Außergewöhnliches Engagement

Kulturkreis-Vorsitzende Marita Kleemeyer aus Wagenfeld erhält Verdienstmedaille

Landrat Cord Bockhop (r.) überreichte Marita Kleemeyer die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ihr Mann Carsten und Bürgermeister Matthias Kreye (links) gehörten zu den ersten Gratulanten.
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Landrat Cord Bockhop (r.) überreichte Marita Kleemeyer die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ihr Mann Carsten und Bürgermeister Matthias Kreye (links) gehörten zu den ersten Gratulanten.

Marita Kleemeyer, Vorsitzende des Kulturkreises Wagenfeld, hat für langjähriges ehrenamtliches Engagement die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

Wagenfeld – Kultur in Wagenfeld ist ohne den Namen Marita Kleemeyer nicht zu denken. Seit der Geburtsstunde 1999 Mitglied des Kulturkreises, gestaltet sie seit 2008 als dessen erste Vorsitzende das kulturelle Leben in der Auburg federführend mit. Dass ihr Engagement dabei weit über die üblichen Pflichten einer Vereinsvorsitzenden hinausgeht, werden viele, die die Wagenfelderin gut kennen, längst wissen.

Doch jetzt ist es auch amtlich. Am Donnerstagabend erhielt sie aus den Händen von Landrat Cord Bockhop die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland – natürlich in der Auburg.

Die Verdienstmedaille ist eine der höchsten Auszeichnungen, die der Bundespräsident verleihen kann. Um ihrer würdig zu sein, reicht es ausdrücklich nicht aus, ein Amt über viele Jahre pflichtbewusst zu führen. „Die ehrenamtliche Tätigkeit muss mit großem persönlichem Einsatz unter Zurückstellung eigener Interessen längere Zeit ausgeübt worden sein“, heißt es in den Richtlinien für eine Verleihung.

Marita Kleemeyer habe sich in besonderer Weise um die Förderung der Kultur verdient gemacht, sagte Bockhop während einer kleinen Feierstunde in der Auburg, in der der Kulturkreis seit seiner Gründung vor gut 20 Jahren mehr als 250 Veranstaltungen organisiert hat. Sie verstehe es immer wieder, ihr Team zu motivieren, habe ein gutes Gespür für die Akquise der Künstler und finde immer die Qualität, die in die Auburg passe. „Diese Verantwortung zu übernehmen, ist etwas, das Sie seit vielen Jahren tun“, so Bockhop. „Sie sind ein Sinnbild dafür, dass Verantwortung Freude machen kann.“

Erster Gratulant nach dem Landrat war Bürgermeister Matthias Kreye, der sich nach eigener Aussage sehr über die Auszeichnung freut. Natürlich sei die Arbeit des Kulturkreises eine Teamleistung, aber „du bist eine Frontfrau, du bist immer dabei“, hob er ihr besonderes Verdienst hervor. „Du hast ein kulturelles Niveau nach Wagenfeld gebracht, auf das wir stolz sein können.“

Aber auch wenn es nicht um kulturelle Veranstaltungen geht, ist Marita Kleemeyer stets zur Stelle. Bei den jährlich rund 40 Trauungen in der Auburg beispielsweise kümmert sie sich federführend um die Vorbereitungen und das passende Ambiente. „Das hat immer Niveau, das hat Stil“, lobte Kreye. „Man weiß, dass man sich auf Dich verlassen kann.“

Herzliche Glückwünsche im Namen des Kulturkreis-Teams gab’s von der stellvertretenden Vorsitzenden Monika Jahnke. „Wir sind froh, dass wir Dich haben“, betonte sie. Marita Kleemeyer sei immer da und kümmere sich, und so könnten sich die anderen Mitglieder des Kulturkreises auch mal hinter ihr „verstecken“.

In ihren Dank schloss Monika Jahnke Maritas Mann Carsten Kleemeyer ein, der seine Frau stets unterstütze und viel im Hintergrund wirke. Auch ihm gebühre ein kleines Stück der Verdienstmedaille.

Die Geehrte selbst gab einen Teil des Dankes an alle Mitglieder des Kulturkreises weiter, die immer dabei sind, wenn es darum geht, Veranstaltungen zu organisieren. „Wir machen das alle gerne, aber wir hoffen, dass bald ein bisschen frisches Blut in den Kulturkreis kommt“, so Marita Kleemeyer. Denn viele der Mitglieder sind schon seit der ersten Stunde dabei und inzwischen auch nicht mehr ganz jung.

Apropos erste Stunde: Die Vorsitzende vergaß nicht, bei diesem Anlass an zwei Menschen zu denken, ohne die Auburg und Kulturkreis nicht das wären, was sie heute sind: Brigitte Cording, die den Verein in seinen ersten zehn Jahren geprägt hatte, und Dirk Lütvogt, der seinerzeit mit seinem Engagement maßgeblich zum Erhalt des Herrenhauses beigetragen hatte.

Jetzt freuen sich Marita Kleemeyer und ihre Mitstreiter auf die kommenden Monate, in denen das kulturelle Leben hoffentlich endlich wieder ein bisschen aufblüht. Denn im vergangenen Jahr war es viel zu ruhig in der Auburg.

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