Gemeinde und Stadtwerke Huntetal arbeiten zusammen

Energiebericht: Wagenfeld nimmt Verbrauch und Kosten unter die Lupe

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Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye (v.l.), Simon Martens von der Gemeinde Wagenfeld, Frauke Stolle von den Stadtwerken Huntetal und Stadtwerke-Geschäftsführer Waldemar Opalla präsentieren den 44 Seiten starken Energiebericht.

Wagenfeld - Die Gemeinde Wagenfeld hat in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Huntetal ihren ersten Energiebericht erstellt. Auf 44 Seiten wird der Energieverbrauch von 15 kommunalen Gebäuden, der Straßenbeleuchtung, Pumpstationen und Ampelanlagen dargestellt. Die Daten beziehen sich auf die Jahre 2012 bis 2015.

„Dieser Bericht zeigt uns ganz genau, wo wir als Gemeinde in Sachen Energieverbrauch stehen“, sagt Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye im Rahmen der Vorstellung am Freitag im Wagenfelder Büro der Stadtwerke Huntetal. Bereits einen Tag zuvor hatten die Mitglieder des Finanzausschusses Einblick in das Werk bekommen. „Die Zahlen sind die Grundlage für die Arbeit der nächsten Jahre in diesem Bereich“, erklärt Kreye weiter. „Wir wissen nun, ob und wo es Optimierungsbedarf gibt.“

Bürgermeister und Verwaltung können mit dem Ergebnis des Berichts zufrieden sein. Es gibt praktisch keine echten Schwachstellen, die ein sofortiges Eingreifen erforderlich machen würden. Größter Verbraucher in den Kategorien „Strom“ , „Wasser“ und „Heizung“ in der Gemeinde ist das Hallen-Freibad. „Das hat uns aber auch nicht wirklich überrascht“, sagte Kreye. Der Betrieb eines Schwimmbads sei einfach energieintensiv. Direkte Einsparpotenziale gebe es kaum.

Kälteres Badewasser „nicht zielführend“

Waldemar Opalla, Geschäftsführer der Stadtwerke Huntetal, stimmt dem Bürgermeister zu. „Es gibt Kommunen in Deutschland, die versuchen beispielsweise durch die Reduzierung der Wassertemperatur, Einsparungen zu erreichen.“ Er halte das nicht für zielführend. Unzufriedene Badegäste, die nach solchen Maßnahmen vielleicht wegblieben, wolle ja auch niemand.

Die Verwaltung möchte den Bürgerinnen und Bürgern in Sachen Energiesparen ein gutes Beispiel sein. Kreye hatte bereits in der Sitzung des Finanzausschusses am Donnerstagabend auf die Verbrauchswerte für das Rathaus hingewiesen. Man habe bei Strom, Wasser und Heizung darauf geachtet, die Kosten zu senken. Dies sei in allen Kategorien gelungen. Im Jahr 2015 seien so zum Beispiel nur rund 1500 Euro an Heizkosten im gesamten Rathaus angefallen. 2013 habe die Verwaltung noch etwas über 2000 Euro bezahlen müssen. Der vergleichsweise geringe Betrag und auch die eingesparten 500 Euro hatten bei den Ausschussmitgliedern für Erstaunen gesorgt.

Opalla lobt gute Zusammenarbeit

„Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wagenfeld hat sehr gut funktioniert“, lobte Waldemar Opalla. Er dankte Simon Martens von der Verwaltung und Frauke Stolle, die seitens der Stadtwerke am Energiebericht gearbeitet hatte. Die Entscheidung der Gemeinde, einen solchen Bericht anfertigen zu lassen, sei „sehr visionär“. Dem Lob schloss sich der Bürgermeister an. „Ich habe an einem solchen Bericht bei meinem früheren Arbeitgeber mitgewirkt. Ich weiß, wie viel Arbeit da drinsteckt.“

Das ausführliche Zahlenwerk dient in erster Linie dem internen Gebrauch, ist jedoch keine Verschlusssache. Bürgerinnen und Bürger, die einen Blick auf Verbrauch und Kosten der untersuchten Gebäude werfen möchten, können dies auf der Internetseite der Gemeinde tun. Der Energiebericht kann dort unter der Sitzungsvorlage VO/2017/106 als PDF-Datei eingesehen werden. 

mj

www.wagenfeld.de

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