„Machen wir uns bewusst, wie wertvoll der Frieden ist“

Wagenfelder gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt

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In Wagenfeld legten Bürgermeister Matthias Kreye und Erwin Dubenhorst, Präsident des Schützenvereins Wagenfeld-Förlingen, gestern Vormittag anlässlich des Volkstrauertages einen Kranz am Ehrenmal nieder.

Wagenfeld - „Wir können den Frieden nur bewahren, wenn wir aktiv für ihn eintreten. Das gilt in der großen Weltpolitik genauso wie im kleinen Rahmen unseres alltäglichen Lebens. Versuchen wir aufeinander zuzugehen, Konflikte mit Argumenten statt mit Lautstärke zu bestreiten und uns mit Freude statt mit Angst auf fremde Ansichten und Perspektiven einzulassen.“

Dazu mahnte gestern Vormittag Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye anlässlich des Volkstrauertages bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal an der Kirche. Wie in Wagenfeld gedachten bundesweit Bürgerinnen und Bürger der Opfer von Krieg und Gewalt.

„Heute am Volkstrauertag bringen wir unsere Verantwortung für Frieden und Freiheit zum Ausdruck. Wir setzen ein Zeichen für Menschlichkeit und Versöhnung und mahnen zum Frieden“, betonte Kreye weiter. Die Schicksale von Soldaten, Zwangsarbeitern und Zivilisten, die während des Zweiten Weltkrieges ihr Leben verloren hätten, seien heutzutage kaum noch greifbar. Doch diese Schicksale dürften nicht in Vergessenheit geraten. Auch jetzt, viele Jahrzehnte nach dem Krieg sei es noch wichtig, an die Historie zu denken, sodass die nachfolgenden Generationen diese Geschehnisse niemals vergäßen.

Millionen Menschen auf der Flucht vor Diktatoren und Fanatikern

Die Schreckensbilder in den Nachrichten machten deutlich, dass die Welt auch heute nicht vom Frieden regiert werde. Denn wie damals, während und nach dem Krieg, würden auch heute Millionen von Menschen vor Mördern, Unterdrückern und Kriegstreibern fliehen. Sie verließen ihre Heimat, um bei uns Schutz vor Diktatoren und fanatischen Terrormilizen zu finden.

„So ist der Volkstrauertag durch die zahlreichen Krisen und Konflikte auf der Welt aktueller denn je. Nie sind mehr Menschen auf der Flucht vor Terror und Gewalt gewesen als heute“, unterstrich der Bürgermeister. Und: „Wir alle waren tief betroffen, als im vergangenen Jahr der Terror auch in Deutschland einzog“, erinnerte Kreye an den Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt mit elf Toten und 55 teils Schwerverletzten.

„Für uns heute ist Krieg im eigenen Land unvorstellbar, geschweige denn der Gedanke als Flüchtling seine Heimat verlassen zu müssen, um irgendwo anders auf dieser Welt ein neues Leben beginnen zu können“, fuhr der Redner fort.

Die Gedanken seien aber nicht nur bei den Flüchtlingen der heutigen Zeit, sondern auch bei den Soldatinnen und Soldaten, die weltweit in Krisen- und Kriegsgebieten ihr Leben riskierten oder bereits ihr Leben lassen mussten bei ihrem Einsatz für die Verteidigung und Sicherung von Frieden und Freiheit.

„Machen wir uns bewusst, wie wertvoll der Frieden ist“, so Kreye.

Noch lebten Menschen, die im Zweiten Weltkrieg Angehörige und Freunde verloren hätten. Noch lebten Menschen, die als Kind ihre Väter oder Mütter kaum oder gar nicht kennengelernt hätten und unter dieser Lücke in ihrem Leben bis heute litten. Diese Aussagen über Krieg und Gewalt führten letztendlich alle zu dem mahnenden Aufruf: „Nie mehr sollen Menschen etwas so Grausames, so Erschütterndes wie die Weltkriege erleben müssen!“

„Wir alle, Deutsche, Franzosen, Briten, Polen und viele weitere Nationen müssen sich aktiv für den Frieden und die europäischen Zusammenarbeit einsetzen“, betonte Bürgermeister Kreye.

Nach der Kranzniederlegung dankte er den Abordnungen der angetretenen Wagenfelder Vereine, der Freiwilligen Feuerwehr und den Reservisten, die an der Gedenkfeier teilnahmen. Kreye bedankte sich besonders bei den Vertretern der Reservisten für die Ehrenwache, bei Erwin Dubenhorst vom Schützenverein Wagenfeld-Förlingen für die Unterstützung bei der Kranzniederlegung sowie bei Willi Brinkmann für die würdige musikalische Mitgestaltung der Gedenkstunde, die mit der Nationalhymne endete. - hwb

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