Sonderausstellung „Die Biene und der Mensch“

Waben-Wand als informativer Blickfang in den „Moorwelten“

Ausstellungseröffnung im kleinen Kreis: Matthias Kreye, Anika Starke, Stephan Kawemeyer, Theresia Kosche, Simon Hadamla, Petra Herrmann und Pascal Paul (von rechts) vor der informativen Wand „Die Biene und der Mensch“. Die Ausstellung in den Moorwelten ist noch bis Mitte Mai zu sehen.
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Ausstellungseröffnung im kleinen Kreis: Matthias Kreye, Anika Starke, Stephan Kawemeyer, Theresia Kosche, Simon Hadamla, Petra Herrmann und Pascal Paul (von rechts) vor der informativen Wand „Die Biene und der Mensch“. Die Ausstellung in den Moorwelten ist noch bis Mitte Mai zu sehen.

Ströhen – Im Foyer der Moorwelten in Ströhen steht ein neues Möbel: Es hat die Form einer Wabenstruktur, wie sie Bienen bauen, um ihren Nachwuchs aufzuziehen und die Königin zu beherbergen. Als positives Nebenprodukt für den Menschen liefern die Insekten Nektar.

Zu einer Präsentation der neuen Sonderausstellung „Die Biene und der Mensch“ in kleiner Runde hatte das Team der Moorwelten Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye und Stephan Kawemeyer vom Aufsichtsrat des Europäischen Fachzentrums Moor und Klima (EFMK) eingeladen. Zu sehen ist die Präsentation hier noch bis zum 16. Mai.

Die hölzerne Wabenwand ist ein Gemeinschaftsprojekt des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn und der Carl-von- Ossietzky-Universität Oldenburg und als Wanderausstellung konzipiert. „Gestaltet haben es Studenten des Masterstudienganges Museum und Ausstellung“, erläuterte Petra Herrmann als Geschäftsführerin des EFMK.

Die Moorwelten, die mit Hygiene- und Einlasskonzept und einem neuen Internet-Auftritt wieder geöffnet haben, präsentieren mit der Ausstellung, wie wichtig Bienen und ihr Schutz für den Menschen und sein Überleben sind. Zusätzlich hat Lena Rossol im Rahmen ihres Bundesfreiwilligen-Jahres in den Moorwelten mit einer Kollegin die Mitmachaktion unter dem Motto: „Bastelt Euer eigenes Insektenhotel“ initiiert. „Wir konnten die Bio-Imkerei Niemeyer in Kirchdorf dafür gewinnen, Honig auch zum Verkauf auszustellen“, ergänzte Moorwelten-Mitarbeiterin Anika Starke.

„Letzten Sommer konnte man sehen, welchen Lebensraum Wildbienen benötigen, direkt vor der Tür der Moorwelten“, erinnerte Stephan Kawemeyer in Anspielung auf die Blühfläche, die der BUND Diepholzer Moorniederung angelegt hatte.

Blüten und Bienen gleich Obst und Gemüse – das ist die Generalformel zum Schutz der Bienen. „Zum Nisten brauchen wir unaufgeräumte Plätze“ – diese Botschaft finden die Besucher, die den Kasten im Bienenhotel-Möbel mit dem großen gelben Fragezeichen öffnen und den Rätselbogen finden.

Die Ausstellung umfasst etwa 25 Waben mit vielen Informationen zu Wildbienen, Honigbienen, Imkerei, die Beziehung der Biene zum Moor und zur Konkurrenz von Wild- und Honigbiene. In der Mitte der Schrankwand läuft ein Film zum Leben der Bienen. Die schriftlichen Informationen ergänzt ein Wimmelbild von Illustrator Gunnar Gad, das den perfekten „unaufgeräumten“ Garten mit Pflanzenvielfalt für Wildbienen zeigt. „Bienen sind von unschätzbarem Wert für uns Menschen und unsere Umwelt“, betont Theresia Kosche, Leiterin der Moorwelten. Die Ausstellung, die Mitarbeiterin Anika Starke vorigen Sommer im Moorerlebniszentrum „MooIZ“ im Ahlenmoor in Wanna entdeckt hatte, ist in Ströhens Moorwelten genau richtig.

„Wir tragen alle etwas zum Bienenschutz bei“, betonte Kreye mit Blick auf Blüh- und Gewässerrandstreifen von Kommunen und Landwirten. „Die Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz verteilt weiterhin die für die Ansaat auf größeren Flächen vorgesehene Saatgutmengen an Landwirte im Rahmen ihres Wildblumenprogramms „Blüte aus der Tüte“, ergänzte Kawemeyer. Denn: Durch die wichtige Rolle der Biene als Bestäuber von Pflanzen trägt sie auf vielfältige Weise zur biologischen Vielfalt bei und ist unbedingter Helfer in der Landwirtschaft.

Die Ausstellung verdeutlicht, wie Biene und Mensch aufeinander angewiesen und warum die Insekten gefährdet sind. Sie appelliert an Gartenbesitzer, Wohnraum zu schaffen durch Sandflächen, Mauerlöcher, morsches Totholz oder selbstgebaute Insektenhotels.

Wie süß und wichtig dem Imker Johann Hinderks der Honig war, zeigt seine Honigtopfsammlung. Früher konnte man Honig in diesen dekorativen Töpfen beim Imker nach dem „Unverpackt-Prinzip“ abholen und später am eigenen Tisch genießen.

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