Rat Wagenfeld verabschiedet Haushalt

„Mit dem Plan können wir gut leben“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wagenfeld - Bei einem solchen Zahlenwerk kommt Freude auf. Da macht Kommunalpolitik Spaß. Das wurde im Rat der Gemeinde Wagenfeld am Dienstagabend deutlich, als sich das Gremium mit dem Haushaltsplan nebst Haushaltssatzung für das Jahr 2016 beschäftigte und letztendlich einstimmig verabschiedete.

„Mit diesem Plan können wir alle gut leben zumal wir erheblich investieren“, fasste Otto Schilling für die CDU zusammen. Der Haushalt 2016 sei auch zukunftsweisend und für die Fortentwicklung der Gemeinde sehr gut. Der Grundstock für dieses Zahlenwerk sei letztendlich in den zurückliegenden Jahren gelegt worden, wo schuldenfrei gewirtschaftet worden sei. „Was unser Bürgermeister alles bewegt, ist schon beachtlich“, dankte Schilling dem Verwaltungschef, bat ihn aber gleichzeitig, diesen Dank auch an die komplette Verwaltung weiterzugeben. „Der Haushalt sieht sehr gut aus, er ist sehr erfreulich“, sprach Hans-Walter Scheland für die FDP. „Die Investitionen sind ein gewaltiger Kraftakt. Wir stimmen dem Haushalt zu“, ergänzte Scheland.

„Sparsam

gewirtschaftet“

„Der Haushalt ist positiv, die Verwaltung hat mit ihrem Personal über Jahre sparsam gewirtschaftet“, lobte Heino Spreen (SPD). Seinen Dank richtete er aber auch an „unsere Bürger“. „Wir haben schon seit Jahren hohe Steuersätze, aber deshalb ist keiner abgewandert“, sagte Spreen.

Den Stellungnahmen der Parteienvertreter waren ausführliche Erläuterungen von Bürgermeister Matthias Kreye zum Haushaltsplan 2016 vorausgegangen. „Im ausgeglichenen Ergebnishaushalt knacken wir erstmals die Zehn-Millionen-Euro-Marke“, freute sich Kreye. Die ordentlichen Erträge wurden auf 10243500 Euro festgesetzt, die ordentlichen Aufwendungen belaufen sich auf 10212700 Euro. Die außerordentlichen Erträge wurden mit 79200 Euro angesetzt, die außerordentlichen Aufwendungen mit 110000 Euro.

„Es gibt im Ergebnishaushalt keine wilden Bewegungen“, sagte Kreye. Die im Produkt „Kindertagesstätten“ ausgewiesenen Investitionen mit dem Bau einer neuen Krippe seien für ihn „sehr gut angelegtes Geld“. Der Fehlbetrag im außerordentlichen Ergebnis in Höhe von 30800 Euro ergäbe sich aus dem geplanten Abriss der Turnhalle in Ströhen. Dieser Fehlbetrag werde durch einen Überschuss im ordentlichen Ergebnis ausgeglichen.

Die wichtigsten kommunalen Ertragsarten der Gemeinde Wagenfeld sind die Anteile an den Steuern. Hier werden für 2016 erwartet: Grundsteuer A 190000 Euro; Grundsteuer B 945000 Euro; Gewerbesteuer 1950000 Euro; Einkommensteuer 2244000 Euro und Umsatzsteuer 205000 Euro. An Schlüsselzuweisungen plant die Gemeinde 1141000 Euro ein.

Aufgrund der Erträge sind folgende Umlagen zu zahlen: Kreisumlage 2800000 Euro; Gewerbeumlage 374000 Euro; Endschuldungsumlage 15000 Euro.

Die Steuersätze bleiben unverändert bei: Grundsteuer A 380 v.H.; Grundsteuer B 370 v.H. und Gewerbesteuer 360 v.H.

400000 Euro

für Tauschflächen

Im Finanzhaushalt waren für den Kauf von Ackerland bislang 100000 Euro vorgesehen. „Wir haben diese Summe auf 400000 Euro erhöht, um Tauschflächen zu erwerben für mögliche Neubaugebiete“, betonte Bürgermeister Kreye. Insgesamt sollen 3446100 Euro investiert werden. Den größten Brocken nimmt die neue Turnhalle in Ströhen mit 1,2 Millionen Euro ein. Für den Bau der Kinderkrippe sind 650000 Euro eingeplant und die Beschaffung eines Fahrzeuges für die Feuerwehr Ströhen verschlingt 255000 Euro. Für den Ausbau von Wirtschaftswegen wurden 230000 Euro eingeplant. Weitere namhafte Investitionen sind: Sanierung Kanalnetz 150000 Euro; Ankauf von Wohnbaugrundstücken 100000 Euro; Erschließung neues Wohnbaugebiet 100000 Euro; Filtersanierung Hallenfreibad 80000 Euro; Unterstellgebäude Ströher Moorbahnhof 75000 Euro; Breitband-infrastruktur 60000 Euro und Ersatzfahrzeug für den Bauhof 50000 Euro.

Die für das Jahr 2015 veranschlagte Kreditermächtigung in Höhe von einer Million Euro wurde infolge der positiven Haushaltsentwicklung in diesem Jahr noch nicht in Anspruch genommen. Diese Kreditermächtigung wird in das Jahr 2016 übertragen. Die Liquidität wird Ende 2015 voraussichtlich bei 2,7 Millionen Euro liegen.

„Unser Ziel ist es, die schwarze Null zu halten. Ende 2015 sind wir schuldenfrei“, sagte Kreye. Ende 2016 könnte seinen Aussagen zufolge ein Minus von 950000 Euro stehen. Dies hänge aber von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ab.

hwb

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