Verwaltung berichtet

Informationsbedarf in Ströhen und Wagenfeld ist groß

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Zahlreiche Wagenfelder und Ströher waren der Einladung zum Bürgerinformationsabend in Wagenfeld gefolgt.

Wagenfeld - Von Gerhard Scheland. Der Wagenfelder Bürgermeister Matthias Kreye hält an seinem Versprechen fest, mehr Transparenz in aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde zu bringen. Vor dem Hintergrund richtete die Verwaltung am Dienstagabend eine Einwohnerversammlung aus. Annähernd 150 Bürger aus Ströhen und Wagenfeld füllten den Saal des Central-Hotels.

Der gute Besuch machte deutlich, dass der Informationsbedarf der Bevölkerung groß ist, lang anhaltender Beifall zeigte zum Schluss der gut zweistündigen Veranstaltung, dass die Gemeinde mit ihrer Informationspolitik auf einem guten Weg ist. Das bestätigte Kreye und seinen Amtsleitern Bruno Hartwig (Bauen und Umwelt) und Sven Schröder (Bürgerservice) zu Beginn auch Landrat Cord Bockhop. „Das macht nicht jede Kommune so.“

Breitbandausbau

Bockhop informierte über die aktuelle Krankenhaussituation, streifte das Rettungswesen im Landkreis, berichtete über die Planungen beim Straßen- und Radwegebau und widmete dem „schnellen Internet“ breiten Raum. Die Planungen sähen vor, in den nächsten Jahren 120 Millionen Euro in die Breitbandverkabelung zu investieren. Das Geld sei aber nur gut angelegt, wenn sich möglichst viele Hausbesitzer an das Glasfasernetz anschließen ließen. Ohne Breitband werde es irgendwann sehr schwer, privates Wohneigentum zu veräußern. Bockhop appellierte an alle, zwei Jahre lang monatlich 40 Euro für den Anschluss zu investieren, „denn das Glasfaserkabel brauchen wir künftig alle“. Zum Schluss der Veranstaltung war Bockhop erneut gefordert. Zum zeitlichen Ablauf des Breitbandausbaus sagte er: „Mit fünf Jahren werden wir bei der Realisierung nicht auskommen, es wird länger dauern, bis wir davon profitieren.“

Bautätigkeiten

Viel zu berichten gab es auch aus der Gemeinde Wagenfeld. Fachbereichsleiter Bruno Hartwig startete seinen Informationspart ausgesprochen launig: „Von den Höhen des Landkreises kommen wir jetzt in die Niederungen der Gemeinde.“ Seine Informationen rankten sich unter anderem um das bauliche Geschehen in Wagenfeld und Ströhen. Er stellte die drei aktuellen Baugebiete mit insgesamt 47 Bauplätzen vor, machte auf die attraktiven Bezuschussungsmöglichkeiten für Bauherren aufmerksam, berichtete über das 450 Kilometer umfassende Straßennetz der Gemeinde mit 48 Brücken, streifte die Flurbereinigungen in Ströhen-Nord und Ströhen-Süd, berichtete über den schon seit mehreren Jahren laufenden Austausch der Straßenlampen, die Sanierung der Schulstraße und nannte aktuelle Investitionszahlen für die Abwasserbeseitigung. An Hochbauprojekten stellte er die neue Sporthalle mit Bewegungsraum in Ströhen, die Erweiterung der Kindertagesstätte in Ströhen, den derzeit laufenden Umbau der Kindertagesstätte an der Sulinger Straße im Ortsteil Neustadt und den geplanten Bau der Sporthalle in Wagenfeld vor.

Soziales

„Die genannten Bauprojekte machen das Leben in Wagenfeld und Ströhen noch attraktiver“, stieg Sven Schröder in seinen Informationsteil des Fachbereichs Bürgerservice ein. Er berichtete unter anderem über eine positive Bevölkerungsentwicklung, nannte viele statistische Zahlen, informierte über die Schul- und Kindergartensituation, streifte das Feuerwehrwesen in Wagenfeld und Ströhen und teilte mit, dass die für dieses Jahr geplante Sanierung des Hallenbades wohl um ein Jahr verschoben werde. „Der Bescheid über die erwarteten Fördermittel liegt noch nicht vor.“

Gemeindefinanzen

Finanz- und Personalinformationen waren wieder Chefsache. Die Zahl der kommunalen Beschäftigten bezifferte Kreye auf 46 – 20 davon in Teilzeit. Die Personalaufwendungen lägen derzeit bei 2 164 100 Euro. Den Ergebnishaushalt für das laufende Jahr bezifferte er ausgeglichen auf 11 883 Millionen Euro. Die höchsten Ausgaben entfielen auf die Kreisumlage mit 3,22 Millionen Euro, die Kinderbetreuung (2,56 Millionen Euro) sowie Sach- und Dienstleistungen (2,47 Millionen Euro). Trotz hoher Investitionen in der jüngeren Vergangenheit ist die Gemeinde schuldenfrei.

Grünes Wagenfeld

Zum Fortbestand der Kaiserhalle teilte Kreye mit, dass der Besitzer nach wie vor einen Pächter suche. Deswegen stehe der gastronomische Betrieb derzeit leer. In den nächsten zwei Jahren bleibe sie Kaiserhalle nach Aussagen des Besitzers auf jeden Fall bestehen. Zum aktuellen Bauvorhaben der Firma Lütvogt stellte der Bürgermeister heraus, dass das geplante Logistikzentrum mit einer Gesamtgröße von 10 500 Quadratmetern eines der größten Gründächer in ganz Deutschland erhalte. Als tolle Idee bezeichnete er die Vorschläge von Bürgern für eine „grüne Oase“ im Gemeindezentrum. Es solle geprüft werden, ob das Projekt im Rahmen eines Städtebauförderprogramms realisiert werden könne.

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