Wagenfelder Zehntklässler wollen Flüchtlingskinder unterstützen

Oberschüler bieten Hilfe an

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Diese Zehntklässler der Oberschule Wagenfeld wollen Flüchtlingskinder in der Gemeinde unterstützen.

Wagenfeld - „Themen für den Religionsunterricht gibt es viele, aber wir wollen etwas Konkretes tun“, so jüngst die Schülerinnen und Schüler der H 10, Oberschulklasse in Wagenfeld.

So entstand die Idee, unter der Leitung der Fachlehrerin Hedda Zorn-Ehrenheim zugereiste Flüchtlingskinder zu unterstützen. Im eigenen Schulgebäude werden derzeit bereits zwei syrische Schüler unterrichtet, so dass den Schülern die Thematik hautnah bewusst wird. Auch an der Wagenfelder „Auburg“-Grundschule sind Flüchtlingskinder zu unterrichten.

Um sich diesem Thema weiter zu nähern, besuchte die Klasse H 10 zunächst die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ im Dienstleistungszentrum. Hier werden mit Fotos hinterlegte Äußerungen von Flüchtlingen dargeboten. Aus Syrien heißt es da zum Beispiel: „Wir fanden Tag und Nacht kaum Schlaf, weil wir Angst um unser Leben hatten.“ Ein anderes Plakat zeigt angeschwemmte Ausweispapiere mit dem Text: „ Europa kann nicht akzeptieren, dass viele Tausend Menschen an seinen Grenzen umkommen.“

Im Anschluss wurden die Schüler vom Leiter des Sozialamtes, Andreas Mundhenke, in den Konferenzraum gebeten. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister Matthias Kreye erfuhren die Schülerinnen und Schüler grundlegende Modalitäten bei der Zuweisung und Aufnahme von Flüchtlingen. Neben der Bereitstellung von Wohnraum ist uunter anderem eine Grundversorgung gewährleistet, die über die ortsansässige „Tafel“ organisiert wird. Diese Einrichtung existiert schon seit Jahren und leistet, wie die Gemeinde Wagenfeld zu schätzen weiß, wertvolle soziale Hilfe für Bedürftige. Mobilität in Form von gebrauchten Fahrrädern oder Busfahrkarten zu ermöglichen, sei eine weitere Zielsetzung.

„Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration bleibt allerdings das Erlernen der deutschen Sprache“, so Andreas Mundhenke. Hier genau sei ein möglicher Ansatzpunkt für die engagierten Schülerinnen und Schüler zu sehen. Denkbar sind – so planen die Zehntklässler – Aktivitäten, die den Flüchtlingskindern auf spielerische Art und Weise unsere Kultur und Sprache und den neuen Lebensraum nahe bringen. Entsprechende Kontakte wurden inzwischen von den Schülern hergestellt. Alle freuen sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

Wie Bürgermeister Kreye in der Ratssitzung am Dienstag informierte, gibt es in Wagenfeld derzeit 73 Flüchtlinge. Bis zum 31. Januar 2016 seien weitere 28 unterzubringen. „Diese Zahl wird sich erhöhen, wenn der Zustrom so bleibt“, vermutet Kreye. Die Gemeinde hat 13 Wohnungen angemietet, weiterer geeigneter Wohnraum wird dringend gesucht. Auf die Belegung von Sporthallen soll verzichtet werden. Der Verwaltungsausschuss hat laut Bürgermeister beschlossen, eine halbe Sozialarbeiterstelle einzurichten, um insbesondere die ehrenamtlichen Helfer zu entlasten.

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