genutzt werden kann, wird nun ein neuer Pächter beziehungsweise eine neue Pächterin gesucht.

„Dietmar Koors, seit einigen Jahren alleiniger Betreiber der Auenland-Draisinen, hat aus beruflichen Gründen seinen Abschied angekündigt“, so Meyer und Schröder in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Gemeinde Wagenfeld und der Stadt Rahden. „Er bringt die laufende Saison noch bis Ende Oktober zu Ende und wünscht sich ebenso wie wir, dass es im nächsten Jahr mit dem Betrieb der Auenland-Draisinen weitergeht“, erklärten die beiden Ansprechpartner in den Rathäusern.

Beide weisen besonders auf das in den vergangenen zehn Jahren aufgebaute Netzwerk mit einer Vielzahl guter Verbindungen hin. „Dem neuen Pächter stehen die Wege offen für eine weitere Nutzung der bestehenden Kooperationen mit Hotels, Gaststätten und anderen touristischen Anbietern“, betont Lena Meyer. Sven Schröder nennt beispielsweise das länderübergreifende naturnahe Tourismusprojekt „Spurwechsel – von der Draisine ins Moor“, bei dem die Gäste der Draisinen am Ströher Moorbahn-Bahnhof die „Spur wechseln können“ auf die Ströher Moorbahn, die die Gäste zum Moorpadd am Neustädter Moor bringt – und wieder zurück. Auch bei den „Moorwelten“, dem Europäischen Fachzentrum Moor und Klima in Ströhen, gibt es eine Moorbahn-Haltestelle.

Als vorteilhaft stellen beide heraus, dass es für die Auenland-Draisinen eine ganze Reihe von Partnern und viele gute Werbemöglichkeiten gibt. „Aktuell entwickelt die Stadt Rahden ein neues Tourismuskonzept, dessen Fachplaner im Draisinenbetrieb gutes Potenzial sehen“, so Meyer.

Potenziellen Neupächtern bieten Meyer und Schröder an, sich beim Betrieb der Auenland-Draisinen frei entfalten und neue Programme und Angebote selbstständig erarbeiten zu können. Allerdings sind mit der Übernahme der Verantwortung für die Draisinenstrecke auch Pflichten verbunden: „Der zukünftige Pächter ist unter anderem für die notwendige Unterhaltung, das regelmäßige Freischneiden der Strecke und der Gewährleistung der Verkehrssicherheit verantwortlich“, betonen Meyer und Schröder, „weitere Informationen erhalten Interessierte in persönlichen Gesprächen.“

Gerade dem regelmäßigen Freischnitt der Strecke messen Meyer und Schröder besondere Bedeutung zu. „Die unbedingt notwendigen Arbeiten sind in der jüngeren Vergangenheit nicht immer optimal gelaufen“, bedauern die Vertreter der Kommunen. Vom bisherigen Pächter seien für die Versäumnisse vor allem berufsbedingt zeitliche Gründe angegeben worden. Nach entsprechenden Hinweisen sehe die Strecke zurzeit aber in Ordnung aus.

„Weil die Steigung verschwindend gering ist, kann die Strecke gut von Familien mit Kindern befahren werden“, werben Meyer und Schröder. Zu buchen seien insgesamt 24 Draisinen für vier Personen und vier Clubdraisinen für bis zu zwölf Personen. Alle Fahrzeuge verfügten über eine Sieben-Gang-Schaltung. Der Startpunkt der Draisinen befinde sich in einem abschließbaren Unterstand in der Nähe des früheren Rahdener Hauptbahnhofs. Als Ansprechpartner für weitere Informationen stehen Sven Schröder von der Gemeinde Wagenfeld unter Tel 05444/988119 und E-Mail sven.schroeder@wagenfeld.de und Lena Meyer von der Stadt Rahden unter Tel. 05771/7350, oder E-Mail L.meyer@rahden.de, zur Verfügung.

Die Geschichte der Draisinenstrecke zwischen der Stadt Rahden und der Ortschaft Ströhen geht inzwischen ins elfte Jahr. Im April 2009 wurde das touristische Angebot „mit einem großen Bahnhof“ und vielen Ehrengästen feierlich seiner Bestimmung übergeben. Seitdem passieren die Nutzer während der zwei- bis dreistündigen Fahrt von Rahden nach Ströhen nach gut zehn Kilometern die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

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