Hohe Investitionen kommen allen Bürgern zugute

Wagenfeld plant für 2018 Ausgaben in Höhe von knapp fünf Millionen Euro

Wagenfeld - Die Gemeinde Wagenfeld will im kommenden Jahr fünf Millionen Euro ausgeben. Dies geht aus dem Investitionsprogramm für die Jahre 2018 bis 2021 hervor, mit dem sich der Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung im Rathaus beschäftigte.

Den genannten Ausgaben stehen Einzahlungen von lediglich gut 200. 000 Euro gegenüber. Der Saldo in Höhen von rund 4,8 Millionen Euro muss aus Überschüssen aus laufender Verwaltungstätigkeit, Rücklagen und Krediten finanziert werden. „Wir werden Kredite in Ansprüche nehmen müssen“, meinte Ausschussvorsitzender Heino Spreen mit Blick auf das laufende Jahr, in dem die Gemeinde noch ohne auskommt. „Da gehe ich diesbezüglich stark von aus“, meinte auch Bürgermeister Matthias Kreye. Konkrete Beträge können aber seiner Meinung erst nach Vorlage der Mittelanmeldungen 2018 genannt werden.

Der Fachausschuss empfahl einstimmig, den Haushaltsplan nebst Haushaltssatzung für das Jahr 2018 auf der Grundlage des im Entwurf vorgelegten Investitionsprogramms und den beschlossenen Änderungen und Ergänzungen aufzustellen und zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

Im Teilhaushalt 1 „Organisation und Finanzen“ des Investitionsprogramms sind für den Ankauf von Wohnbauland 100. 000 Euro eingestellt und für den Erwerb von Ackerland 600.000 Euro. Letzteres soll zur Ausweisung von Gewerbeflächen dienen.

Im Teilhaushalt 2 „Bürgerservice“ ist als dickster Brocken der Bau der Sporthalle in Wagenfeld vorhanden. Für ihn gibt es eine Ausgabeermächtigung in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

520 .000 Euro für Kindertagesstätte

Für die Kindertagesstätte Wagenfeld-Neustadt wurden 520 .000 Euro eingestellt. „Aus heutiger Sicht ist für die drei Jahre danach kein weiterer Bedarf in Sicht“, erläuterte Bürgermeister Matthias Kreye.

In 2018 wird es kein neues Fahrzeug für die Feuerwehr geben, erst wieder in 2019. Es soll der zweijährige Rhythmus beibehalten werden.

Im Teilhaushalt 3 „Bauen und Wohnen“ sind für das kommende Jahr insgesamt 570 000 Euro eingeplant. Davon entfallen auf die Erschließung des neuen Wohnbaugebietes 500 000 Euro. An Erschließungsbeiträgen von dort erwartet die Gemeinde 80 000 Euro. „Der zweite Bauabschnitt in Jettsfeld-Ost verläuft positiv“, warf Matthias Kreye an dieser Stelle ein.

Fortsetzen wird die Gemeinde die Sanierung der Straßenbeleuchtung. Für 2018 sind 110 .000 Euro eingeplant. Die Maßnahme hat bereits begonnen. In diesem Jahr sollen dafür 150 .000 Euro ausgegeben werden.

Für den Spielplatz an der Kindertagesstätte in Ströhen sollen neue Geräte angeschafft werden. Dafür sind 30. 000 Euro vorgesehen. Es handelt sich um einen öffentlichen Spielplatz.

Der Bauhof soll einen neuen Bulli bekommen: 50 .000 Euro. Zudem soll der Sozialtrakt „auf Vordermann“ gebracht werden. Auch dafür sind 50. 000 Euro eingeplant.

In die Sanierung des Hallenfreibades sowie in die Erneuerung der Badtechnik werden insgesamt rund 700 000 Euro fließen (wir berichteten). Beide Maßnahmen sollen bekanntlich parallel während der Freibadsaison 2018 durchgeführt werden.

In der Gemeinde gibt es ein Sanierungskonzept für das Kanalnetz. In diesem Jahr werden dafür 150 .000 Euro ausgegeben. „Mit dieser Summe kommen wir nicht mehr hin, deshalb erhöhen wir ab 2018 auf 200 000 Euro“, verdeutlichte Bürgermeister Kreye. Für den Ausbau des Kanalnetzes im neuen Wohnbaugebiet sind 150. 000 Euro für 2018 eingeplant.

„Alles in allem sind es große Investitionen, die erforderlich sind, die aber direkt allen Bürgern zugute kommen“, fasste Matthias Kreye zusammen.

„Sinnvoll investiertes Geld“

„Das ist sinnvoll investiertes Geld“, meinte Martina Rodax von der UWG zu dem Gesamtpaket.

„Ist es richtig, dass bis Ende 2017 keine Kredite aufgenommen werden müssen? Und wo hat die Gemeinde so viel Geld her?“, wollte Otto Schilling in der Einwohnerfragestunde wissen. Bürgermeister Kreye beantwortete Schillings erste Frage mit Ja.

Zum zweiten Teil verwiesen er und Kämmerin Elke Schepmann auf die günstige Zinsentwicklung und die derzeit gut sprudelnden Fördermittel, zum Beispiel des Amtes für Regionale Ladesentwicklung Leine-Weser, Geschäftsstelle Sulingen.  J hwb

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