Windpark-Planung abgeschlossen

Wagenfeld: Ausschuss macht Weg frei für Repowering in Neustadt

Die drei hinteren Windenergieanlagen sollen durch zwei größere und leistungsstärkere ersetzt werden.
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Die drei hinteren Windenergieanlagen sollen durch zwei größere und leistungsstärkere ersetzt werden.

Wagenfeld – Das Änderungsverfahren des Bebauungsplans für den Windpark in Wagenfeld-Neustadt nähert sich dem Abschluss. Der Bauausschuss hat den Bebauungsplan ohne weitere Änderungen als Satzung beschlossen.

Hintergrund des Verfahrens war der Wunsch der Westwind Projektierungs GmbH aus Kirchdorf, im Zuge eines Repowerings die drei nördlichen Anlagen durch zwei größere und leistungsfähigere zu ersetzen. Ein wesentlicher Aspekt der Planänderung ist die Regelung der Höhe und des Abstands der Anlagen zur Wohnbebauung. Rat und Verwaltung haben als Mindestabstand die dreifache Höhe einer Anlage festgesetzt und auf eine maximale Höhenangabe verzichtet.

Windkraftanlagen-Betreiber kritisiert Abstandsregelung

Die Zweiundachtzigste Westwind Windpark GmbH, die im Geltungsbereich ebenfalls eine Anlage betreibt, sieht durch diese Vorgaben ihre eigenen Repowering-Pläne nicht ausreichend berücksichtigt. Sie argumentiert, an ihrem Standort wäre eine 200 Meter hohe Anlage nicht möglich, da der dreifache Abstand zur Wohnbebauung nicht eingehalten werden könne, und bezweifelt die Zulässigkeit dieser Regelung.

Planer Michael Schwarz sieht das anders. Der geänderte Bebauungsplan biete der Vorhabenträgerin mehr Gestaltungsspielraum, da die maximale Höhe bislang 180 Meter betrage. Durch die neuen Festsetzungen seien 190 Meter möglich, werde das Wohnhaus irgendwann aufgegeben, sogar deutlich mehr. Dem Wunsch der Vorhabenträgerin, die Abstandsregelung zu streichen oder durch die Angabe einer zulässigen Gesamthöhe von 200 Metern zu ersetzen, folgte der Ausschuss nicht. Damit bleibt es bei einem Abstand der dreifachen Höhe.

Der Landkreis Diepholz mahnte erneut an, dass die erforderlichen detaillierten faunistischen Untersuchungen nach wie vor fehlen. Schwarz wies darauf hin, dass die Untersuchungen noch laufen. Da bereits ein Windpark bestehe, seien naturschutzfachliche Probleme grundsätzlicher Art nicht zu erwarten. Anpassungen im Detail könnten bei der Genehmigung neuer Anlagen erfolgen.

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