Zu teuer oder zu günstig?

Gemeinde Wagenfeld legt Quadratmeterpreis für Gewerbegebiet auf 32 Euro fest

32 Euro kostet ein Quadratmeter im neuen Gewerbegebiet „Zur Mühle“ gegenüber von ZF. Diesen Preis hat der Wagenfelder Rat in seiner jüngsten Sitzung festgelegt.
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32 Euro kostet ein Quadratmeter im neuen Gewerbegebiet „Zur Mühle“ gegenüber von ZF. Diesen Preis hat der Wagenfelder Rat in seiner jüngsten Sitzung festgelegt.

Die Gemeinde Wagenfeld vermarktet ihre neues Gewerbegebiet „Zur Mühle“ mit einem Quadratmeterpreis von 32 Euro. Einigen Ratsmitgliedern ist das zu teuer.

Wagenfeld – Viel zu teuer oder eigentlich noch zu günstig? Die Meinungen über den Quadratmeterpreis, mit dem die Gemeinde Wagenfeld in die Vermarktung ihres Gewerbegebiets „Zur Mühle“ an der Barver Straße gehen wird, gingen in der jüngsten Ratssitzung auseinander. Mit großer Mehrheit votierten die Mitglieder für die von der Verwaltung vorgeschlagenen 32 Euro, die laut Bürgermeister Matthias Kreye kostendeckend sind. Die FDP-Fraktion konnte sich mit diesem Preis nicht anfreunden.

Sie hat erhebliche Zweifel, dass die Flächen für einen Preis, der deutlich über dem liegt, was die Nachbarkommunen für ihre Gewerbegebiete verlangen, verkauft werden können. Der Fraktionsvorsitzende Hans-Walter Scheland hatte im Fachausschuss zwölf Euro vorgeschlagen. Sein Fraktionskollege Torsten Paulussen sagte im Rat, zwölf Euro seien zu wenig, aber wenn in zwei oder drei Jahren noch keine Flächen verkauft seien, müsse man vielleicht auf 20 Euro runtergehen.

Die von Kreye in der Fachausschusssitzung vorgebrachten Argumente, dass es in der Region keine ähnlich großen zusammenhängenden Gewerbeflächen gebe und Wagenfeld ein attraktives Umfeld mit Kitas, Einkaufszentrum und Wohnbauflächen zu bieten habe, ließ Scheland nicht gelten. Andere Kommunen im Umland hätten das ebenfalls zu bieten, das sei kein Alleinstellungsmerkmal.

Stephan Kawemeyer (CDU) argumentierte, Gewerbeflächen seien endlich und hätten einen Wert, der langfristig steige. „Das ist unser Gold. Das sollten wir nicht verschenken!“ Laut seinem Fraktionsvorsitzenden Thorsten Weghorst hatte die CDU zunächst sogar einen höheren Quadratmeterpreis im Auge, weil in den 32 Euro die steigenden Bodenpreise nicht berücksichtigt seien. Er riet, den Blick nicht nur auf die Nachbarkommunen zu richten, sondern auch auf den Landkreis Vechta, wo die Grundstückspreise deutlich höher liegen.

Wie die CDU ist auch die UWG überzeugt, dass die Gemeinde die Gewerbeflächen für 32 Euro wird verkaufen können. „Wir können uns nicht erlauben, zwei Millionen Euro zu verschenken“, sagte er mit Blick auf den Zwölf-Euro-Vorschlag der FDP.

Die SPD trägt die 32 Euro ebenfalls mit, allerdings hätte sich der Fraktionsvorsitzende Heino Spreen gewünscht, den Preis nur als Richtwert zu nehmen, um nach oben und unten einen Verhandlungsspielraum zu haben. Dem konnten sich weder Verwaltung noch die übrigen Fraktionen anschließen. „Das wäre den Unternehmen gegenüber unseriös“, so Thorsten Weghorst.

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