Science-Fiction-Thriller „Nanopark“

Wagenfelder Autor Uwe Hermann entführt seine Leser in einen Freizeitpark der Zukunft

Der Wagenfelder Autor Uwe Hermann in seinem Büro.
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Der Wagenfelder Autor Uwe Hermann ist eigentlich auf Kurzgeschichten spezialisiert, hat aber auch schon ein Handvoll Romane geschrieben. Sein neuestes Werk heißt „Nanopark“ und erscheint Ende September.

Der Wagenfelder Autor Uwe Hermann veröffentlicht seinen neuen Science-Fiction-Thriller „Nanopark“, in dem die Besucher des Freizeitparks der Zukunft in die Gewalt von Terroristen geraten.

Wagenfeld – Eine Reise zum Mittelpunkt der Erde, die Stadt der Zukunft oder den Wilden Westen besuchen und die Zeit der Piraten erkunden? Oder in einer virtuellen Nachbildung der afrikanischen Steppe auf Löwenjagd gehen, ohne zwischen Wirklichkeit und Fantasie unterscheiden zu können? All das und mehr ist möglich im Nanopark, einem Freizeitpark der Zukunft, den der Wagenfelder Autor Uwe Hermann für seinen neuen gleichnamigen Roman entworfen hat.

Hauptfigur des im Jahr 2052 spielenden Science-Fiction-Thrillers ist Simon Klein, ein ehemaliger Polizist, der seit einem Unfall als Ermittler für eine Versicherungsgesellschaft arbeitet und im Freizeitpark den Tod eines Mitarbeiters untersuchen soll. Während er bei seinen Ermittlungen auf immer neue Ungereimtheiten stößt, wird der Nanopark von Terroristen überfallen. Sie riegeln die riesige Kuppel, in der sich der Park befindet, ab und nehmen die Besucher als Geiseln. Von den Geiselnehmern gejagt und ohne eine Möglichkeit, Realität und Schein unterscheiden zu können, kämpft Simon Klein ums Überleben.

Sieben Monate habe er an dem Roman geschrieben, berichtet Uwe Hermann. Hinzu kamen etwa sechs Wochen Recherche. Schließlich habe er seinen Indoor-Freizeitpark so realistisch wie möglich gestalten wollen.

Der Wagenfelder Autor Uwe Hermann ist eigentlich auf Kurzgeschichten spezialisiert, hat aber auch schon ein Handvoll Romane geschrieben. Sein neuestes Werk heißt „Nanopark“ und erscheint Ende September.

Ursprünglich sollte der Thriller im Februar erscheinen, aber durch den Lockdown und die geschlossenen Buchläden wurde der Termin immer wieder verschoben. Jetzt steht Ende September als Termin fest. Dann wird das Buch laut Uwe Hermann auch in der örtlichen Buchhandlung vorrätig sein. Wer solange nicht warten möchte, kann sich die erste Stunde des Thrillers schon jetzt über die Homepage des Autors als Hörbuch, gelesen von Thorsten Möser, anhören.

Uwe Hermann beschäftigt sich in „Nanopark“ wie schon bei seiner 2018 mit dem Kurd Laßwitz Preis und dem Deutschen Science-Fiction-Preis ausgezeichneten Kurzgeschichte „Das Internet der Dinge“ damit, was geschieht, wenn Computer immer mehr Dinge im Alltag der Menschen regeln. In der amüsanten Kurzgeschichte retten sie einem Menschen das Leben, in seinem Thriller zeigt Hermann die andere Seite der Medaille.

„Heutzutage verlässt sich jeder auf die Computer. Ohne ein Smartphone ist man ja fast nur noch ein halber Mensch“, so der Autor. Es gebe bereits Autos, die ihre Passagiere autonom mit mehr als einhundert Stundenkilometer ans Ziel brächten. „Mein Gedanke war, wie Menschen reagieren würden, die ihr Leben einem Computer anvertrauen, und dann wird er gegen sie verwendet.“ Im Nanopark verschmelze Realität und Fiktion zu einer perfekten Symbiose. „Die Besucher sitzen in einer Achterbahn und erleben eine Fahrt zum Rand der Welt, inklusive einem wild gewordenen Kraken, als wären sie wirklich dabei“, so Uwe Hermann. „All das existiert nur in ihren Köpfen und ist so ungefährlich wie jede andere Achterbahnfahrt auch. Aber was wäre, wenn diese Technik in die Hände von Terroristen fiele? Wenn die Geiselnehmer den Besuchern alles vorgaukeln könnten. Woher sollten diese dann wissen, was echt ist und was nicht?“

Eigentlich wollte der Wagenfelder, der seit mehr als 30 Jahren schreibt und über 100 Kurzgeschichten unter anderem in Zeitschriften wie „c"t“ oder „Spektrum der Wissenschaft“ veröffentlicht hat, auch aus dieser Idee eine Kurzgeschichte machen. „Aber beim Schreiben merkte ich schnell, wie viel Potenzial in ihr steckt. Also verschwand die Geschichte wieder in meine Schublade“, berichtet Hermann zur Entstehungsgeschichte. Dann habe der Polarise Verlag aus Heidelberg angefragt, ob er für ihn einen Thriller schreiben würde. „Ich schickte ihnen meine Grundidee und ohne, dass sie ein Exposé von mir bekamen, sagten sie zu.“

Als Nächstes möchte sich Uwe Hermann wieder mehr auf Kurzgeschichten konzentrieren, „damit mein sechster, längst überfälliger Kurzgeschichtenband erscheinen kann“. Er werde wie „Der Raum zwischen den Worten“ wieder aufwendige Illustrationen enthalten.

Lesen: Uwe Hermann: Nanopark, 384 Seiten, Polarise Verlag, ISBN-10: 3947619693, ISBN-13: 978-3947619696, Taschenbuch 12,95 Euro.

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