„Es kommt, wie es kommt“

Elisabeth Richardson wird 102 Jahre alt

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Elisabeth Richardson feierte am Montag in Wagenfeld ihren 102. Geburtstag.

Wagenfeld - Mitten im Ersten Weltkrieg, am 5. März 1916, erblickte Elisabeth Richardson in Hannover-Linden das Licht der Welt. Am Montag feierte die Seniorin im Seniorenzentrum Meritus in Wagenfeld ihren 102. Geburtstag.

In der Runde von Bürgermeister Matthias Kreye, Renate Uffenbrink vom DRK und inzwischen gute Freundin der Seniorin, dem neuen Geschäftsführer Matthias Ostermann (Meritus) und Pastor Michael Steinmeyer feierte sie gut gelaunt ihren Geburtstag. „Ich weiß gar nicht, warum man immer älter werden will, ist ja ganz schön, wenn man jung bleibt“, ihr Kommentar zum betagten Alter und den Fragen dazu.

„Haben Sie ein Rezept, wie man so alt wird?“, will Ostermann wissen. „Ach, wissen Sie, es kommt, wie es kommt.“ Das klingt weise und mit sich im Reinen. Die Seniorin hat viel mit Englands Queen Elisabeth gemeinsam: Den Vornamen, ein hohes Alter, liebt den Rudersport und lebte nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrem Ehemann Stanley Richardson in England und in Ägypten.

In Deutschland schloss sie die Handelsschule ab und im Ruderclub lernte sie ihre beste Freundin Elfriede Wessel aus Wagenfeld kennen. Dorthin führte sie ihr Weg aus England nach Deutschland 2002 zurück. Dort wohnte sie erst noch autark gegenüber dem Meritus, später zog sie in das Pflegeheim um.

Als Reporterin in England unterwegs

„Lesen Sie noch Zeitung?“ fragt Matthias Kreye aus der Kaffeerunde. Ihre Antwort: „Ach, die Zeitungen von heute sind ja nicht mehr so spektakulär.“ Die Seniorin weiß, wovon sie spricht, denn sie war in England lange Jahre als Bild- und Textreporterin auf der Suche nach dem spannendsten Motiv. Ihren Humor hat sich die Seniorin bewahrt: „Bekomme ich für die Bonbonniere auch das Konfekt?“, ihre Anregung zum Geschenk des Landrates.

An ihrem hohen Wiegenfest können keine Verwandten oder Kinder teilnehmen, denn Elisabeth Richardson war Einzelkind, hatte keine Kinder und der Ehemann ist verstorben. Sie behielt sich die Freude am Leben und fühlt sich in Wagenfeld wohl. Sie realisiert die ersten Sonnenstrahlen und freut sich, als Pastor Steinmeyer das Trottoir entlangkommt, als Gratulant zu der derzeit ältesten Einwohnerin Wagenfelds. - sbb

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